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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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3. Zeitraum. 1. Periode. I. Capitcl.

854. Hagen buch, Gesch. der erste» Basler Confess. w. Basel 827. Sja.wart, lllr. Zwinglis Charakter sr. Thcol. Stuttg. 855. Außer der Sym-bolik von Möhler u. Hrlgcrs vgl. befand. Riffel Bd.Ill. S. 54—ig2Wenn Znäingli die Priorität des offenen Kampfes gegen die Mißbräuchein der Kirche vor Luther eingeräumt werden kann, so muß ihm aber dieOri-ginalitat der Lehre abgesprochcn werden. Denn diese hat er ans den früh-zeitig ui der Schweiz verbreiteten Schriften Luther's entlehnt, und nurmit seinem aller Tiefe entbehrenden Geiste eigcnthümlich geformt, wobeier gegen alles Mysteriöse im Christcnthume protestirte. Obenan steht derSatz von der h. S ch r r st als alleiniger Gl aubensguclle, nachfreier, ungebundener Erklärung. Wie alle Reformatoren behauptete auch er:„auf sein inftänvlges Flehen von Gott aus der Schrift und aus dein Geisteunterrichtet worden zu sein." Zn der Bestimmung der m ater i,cl l cn Lcbr-punkrc behauptet Zwingli wie Luther: daß der Mens ch durch den Sun-dcnfall Adams unbedingt und mit allen seinen Kräften dem Bösenverfallen sei, so daß alle Werke des Menschen eitel, unnutz, ja Sündesind; die Lehre vom frei en Willen und unserem Vermögen zum Gute»,wie von dem Lichte unseres Verstandes sei als frevelhaft zu verwerfen. Nachdieser Grundanschauung von der durchaus sündhaften Natur des Menschenwachsen not Hw endig die schwersten Sünden daraus, wie-die Aeste ausdem Baumstämme: Golt selbst wirb zumUrheber derSündc,speziell des Mordes undVerratheö gemacht*). Darnach istdann auch nur die luthcr i s che R ech tfer t i gnn g dur ch d en Glaubenallein denkbar, was noch durch diethevret i s ch stark betonte Lehre vonder Vorsehung (llo piovillontin), die zur absoluten Prädestination ge-steigert wird, einleuchtender wird. Ja Zwingli wußte damit seine berüch-tigte Behauptung von der Gemeinschaft Ehr-sti und seinen Heiligen mit Her-cules, Theseus, Socratcs, Numa Pompilms, den Eatoncn und Scipionen,die ihn ui den Augen LurherS zu einem vollkommenen Heiden machten, inVerbindung zu bringen uno zu rechtfertigen. Aus diesen Grnndlehren zogZwingli dieselben Folgerungen wie Luther zurV erw ersung aller Werke,die nicht auS dem Glauben sind, der Mvnchsgelübde, des Ablassesund des F egfcu.erS. Die Kirche erscheint ihm als. die große, nurGott allein kennbare Gemeinschaft aller Christen, die nur IesumChristum als ihr Haupt anerkennen, der keines sichtbaren Stellvertreters be-darf. Die geistliche Gewalt des römischen Bischofs, des obersten Pfarrerswie aller Bischöfe sei eine nur angcmaßtc. Deren seitherige Gewalt gehörevielmehr der weltlichen Obrigkeit. Die Sacramcnte seien bloßeZeichen der Gnade, die man vorher bereits besitze ^), also ohne wesentliche

*) läpisr. !>. 1527: Ille or^o prniuunr gnillam: „läbilliui orZo juilnIZobootc.; (inillgnill 0 Mro, 1)co anetare str." <^ui ne voce prollnnt, cnius »ves sint!

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ikitore.-- cre Doch wird unten empfohlen: 8sll bens Mi! raste isla

all populnm et rarius etinin! Vgl. auch Hahn, Zwingli's Lehren von derVorsehung, von dem Wesen u. der Bestimmung des Menschen, sowie von derGnadcnwahl. (Studien u. Kritiken Zahrg. 837. H> 4.)

1) „llx Bulbus boo colligitur, sacrainenta llari in sign um publicnwejus grntnro, guae ouigue privat» nrius rillest." —