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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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705
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§. 285. Die s. g. Wiederherstellung der Wissenschaften.

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Priester der Brüder des gemeinsamen Lebens und Subprior der regulirtenAugustiner Chorherren zu Zwoll (s- 1471), hat sich durch sein nächst der h.Schrift am meisten verbreitetes Buchvon der Nachfolge Christi" alsder reinste und edelste Mystiker gezeigt. Wenn er den Taulcr in derNach-folge des armen Lebens Christi" an Tiefe nicht erreicht, so übertrifft er ihnaber an Einfachheit, aus der eine wahrhaft volksthümliche Herzlichkeit spricht.Der stille Umgang mit Gott und Jesu Christo ist der Grundgedanke; dazugelange man durch Zurückgezogenheit, würdigen Gebrauch der h. Sakra-mente, unablässige Betrachtung der h. Schrift und richtige Würdigung derWelt. Im Geiste aller Jahrhunderte findet er in derEncharistie denMittelpunkt alles christlichen und kirchlichen Lebens, und verweilt darum hie-bei am längsten im 4ten Buche.

Z. 285. Die s. g. Wiederherstellung der Wissenschaften.

storia äslla literatura Italiana. 1', V. ?. I. Meincrs, Lebcus-bcschr. berühmt. Männer a. d. Zt. des Aufblüh, der Wissensch. Zür. 796 ff.Z Bde. Jagcmann, Gesch. der freien Künste und Wissensch. in Italien.III. Bd. 2. u. 3. Th. Heeren, Gesch. der class. Litt, im MA. «histor.Werke. Th. 4 u. 5). Voigt, die Wiederbelebung des class. Altcrth. od.I. Jahrh. des Humanismus, Brl. 859. Vgl. Möhlcr's Rcccnsiou vonErhard, Gesch. des Wicdcrausblühcns der Wissenschaft!. Bildung. Magdcb.827-32. 3 Bde. «Gießer. Jahrb. für Thcol. Bd. 1. S. 173 ff.)

Nicht erst die seit der Eroberung Ct. (1453) von dort geflüchteten grie-chischen Gelehrten haben mit der classischen Litteratur der Griechen im Abend-lande wahre Wissenschaft geweckt und verbreitet. Waren ja die hervorragen-den Scholastiker Männer der Wissenschaft, von denen unsere wissenschafts-stolze Zeit noch Vieles lernen muß. Neben ihnen wurde im MA. eine Poesieerzeugt, welche mit den Dichtungen Homer's verglichen werden kann; undwas anders als eine großartige Wissenschaft wurde von den Facultäten derzahlreichen in der vorigen und jetzigen Periode neu entstandenen Uni-versitäten gepflegt? Die Class ikcrdesAlterthu ms waren im MA.nicht vergessen; im 9ten Jahrh. zeigte Joh. ScotusErigenain seinenphilosophischen Schriften, im 10. Jahrh. neben Gerbert u. A. sogar dieNonne Hroswitha in ihren Gedichten eine genaue Bekanntschaftmit der classischen Litteratur? Und gleiche Beispiele lassen sich in allen fol-genden Jahrhunderten Nachweisen, besonders in Beziehung auf die römischenClassiker, zumal ja die Studien im Trivium und Quadrivium nur an derHand der Classiker betrieben wurden. Der originelle RaimundusLullus wagte es bereits, die Errichtung einer Lehranstalt zu Paris fürarabische und griechische Litteratur nach einem großartigen Maßstabe vorzu-ichlagcn'). Im 14ten Jahrh. finden wir bereits überraschende Beweise vondem Studium des classi schen Alterthums. Dantes, für Virgil wie für

bist, äu livre äs I'imitut. äs .1. 6Iir. et soll veritulile auteur Dar. 842 8g.2 7. recberclles bist, st erit. sur Is vöritabls auteur äu livre äs

I'imitat. sw. III.. kur. 858. s. Tüb. thcol. Q. Schr. 859. S 319 ff.

1) Nm'm.LMrks schreibt in ein. Briefe (Mirteue et Drii-au<7, tbssaur. llnsc-avt. 7. II. p. 1319): Die eouseisutias Stimulus ms rsmoräet st coegitms, venire vos, guorum summae äiscrotionis st sapieutiae interest. oräinars circa, tau-ttmi negotium tnm pium, tam meritoriuiu, tum Uso gratum ssrvitinm st utils tot!wimao, viäelicet guoä bis Uarisüs, ubi Ions äivinas scientias oritur, ubi veri-tatis luceriia rokulgst populis cbristianis, luiiäaretur stnck'rrm ^.rabrenm,

ricWr et Kraeenm, noe ackueresrrorr»» Der et -roetrorM» ckoetr etc.

2) vivina comeäia. (Himmel, Fcgfcucr, Holle) übers, v. Strcckfuß. Lpz. 835.»der Dante's Katholicism. s. Hcngstcnbcrg, cvang. Kzcitung. (842. Nr. lO.) und

Alzog'ö Kirchcngcschichtc. 7. Auflage. 45