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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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(. 323. Der Protestantismus in Preußen.

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cher Weise als absurd verworfen murren '). Mit Zwingli bat Calvin auchden such gegen alle Ceremonlen und jede verschönernde, das Gemütb erhe-bende Form des Gottesdienstes gemein.

Jivrilrs Eupitcl.

Verbreitung des Protestantismus in Europa.

Döllinger, in der Forts. Hortig'S S. 481691. hierüber sehr ausführlich.

§. 323. Der Protestantismus in Preußen.

Die selt. Chronik Preuß. von Simon Grün au (Dvminic zu Danzig) alsAugenzeuge Haupiguelle. Bgl. Freib. Kirchcnler. Vd. VIII. S. 679 ff.

Zu den Bundesgenossen der Protestanten gehörte frühzeitig der Hochmei-ster des dcntschen Ordens ts- 1511), MarkgrafÄl brecht vvnBranden-bnrg.. Seit 1466 war West-Preußen polnisch, die andere Hälfte vonPreußen poluischcö liehen. Bon vielen Seiten ausgcreizt, versagte Albrechtdem Könige Sigismund die Huldigung und Lehnspflicht; als dieser ihn aberangriff (1519), blieb die ihm versprochene Hilfe aus. Nur durch Ver-mittlung des Kaisers erhielt er einen vierjährigen Waffenstillstand zu Krakau(7. April 1521); früher schon hatte sich der Papst bemüht, beide Thcile zueinem billigen Vergleiche zn vermögen'). Um sich aber von Pole» ganz un-abhängig zu machen, reiste Albrecht nach Deutschland (1522) in Begleitungdes Bischofs von Pomesanien Jacob von Dobeuck und des B. vonSamland Johann von Polenz, die den Religionüneuerungen zugethanschienen. In einer Unterredung mit Osiandcr während des Reichstages zuNürnberg (1522), wo ihm die Hilfe versagt wurde, bekam er Wohlgefallenan der neuen Lehre. Bei seiner Rückkehr gaben ihm Luther und Melanch-tbon den gute» Rath, die tolle, verkehrte Ordensregel aufzuheben,sich zu vcrhciratben und Preußen zu einem weltlichen Fürstcnthume zu machen.Der Vorschlag wurde sehr bald von Albrecht beachtet; er erbat sich sogleichprotestantische Prediger, und schon in demselben Jahre wurden JohannBrissmann und Peter Amandus als solche in Königsberg angestellt.Der Bischof von Samland und der B. von Pomesanien erklärten sich öffentlichfür das Luthertbum (1524) ; der Rath Albrccht's, Friedrich vonHeideck,zeigte sich bei dieser Veränderung besonders thatig. Nach dem Ablaufe desWaffenstillstandes gelang es Albrecht, mit König Sigismund zu KrakauFrieden zn schließen (1525), wodurch er den hintern östlichen Theil vonPreußen unter Polens Lehnsherrschast erblich erhielt. Als er den Landstän-den davon Mitthcilung machte, zeigten diese, der langen Fehden müde, be-sondere Freude darüber, und der B. von Samland übergab sogleich dieweltliche Verwaltung seines Bisthums dem neuen Landesfürsten, weil denBischöfen das Predigeramt, nicht aber weltliche Herrschaft übertragen sei.Nur der Comlhur zu Memel widerstand eine Zeitlang. Sogleich wurde eineneue Kirchenordnuug sammt Agende in polnischer Sprache eingesührt(1526);Johann Seclucianns wurde Prediger in Königsberg. Der HerzogAlbrecht bekundete seinen Austritt auö dem Orden und der kathol. Kirchedurch den feierlichen Act seiner Verheirathung mit Dorothea, der Tochterdes Königs von Dänemark (1526), was er durch eine plumpe Verthei-digungsschrist zu rechtfertigen unternahm. Der Papst protestirte gegen die-lt Kon minus absnreluin jmlicainus, (Iiristrun sub pane lvcare vsl e u inI>a»o cvpulare, guain panein kra».ss«?-.>>rant7«re in corpus ejus.

2) VetreLsmdr epp. Devuis X.uowine scriptae, lili. I. sp. 22.: Iil>. II. sp. 21.