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2. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt. 3. Capitcl.
Grünthal bei Brüssel svi. yoslstieus -s 138t), nimmt drei Stufen desfrommen Lebens an. Auf der dritten stehen diejenigen, welche derart in derLiebe leben, und durch dieselbe sich so mit Gott vereint haben, daß sie allen,Aeußern abgestorben sind. Wiewohl er versichert, Alles nur auf Eingebungdes h. Geistes geschrieben zu haben, so bedient er sich doch solcher Ausdrückedie eine Vereinigung mit Gott audeuten, bei der dem Menschen Selbftbcwußt-sein und Persönlichkeit fehlt, die sich in das göttli ch e Wesen auf-löst. Auch die h.Katharina vvnSieua, die heil. Brigitta, diehl. Angelica v. Fol ig n o mit der „Theologie des Kreuzes" und die hl.Katharina vvn Genua mit der „Theologie der Liebe" gehören hieher.Gegen die Verirrungen Nuysbroek's erhob sich der auch als Mystiker gleichberühmte Johannes Gerson sDr. ullimtiimissinum) und suchte, wiefrüher Richard von St. Victor, der Mystik ihr Ziel und ihre Aufgabe auchwissenschaftlich darzulegcn^). DaS Wesen der Mystik, sagteer, seiein Erkennen Gottes durch Herzensersahrung. Vermittelst der Liebe, welchedas Gemüth zu Gott ausdehne, gelange man zu einem unmittelbaren Jnne-werden Gottes. Während das Object der speculativen Theologie das Währesei, bestehe das der mystischen im Guten und Heiligen; den zwei Reihenvon Vermögen im menschlichen Geiste, der erkennenden und begehrenden,die jede auf ihrer höchsten Stufe zu Gott führe, entspreche die Scholastik undMystik. Die erstere fei berufen, die Mystik auf der Grundlage der christ-lichen Wahrheit zu erhalten. Aber man dürfe auch nicht dabei stehen bleiben,Gott im Begriffe zu erfassen, die Idee Gottes müsse vielmehr das ganzeinnere Leben des Menschen durchdrungen haben. Von Johann von Burgundverfolgt, irrte dieser große Gottesgelehrte lange flüchtig in Deutschland um-her, fühlte aber auch in der Verbannung den Trost der Theologie').Nach dem Tode seines Verfolgers kam er nach Lyon zurück, und soll sich in denletzten Tagen seines Lebens an dem religiösen Unterrichte der Kinder erfreuthaben. Von den dortigen Bewohnern wie ein Heiliger verehrt, starkerfreudig im Herrn (1429)^). Thomas von Kempen (Hamerken)J,
1) llousiclsrntionsL cko tkeol. mz-st. jopg. sä. än Km. Vntv. 706. 5 I-l.)
et. äs dsrsono mMiso. ?. II. Iliil. 822 sg. 4. Amn/, ecami sur
ln vis cks ksrsou. Var. 832. 2 O/r. sssai «ur 7oan Kerscm.
Ltrasb. 839. 7san llsrson, Obaneslisr äs bloti-s Daws st äs
bklnivsrmts cls Varis. Var. 843. Schwab, Ioh. Gerson, Würzb. 858.
2) Unter Ken««!, opp. scl. Au-llÄr. findet sich auch eine Abhandlung äe cou-solations tbeolochas libb. IV., worin er, wie früher der Dominicaner 7oau. äsVambaebo s-j- 1372) in gleicher Lage der Verbannung (^senIum Misntias sivscls consnlations tbsol. sä. Var. 493 u. öfter), von der unter allen Sturmeneines bewegten Lebens sich bewährenden und erhebenden Kraft des ChristenthumsZeugniß gibt. fopp. V. 1. ,i. 123—183.)
3) Vgl. die Aersonrana libb. IV. in der scl. ogp. 7oau. 6-srson. von ä»2V-r. V. I. p. I-6I.XI.
4) Lolilognia; burtulus rosar.; vallis lilior.; bosgitalo paupsrnm; ässalitu-clins st. silsütio; b^nini st cautica; vitns Kontor, (o^x. scl. Vomnialr««. äntv.604. 4.) Das Buch cls imitatious in sieben Sprachen llat., ital., span., stanz.,deutsch, engl. u. gricch.) sä. IVsrAl. Rcgcnsb. 837. Ucb. den Vers, ist gestrittenworden, vgl. Äa vv«, cls auet. bb. cls Imitat. 6br. (opp. (Isrson. 3'. I. p. I2l.)KiMAorz/, mömoirs sur lo vsritalclk autsur äs I'iwitation äs .7. 6br. rovn p»rle öomto Voujuinais. Kar. 827. übers, von Weigl. Sulzb. 832. Silbcrt,Gcrscn (Abt von Bcrcclli), Gerson u. Kempis, welcher ist Vers.? Wien828. Die Autorschaft des Thom. v. Kempen jetzt gesichert vgl. Bähring, Thom.v. Kempen d. Predig, der Nachf. Ehr. Brl. 849. S. 188-193. SreL-or-,,