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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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687
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tz. 270. John Wicliff (1324-84).

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Einigung war in Griechenland nicht volksthümlich und wurde verworfen.So erkalteten die Abendländer gegen die Griechen immer mehr und konntenungeachtet der ernstesten Aufforderungen der Päpste dieser Periode bis aufAo X. zu ihrer Rettung nicht bewogen werden. Nach einem ruhmvollenKampfe fiel Ct. in die Hände der Türken (1453): Constantin XI I. Paläo-logus ward gctödtet, die herrliche Sophienkirche zu einer Moschee umge-wandelt!

Ungleich redlicher und aufrichtiger war die Vereinigung der M ar oni-te«') mit dem lateinischen Patriarchen von Antiochien (1182). Die Ar-menier^), stets der Hülfe des Abendlandes gegen die Muhammedaner be-dürftig, suchten ihre Bereinigung mit der römischen Kirche (seit 1145) auf-recht zu erhalten, welche ihnen ihre Landessprache bei dem Gottesdienste ge-stattete. Nach der erfolgten Vereinigung der Griechen zu Florenz erneuer-ten sie auf dem von 143945 fortgesetzten Co n eile ihren Bund(1439)I, was auch andere christliche Parteien im Oriente: die Jakobiten(1442), syrischen, namentlich mesopotamischen und chaldäischcn Christen(1444-45) der Union zuführte*).

Z w c i 1 r s C u p i Ir I.

Die häretischen Elemente nnd Sekten.

§. 279. John Wicliff (1324-84).

IVriiings ot .lulm Wüllll. I-ond. 830. /7s»r»o«« 77«M/rton (Canonicus inLeicester u. Wicliff's Zeitgen.), do nvoutilnm Xnsliao usgue ad a. 1395(Ivisdsn, 8<ripwr. Iimtor. XiiKl. I-oud. 652 1.) 77«»»».

(Bcncdictincr zn St. Alban nm 1440), liiur. Xnpdiea. mahn-. (Oamalenlseripwrvs roirim XiiKlioaruin. 1,uiul. 574. INrel. 602 1.) Die bcid. Haupt-1'carbcitnngen : 7,cMl«, löst vl ilu! Illv and sutldriirgL ol.I. VVicditl. 1n,nd.(720) 0x1.836. u. 7öo5. l^anA/ertn, lito and opinioir8 ol dolin d« 5Vz'elitlü.Inmd. (829) 831. 2''1'. sind vom einseitig Protestant. Standpunkte verfaßt.Vgl. auch 7>e ÄE'L/' Orone/na»,», dintObo in ,7. IV. relorm-rtioiii» pro-droini vituin. in^oniuin, 8<ripta. 'I'rss. 837. Weber, Gcsch. der akathol.K. u. Sekten in Großbrit. Lp;. 845. Bd. I. Standenmaier, Philo),des Christenth. Bd. I. S. 66782. Schwab, Gcrson S. 528-46.

Die Opposition der früheren Sekten gegen die Kirche nahm in dieserPeriode einen besonders hartnäckigen Charakcr an, zunächst in John Wi-cliff, in welchem sich die im Abendlandc fortwnchernden Elemente falscherPhilosophie nnd Theologie zn conccntriren schienen. Er war in der Graf-schaft Jork geboren (1324), und hatte in Otfford unter Thomas Bradwar-dinus aristotelische Philosophie und scholastische Theologie, sowie die Rechtestudirt, wobei er große Vertrautheit mit der hl. Schrift, dialektische Ge-wandtheit und Schärfe der Speculation bekundete. Schon als Jünglingsoll er in der apokalyptischen Weise des Abtes Joachim vvnFlorisdennahen Untergang der Kirche verkündet haben. Kühner trat er hervor, alsKönig Eduard III. (1350) auf Grund eines Parlamentsbeschlusscs ernster

1) lb/s/rek. 7)/,'. 66. XXII. r. 8. Vgl. Bonner Ztschr. H. 16. S. 232 ff.P. 17. S. 239 ff. (Munstmann^ über die Maronitcn u. ihr Vcrhältniß zurlatem. Kirche. (Tiib. Q.-Schr. 1845. H. 1. S. 40-54.)

2) Otto 70 dx,'i,s/., cNi-on. lili. VII o 32.

3) Bgl.^Äae'ck«.-». 37 IX. p. 101518. «k (.'»««. XIII. p. 1197.

4) Zunächst dknnrdmn pro -7aeoä/kr« (1441) b. 77arck«rn. I. e. p. 1021 8g. 7,aü5.

et Oas«. 1. x. p, 1204 8g. Ounstitutio pro dato kinlerruü 1444. b. 77a»-

»uin. l. p, 1039. 7.a55. 1. e. p. 1222 8g. eonstitatio pro O'/raickael« vt 77a-

». 14 ) 5 , i77aräu»n. I. r. p. 1041 8g. 7.«ää. ek OE. I. e. p. 1225 sg)