§. 332. Der Protestantismus in Frankreich.
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m»t zugestandcn (1793). Von den StadtmagistratSftellen -lieben sie ganz,von der Justizpflege so gut wie ausgeschlossen, wenigstens waren die Sheriffsstets Protestanten; Confcssionsschulen und Collcgicn durften sic nicht errich-ten. „In Irland gibt'ü für Katholiken kein Gesetz," -lieb eine traurigeMbrbeit'). Und selbst solche Milderungen waren nicht ohne Widerspruchdurchgcgangen. Wie wenig es überhaupt den Machthabern um Gerechtigkeitund Frieden für Irland zu thun war, zeigten die Ungerechtigkeiten, welchedem Aufstande von 1798 vorhergingen oder diesen vielmehr erst schufen^). Esnahmen übrigens Protestanten wie Katholiken an dem Aufstande Theil; dieVerzweiflung und der französische Frciheitsschwindel riß die zertretene Nationbin. Bei dieser Gelegenheit bot der kathol. Klerus seinen Einfluß auf, umzu beschwichtigen. Die Folge dieses Aufstandes war die Union mit En g-land 1891, welche einer Vernichtung der Nationaleristenz gleichkam.
Wenn die Gesetze mit der Herzlosigkeit, die sic dictirte, auch ausgeführtworden sind, so ist nach menschlicher Einsicht das Bestehen des Katholicismusin Irland em Wunder, und das Wort des Heilandes: „Die Pforten derswlle werden meine Kirche nicht überwältigen," erfüllte sich hier augenscheinlich.
§. 332. In Frankreich.
Mtoire oeclssürstigus >1« bljssisos räkornws-s an Kovamno ,Is Pr»,reo (pur7"/«. üö^n). invers 589. 3 Vul sb. 1563). f.Va/n/üaniv/, bist. 9u 6al-vmism« Ker?nrn/ zreform. Prediger zu Genf) I598> eammnntai- <lgsiulu rol. et roipub. in i-egno HaNiae. 6e» 572 s^. 5 77««»»»-?. bist,
--ni teng) 77e<7/«/si, liist. 9o !'eZIisa OnII. 749. 4. 7'e/ynot. livroUns sia^nlaiitss. I>i.j«,i 84l ^Frankreich u. die Reformation,l Katholik 842. April, Mai, Juni). Weber, gcschichtl. Darst. des Calvi-nisinüs im Verhält». z. Staat in Genf u. Franko. Heideld. 836. f-Booff,Gösch, d. Neformat. v. Frankr. (l547—1844). Augsb.844. Ranke, franz.Gcsch. vorncml. im l6. u. l»7. Jahrh. Stuttg. 852 ff. 4 Ade. (b. Luden XV.)
Die Willkür, welche König Franz >. wie in politischen so in kirchlichenAngelegenheiten, namentlich in der Wahl der Bischöfe, übte; die früherenSekten; die mehrfach subversive Thätigkeit der Pariser Universität auf denReformativnssvnodrn zu Eonstanz Und Basel, welche zur pragmatischenSanction führte, batten den Protestantismus vielfach vorbereitet. Nicht ohneZuversicht dcdicirtc schon Zwingli und nach ihm auch Calvin sein Haupt-werk dem König Franz l. Eben so fanden auch Lutber und Melanch-thon begierige Leser, zu denen besonders der berühmte Bibclerklärer LeFe vre d'E Staples gehörte. Zu M e aur sammelten Wilhelm Farelund der Wollarbciter Johann lc Clerc in stürmischer Zurüstung dieerste Gemeinde. Aber selbst die freisinnige Sorbonne hatte aeurtheilt, daßkutber «-schwören und seine Schriften verbrannt werden sollten. Gleichwohlwurden die letzteren verbreitet und gelesen; die Anhänger hatten an demköniglichen Rathe Der quin, der Maitresse des Königs, der Herzogin vonEtanipcs und seiner Schwester, Margaretha von Valois, Be-schützer. Als Gemahlin Heinrich's von Albret, Königs von Navarra, zogletztere die wegen des Protestantismus Verfolgten an ihren Hof. Dagegensuchte der einflußreiche Kanzler und Cardinal de Prat, der CardinalTour non und die Königin Mutter, Louise von Savoyen, zn Gun-sten des Katholicismus zu wirken. Als die Protestanten sich erkühnten, Bil-der des Erlö sers und der h. Jungfrau zu verstümmeln, sogar eine giftige
l, Moore B. II. Cav. II. S. 277. - 2) Ebcnd. Buch II. Cap. l2.Rote 90-91.