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3. Zeitraum. 1, Periode. 3. Capitel.
Offenbarungen empfangen zu haben'). Seine Mystik will das Geistige insinnlichen Vorstellungen und Formeln auö der Chemie und Physik veran-schaulichen. In dem Zauber wenig verstandener Vorstellungen besangendie um so mehr ahnen lassen, je weniger sic zu denken geben, ist er bei allerUnklarheit ungemein tief. Durch die Verbreitung solcher tiefsinnigen unddunklen Lehren bildete sich die Sage von einer geheimen Gesellschaft, die sichim Besitz verborgener Naturkcnntnifse und gewisser Geheimnisse befinde, so-gar den Stein der Weisen gefunden habe und eine Regenerirung des sittlichenZustandes vorbereitc. Ein unbekannter Oberer, Nosenkreuz, sollte dieganze Gesellschaft leiten (Roscnkrenzer). Ihr Ursprung verliert sich imDunkeln; den Glauben an das wirkliche Bestehen dieser Gesellschaftbefestigte vielleicht der verdiente Johann Valentin Andrea Hs-1854)durch drei satyrische Schriftenin denen das Ideal einer solchen geheimengesellschaftlichen Verbindung ausgestellt wird, welche die Entstehung derWahrheit und Erforschung der Natur sich zur Pflicht mache. Als der eng-lische Arzt Robert Flud sUoIwrtus ein Vlxetibus -j- 1637) mit den Vor-stcllungen der Nosenkreuzer die Ideen des Paracelsus verband, entstand dieFeuerphilosophie ^).
tz. 340. Streitigkeiten in der luthcr. und resormirten Kirche.
Planck, Protest. Lehrbcgr. Bd. IV—VI., u. Gcsch. der Protest. Theologie vonder Concordicnform. bis Mitte des 18. Jahrh Gotting. 83l. Heppe, Gcsch.des deutsch. Protest. 1555—81. Marb. 852 ff. 4 Bde. Giescler, Lchrd.der KG. Bd. III. Abthl. 2. S. 187 ff. Bossuct, Gesch. der Verände-rungen re Doll enger, die Reformation re. Pd. III.
Selbst während des leidenschaftlichen Kampfes gegen die kathol. Kircheentstanden unter den Protestanten heftige Streitigkeiten, von denen einigebereits berührt sind. Durch Vorführung der übrigen wird das Bild derinnern Zerrissenheit vervollständigt und zugleich noch klarer, wozu das Prnmpdes Protestantismus bei consequenter Durchführung nothwendig führen muß.v. Unter den Lutheranern.
1) Der antinomistische Streit. In dem Unterrichte der Visita-toren hatte Mclanchthon die Prediger ermahnt, bei der Büßpredigt daS Ge-setz zu benutzen: so würde ein gewisser Schrecken vor Gott erweckt werden,ohne welchen keine wahre Buße möglich sei. Daran nahm Johann Agri-cola von Eisleben, erst Professor in Wittenberg (s. 1536), dann Hofpredi-ger in Berlin Hs. 1540) Anstoß, besonders wohl aus dem Grunde, weiteran die Werke der Katholiken dachte, und behauptete, nur das Evangeliumsolle innerhalb der Christenheit gepredigt werden. Sogar gegen Luther wandte
1) Seine Werke durch Gichtcl. Amst. 682. 2 Bde. 4. 730. 6 Bde., durchScheibler. Lp;. 83l ff. Wuller, Jac. Böhm. Leben und Lehre. Sttittg. 8R,Vgl. Staudcnmaier, Philos. des Christcnth. Bd. I. S. 726—740.
2) Vaina Vraternitatis oder Entdeckung der Bruderschaft des löbl. Ordens des
Roscn-Creuzes Cassel 614. Oontbssin Ventern. Uln-m-aae Oruoi8 6l5; ChynilMHochzeit Christiani Rosenkreuz. 618. vgl. Andrcä's Sclbstbiogr. a. d. Lat. »der .von Scpbold. Wintcrth. 799 u. HoHbach, Joh. Val. Andrea u. sein Man.Bert. 819. Andreä's entlarvter Apap, nebst Beitr. zur KG. des 16. u. 17. Iahst,von Papst. Lp;. 827. *Chr. Gottl. v. Murr, über den wahren Ursprung desNosenkreuzer- u. des Freimaurerordens. Sulzb. 803. vgl. Sigwart, Gesch. derPhilos. Bd. II. S. 51-69. u. S. 449 ff. , ^ .
3) Seine medicin. u. philos. Werke stanz, u. latein. erschienen OpMkeimet Svuäs 617. 5. V. kol.