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3. Zeitraum. 1. Periode. 3. Capital.
die Reformatio» enthusiastisch gestimmte» Fürsten sich keinesweges durchReinheit des Wandels und der Gesinnung auszeichnetcn. Neben dem wol-lüstigen Heinrich > >I>. von England und dem Landgrafen Philipp vonHessen, dem ungläubigen, leichtfertigen Al brecht von Preußen, denDespoten Ehristiern lI. von Dänemark und GnstavWasa von Schwe-den stehen die katbol. Fürsten Herzog Georg vonSachsen, Joachim >.von Brandenburg, Marimilian, E arl V., F erdinand I. und Ferdi-nand ll., Herzog Albrecht, Marimilian >. von Bayern u. A.ungleich edler, reiner und erhabener da.
Drilles Cupilrl.
Innere Geschichte des PrvtcstantisniiiS.
ffDö kling er, die Ztcsormat. Ncgcnsb. t<36 ff. 3 Bdc. PPcrrone, der Pro-testantismus n. die GlaubenSregcl, a. d. Irak. Regensb. 856. 3 Poe.bBalmcs, d. Protcstautisni. Val. in. d. Katbolicism. Regensb. 8443 Bdc. -sNicolas, über das Verhält», des Protestautism. u. sänimffHäresten zum Socialismus, Mainz u. Padcrb. 853 Studien über Katho-licismns u. Protestantismus und Gewissensfreihcir in Deutschland, Schaff!,.857. Gicseler, Lehrb. der KG. Bd. lli. Abihl. 2. S. l!5—382 gibtreiche Quettenanszüge u. die einschlägliche Literatur.
§. 335. Allgcineine Charakteristik des Protestantismus.
Gleich den mittelalterliche» Sekte» der Kartbarer und Waldenser undden verwandten der älter» Zeit kündigte sich auch das Lutbcrthum als dasStreben an, durch Ucberwindung der Mißbräuche in der katbol. Kirche aufder Grundlage der b. Schrift, als alleiniger GlaubensguelIe, dieapostolische Kirche zu repristinircn. Diese einseitige Berufung auf die h.Schrift blieb, obschvn sie sich gerade in den wichtigsten Streitfragen als un-zulänglich erwies, und oft genug von der allzu voreilig verworfene» Tradi-tion Gebrauch gemacht werden mußte'), als Prinzip bestehen. Die Autori-tät und daS Wesen der sichtbaren Kirche, die schon vorÄbfassnng derh. Schrift bestanden, wurde aufgehoben, und dafür das Ideal einerunsichtbaren Kirche angenommen, welche die wahrhaft Gläubigenaller Orten verbinde.
Die nächste Folge war eine Unsicherheit und stete Veränderlichkeitselbst in den Grundlehren"). Zufall und Willkür wirkten ans die Ausbil-dung des Lehrbegriffs ein, und es schien: „als ob in Europa ein großerEourS von Erperimentaltheologie eröffnet worden wäre." Als so in denneuen kirchlichen Vereinen die Anarchie förmlich eanstituirt war, sah mansich endlich doch genöthigt, um der religiösen Gesellschaft die ihr unentbehr-liche Grundlage eines gemeinsamen Lehrbegriffo zu geben, eine Autoritätaufzustellen. Dies geschah durch Abfassung der symbol ischen Bücher* *),
1) Vgl. Lcssing's Ariomata wider de» Hr. Pastor Götze in Hamb, (sämmtl.Schriften hcrausg. von Lachmann Bd. X. S. 133—251).
2) Bossuet, Geschichte der Veränderungen re. Planck, Gcsch. der Entsteh.,Vcränd. u. Bildung des Protest. Lehrbcgriffs s. oben. S. 703.
*) lüdri szmbolii i ibma-iAe/icar. sOutbssw ^ugnstunu; ^pologia eoutess.priemst.; Xrtieuli Lehinalcslcliei; Cukoeliismi I.utbori: b7>rm»In Öoneorüiae)eck. Äase. IHM, 837. Lorpus libror. sz-iubol., <pii in mol. Ne/o/'matvrumauotoritatoin public, nbtinusrunt. ml. bllbert. 827. Oolloetio eonkossimuM
in euel. re/orinatrs plilllientar. o,l. Ups. 840 iOonksosiones lwlvoticaö
tros mit Ergänzungstes Genfer Katechismus; Oont'sssio wir.rpoliumu, nämlich Straß-burg, Lindau, Consta»; u. Memmingen; Ovutdssio Vulluu; c^nlless!» Seotica