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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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798
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3. Zeitraum. I. Periode, i. Capitcl.

genießen, empfangen sie ebensowenig den wahren, Hochsteno eine Art S ehe in-glaub cn, als die heiligmachendc Gnade. Daher nennt er Vorherbcstinunnngjenen ewigen Nathschluß Gottcs, d u r ch w c l ch e n c r b e i s i chfestgcsetzt hat, was a n s jed c in Mensche n w erde n s o l l. Dennnicht zu gleichem Schicksal sine Alle geschaffen: denn einigen ist das ewigeLeben, andern die ewige Verdammung bcschicdcn. Je nachdem alsoJemand zu dem einen oder dem anderen Ziele geschaffen ist, nennen wir ihn auchzum Leben oder zum Tode v orh crb cst im m t. In der imputative nGerechtigkeit geht er noch über Luther hinaus und behauptet: der Gläubigesei nicht nur seiner Rechtfertigung, sondern auch seiner ewigen SeligkeitvolIko m m c n gewiß. In den Sacrainen t e n stimmt er zum Thcil mitLuther überein, weicht aber insofern von ihm ab, daß er die heiligende Kraftvom Eacramcnte, als dem sinnlichen Zeichen, durchaus getrennt wissen will.Ueber das A bcndmahl und die Gegenwart Christi in demselben drückt sichCalvin oft schwankend aus, daß man darüber leicht getäuscht werde» und fälsch-lich vcrmuthcn konnte, cs sei der Empfang des Leibes Christi unabhängig vomGlaube» und der Würdigkeit des Empfangenden. Sicher aber ist seine wahreAnsicht ungleich tiefer und erfreulicher als die zwinglischc. Unbefriedigt von derMeinung Zwingli's, daß im Abendmahlc der Leib Christi nurvermittelstder Anschauung und der Betracht u n g" gegenwärtig, die Handlungnur eine Erinnerung an Christum und seinen Tod sein soll, behaupteteCalvin zwar im Gegensatz zur katholischen Transsubstantiationslchrc;bleiben Brod und Wein, was sic sind, und werde» nicht Christi Leib, da diesernur im Himmel sei; aber cs ströme im Momente des Empfanges in die Seeledes gläubige» Empfängers eine göttliche Kraft des im Himmel befindlichenLeibes Christi. Er nahm also neben dem sinnliche» Elemente ein göttlichesAliment an, das jedoch nur den P r ä d c st i n ir t e » zu Thcil werde. Auch inder Lehre von der Kirche hat Calvin zwar das mit Luther gemein, daß beidemit einem Abbruchen von der gcsammten historischen Entwickelung des Christen-thums und Setzung einer Kluft zwischen dem lten und Ulten Jahrhunderte begin-nen ; er weicht aber darin von Luther ab, daß 'er mit ungleich größerer Bestimmt-heit die Roihwcndigkcit eines geistlichen Ministeriums l Pastoren, Acltcstc,Diakonen) hervorhebt durch die ausdrückliche Erklärung: daß der wahrhafteBcruf zuin Lehren und ; ur V c rw a ltun g dcr S aeramentc von Gettselbst durch die Stimme der Gcnicindc erthcilt werde. Darum hatdie O r d i n a t i o u in seinem Systeme eine ungleich höhere Bedeutung, als indem lutherischen, wo sie mit der Bestellung zu Beamten durch den Landeshmnzusammeiifällt. Endlich suchte Calvin der Staatsgewalt gegenüber der Kircheeine größere Unabhängigkeit zu vindiciren, als Luther und sein Vor-gänger Zwingli. Sein Grundsatz war: bäolosiu osk sui sui-is, wurde aber nurmomentan praktisch. Da die einzelnen Gemeinden nach rcpublicanischcr Coiistruc-tion grundsätzlich in sich abgeschlossen erschienen, während die Kirche Christi all-gemein und organisch verbunden sein sollte, so wollte Calvin in dem Instituteder Synoden ein Biudungsmittel finden, weshalb diese auch bei den Refor-mirtcn weit zahlreicher als bei den Lutheranern gehalten worden sind.

Wiewohl Calvin sonst unerbittlich streng und unerschütterlich auf seinerMeinung beharrte, so zeigte er sich doch zur Zeit, wo die Einheit derSchweizer äußerst nothwendig war, nachgiebig, und trat in der Ueberem-kunst mit Bullinger looiisorisus 'Issuin imi» 1-49 > der Ansicht Zwingli's bei,während die lutherische, wie die katholische Ansicht vom Abendmahlc in glei-

guus ucl oxcuei'-itlonom rspi-olioniin kuoimit, illius iruo <I>oi) suM insiriiiiiealii.Aatan iiutem ipise, gui intus ollnuoiter ug'it, ita ost chus minimer, ui »o»»mesu« imxeoic- uaut. Cvrruit err;o lrivolum illml etk'uMii». guoel elo xraesewnim

Li lrolastii i bubenl. ble>iue enim praevickeri ruiiinm impioirim u Domino I'smm

truckit, secl ejus eousilio et voluntute orelinuri. Sogar die Anführung einesspcciellen Beispiels fehlt nicht: Llisslon inoosto eoitu putris wrum pollueueao-tsstubile scolus perpotrut: Deus tarnen /ioe oL«s suurn esse ^-'onuncrat eie.