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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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693
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§. 280. Johann Hus (1373 - 1415 )nd die Hnsitcn. 003

Gieseler verstümmelte Dccrct besagt nur: 1) daß die Gerichtsbarkeit derKirche in einer rein-kirchlichen Sache, wie hier bei Entscheidung über Häresie,eine selbstständige und unabhängige sei, daher in ihrer Ausübung wederdurch die weltliche Macht überhaupt, noch insbesondere durch Ertheilungeines Gcleitsbriefcs gehemmt werden dürfe; 2) daß der Fürst, der Jeman-dem Sicherheit versprochen, das, waö wirklich in seiner Gewalt steht, undwaS er ohne Beeinträchtigung fremder Rechte zu leisten vermag, zu erfül-len schuldig sei: und dann erst, wenn er ans solche Weise da sSeinige gethan, als von aller Verpflichtung entbunden betrachtet wer-den könne (also gerade das Gegcnthcil der Anschuldigung!). Der FreundHusens, der unstete und widcrspruchvolle H i er onpmus von Prag, warunberufen, ja wider den Willen seiner Freunde nach Constanz gekommen,hatte jedoch die Stadt bald wieder verlassen. Als er nun gewaltsam zurück-gcbracht wurde, widerrief er die Jrrthümer des Wicliff's und Hus feierlich;bald nachher aber bekannte er sich im Gefängnisse bei dem verschärften Rcchts-verfahren abermals zu jenen Doctrinen, und starb mit gleicher Standhaftig-keit den Tod seines Meisters (1416).

Bald nach ihrer Abreise von Prag war Jakob von Meissen (Jako-bcllus), Professor der Philosophie (s. 1460), mit ungestümer Ford er uugdes Kelches ausgetreten, weil derselbe zum vollständigen Genüsse beimAbcndmahle nothwcndiF sei, während. Johann Hus nur mitkirchlicherBewilligung denselben einzuführcn gcrathen hatte. Hierdurch erhieltendie Husiten einen sichtbaren Vercinigungspunkt, dessen sic seither entbehrthatten. Das Concil von Constanz untersagte in der 13. Sitzung (15. Juni1415) die eigenmächtige Anötheilung des Kelches, besonders darum, weilsich dabei noch eine falsche, die Kirche anklagcnde Ansicht geltend mache').

et alivs sasculi Orineipes Irasrsticis vsl Os Irasrssi Oiüdrnatis, znrtantos easOenisie a suis erroridus rsvocars, «inncungne vinciilo 86 aOstrinxerint, cnncesso,unllum liOoi catlrolicae, vsl zurisOictioui ecclssiasticao iiroesuiliciuin Asnerari,vel iuipeOinrentnur prasstari passe sive Oslisro Osclarat: gnanriuns salve Oict«cvnOuetu non alrstants liceat zuOici coinpslsnti scclssiastico Os InijiisiuuOipersouarum orrarilnis iininirers, st alias cantra aas Osliits prnceOvrs. eas-llomgns punirs, guantuur zustitia snaOsdit, si snes psrt.inacitsr rscnsavsrint,rsvocars srrerss, etiamsr Os salve cenOruOu cenüsi aO locuin vsnsrint suOicii,alias non venturi: use sic pramittsnlein, cmu alias Iscsrit gueO inipso est, sx lrec in aligne remansisss el>I!Zatun>. Bei o. ck. 7/crrvIt. 3. IV.x. 521. Ein anderes Dccret, daS der Protestant n. ck. Lrrclt. in dem ceOex ver-rianns fand u. zuerst hcransgab: chnunr tamsn .Inan. Huss tiOsin ertlioOoxarnpcrtinacitcr cemirugnans, 86 all nnrni cenOuctu ot privilk^ie rsOOiOcrit alisunnr,»sc aligua sid! NOss aut promissie <ls zurs naturali, Oivino vsl lnnnano Inoriti» iiraosuOiciuiu cailrelicao 60si nlissrvanOa, ist ans äußern und inner»Gründen offenbar unächt; cS hat nicht die bei den andern Dccretc» beigefiigtenUnterschriften, ». ist andern derartigen Bestimmungen des ConcilS widersprechend,daher ein Machwerk der Feinde der kathol. Kirche.

1) t'ene. konstant. Oscrotinn cenira cennnnnien. sul> utragus spscis paniset rini. (p. L Mu-ckt. 3. III. p. 646. V. IV. ,i. 333. //m-ckm«. V. VIII. x. 381sej. La.««;. 3 . XXVII. p. 727 Sy.) Es wird hier von denen, welche den Kelchverlangen, gesagt: I,anOaInIsni scclssiae consnertnOinsin (sul> nna spscis) ratin-nabiliwr apprnliatam (vgl. S. 390 u. unten §. 292. Note *) tangnanr sacrils-Min Oauinaliilitsr reprodars cenantnr. Dagegen sagt das Concil: 10t sicutbase evusustuOo aO svilanOnm aligna psricula 6t scanOala ost ratinnalnlitsr in-trnOueta, gueO licet in primitiva scclosia IinjnsmeOi sacrainentnnr rscipsrstnra üOxlidng sul> utra«ius speeiv, tarnen pnstea a cenlicieutilius snd utragno st