§. 299. Luthcr's Auftreten gegen den Ablaß.
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verschiedenen christlichen Rcligivnspartcien zu einander arirciht. Durch diese Er-wägung ist die Diathesc des Stoffes in der ersten Periode dieses Zeitraumesbestimmt: die Geschichte des Protestantismus vor die der kathol.Kirche gestellt worden.
Erstes C n p i t c l.
Religions beweg ungen in Deutschland und in der Schweiz.
L. Bis znnr förmlichen Ausscheiden der Protestanten ans derkath. Äirche durch die Augsburger Confcssion (1S17—30).
§. 299. Luther'S Auftreten gegen den Ablaß.
Luthcr's Werke latcin., Vit. 5-45 sg. 7 1'. k.; äen. 556—58. 4 1. 1'.; deutsch.Vit. 539 r-g. l2 1'. k. Jena 555 sg. 8 V. t. Dazu 2 Supplcmcntbändc v.Aurifabcr. Eisleb. 564 u. 65. Nur deutsche Schriften Lulhcr's in derAltcnburg. Ausg. von Sagittarius, 66l—64. 10 Bdc. Supplcmcnt-band zu allen früh. Ausg. (v. Zeidler). Halle 702. Leipz. Ausg. 729—40 in 22 Bd. Folio; die Haller Ausg. von I. G. Walch 740—50.24 Th. 4. (die latcin. Werke in den 2 letzt. Ausg. nur i» dcut. llebcr-sctzung), nach den Originalsprachen von Plochmann u. Jrmischcr,Erl. 826-56. 67 Bde. vgl. Jrmischcr, kurze Gcsch. der Gcsammtausg.von Luthcr's Werken tZcitschr. für Protestant, u. Kirche 850. H. 1.)Luthcr's Briese, «sendschreib. u. Bedenk. hcrauSg. von de Wette.Bcrl. 825—28. 5 Th. Tlketamc/ttäo», bist. äs vita. ot aetis I-utberi. Vit.546 «>!. auZusti. Vrat. 817. Daneben die Biographien von Cochläus,Ulenberg; aus der neust. Zeit ncb. Ukert, Luth. Leben. Gotha 817.2 Bdc., Pfizcr's (u. a. idcalis.) Leb. Luth. Stuttg. 836. Meurcr,Luth. Leb. Dresd. 842. Jürgens, Luther von sr. Geburt b. z. Ablaß-strcit. Lpz. 846. 4 Bdc. zu vgl. bist, äs la vis, äos ocrits st
4os clurtrinvs rlo Vlart. I-Utb. 1'a.r. 839. 2 V. sei. II. I'nr. 841. deutsch.Augsb. 843 u. „Luthcr's Werk u. Luth. Werke" von I. v. Görres imKatholiken 1827. Bd. 26. *Freib. Kirchcnl. Artikel „Luther" von Döllingcr.
Am Ende des zweiten Zeitraumes fand sich in den verschiedenen Sphärendes kirchlichen Lebens mannigfacher Zündstoff angehäuft, der in Verbindungmit vielfachen politischen Gährungselementen um so größere Gefahr drohte.Der frühere Einfluß des Papstes auf ganz Europa war in Folge des päpst-lichen Schisma's, der Kämpfe auf den Concilien zu Constanz und Basel, undendlich noch durch das ungeistlichc und kriegerische Leben einzelner Kirchen-oberhäupter geschwächt. Der patriotische und ritterliche Kaiser Maximi-lian hatte zwar in dem fetzt in viele Einzelstaaten zersplitterten Deutschlandden ewigen Landfrieden eingeführt (1495), und durch die Errichtung desReichskannnergerichtes in etwa gesichert; doch standen ihm bei deni jetzt ge-sunkenen kaiserlichen Ansehen zu wenige Mittel zu Gebote, um nöthigenfallSnachdrücklich im Innern und nach Außen aufzutreten. Nebcn dcu reichen freienStädten stand ein größtcntheils verarmter ungebildeter Adel, und ein unzu-friedenes, gedrücktes, darum zu Aufständen geneigtes Volk. Die kampflusti-gen Ritter, über die Aufhebung des Faustrechts grollend, warteten nur aufeinen geeigneten Augenblick, dem Fürsten- und geistlichen Negimente mit demSchwerte ein Ende zu machen. Als nun noch auf Marimilian's Enkel Carldie Krone Spaniens überging (1516), und derselbe auch die Kaiserkrone mitder ganzen österreichischen Erbschaft erhielt (1519), kam cs in Folge derEifersucht FrankrcichsgegendasHausHabsburg unter feinemlungen, ehrgeizigen und kriegerischen König Franzi- (s. 1515) zu einemoffenen Kampfe, während von Osten her Oesterreich, Deutschland, Ungarnund Polen durch die wachsende Uebermacht der Türken heftig be-
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