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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§, 278. Denkwürdigkeiten aus der gricch. Kirche.

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sei dies daS ungeschafsene Licht auf Tabor, jener Glanz, welcherden Heiland auf jenem Berge umlcuchtethabe." Barlaam glaubte bierin die Be-hauptung zu finden, daß dieses nngeschaffene Licht Gott selbst sei; und dasich außer Gott nichts Ungeschaffenes denken lasse, so beschuldigte er dieHesychiastcn des Ditheismus. Eine Synode zu Ct. (134t) entschiedzu Gunsten der Mönche und Barlaam mußte seinen Jrrthum bekennen; flüch-tig eilte er nach dem Abendlande und bekannte sich zur römischen Kirche.Aber sein Schüler, der Mönch Gregor ins Akyndimus, vertrat ihn,wogegeu die Hesychiastcn in Palmas, EB. von Thessalonich, einen Ver-theidiger erhielten. Eine zweite Synode zu Ct. hatte ebenfalls gegen Gre-gorius entschieden, wodurch stürmische Bewegungen veranlaßt wurden. Derneue Kaiser versammelte eine dritte Synode (1351), aus welcher der Haupt-punkt des Streites dahin formulirt ward: daß Palmas behaupte, die Sub-stanz Gvtteö sei von der Wirksamkeit Gottes unterschieden; es gebe aber »»ge-schaffene Tätigkeiten Gottes. Eine derselben sei das Licht auf Tabor ge-wesen. Die Gegenpartei crwiederte: die göttliche Substanz und die gött-liche Wirksamkeit seien nicht verschieden, und beschuldigte auch Palmas,gelehrt zu haben, daß man Gott mit leiblichen Augen schauenkönne. Die von beiden Parteien geführte Controvcrse schien ein leiserNachklang der früher» subtilen Erörterungen in der Glaubenslehre.

Weniger Glaubensinterefse, weit mehr Noth war es, wenn die griechischeKirche sich wiederholt der abendländischen näherte'). Als das lateinische Kai-serthum aufgehoben und Ct. wieder die Hauptstadt des griechischen Kaiser-reichs geworden war (1261), suchte der Kaiser Michael Paläologus,von Carl von Anjou, König von Sicilien, und dem lateinischen Kaiser Bal-duin II. bedroht, eine kirchliche Aussöhnung auf dem allgemeinen Concile zuLyon (1274) zu bewirken. Die Abgeordneten, worunter Georgiers Akro-polita, Unterzeichneten ein Glaubensbckcnntniß: worin sie den AuSgangdes h. Geistes von dem Sohne, auch den Primat des Papstes anerkannten,und nur die Beibehaltung der alten griechischen Gebräuche forderten (s. S.559.). Aber schon der Kaiser Michael »ahm die Zugeständnisse zurück, undnach seinem Tode (1282) ging Alles rückwärts. Bei der Verstimmung überjene Zugeständnisse wollte man den Kaiser schon nicht christlich begraben,noch für ihn beten. Erst bei der drohenden Gefahr vor den Türken wurdeein abermaliger Vereinigungsversuch gemacht, nachdem der griechische KaiserJohannes VI., Paläologus, selbst nach Rom gekommen war, undNicolaus v. Cnsa dann in Ct. dafür gewirkt hatte. Leider mischte sichnun die getrennte Basler Synodein diese Angelegenheit, sandte denGriechen sogar Fahrzeuge zur Ueberschiffung nach Basel. Doch bestiegen760 Griechen, der Kaiser Johannes Paläologus und der Patriarch Jo-seph von Ct. an der Spitze, die von Eugen I V. gesandten Schiffe zur Fahrtnach Ferrara. Hier hatten sich auf den Ruf Eugen's IV. theils von Basel,theils von anderwärts 160 abendländische Bischöfe versammelt und seit8. Januar 1438 das aufgelöste Basler Concil fortgesetzt. Zur zweitenSitzung am 15. Februar war auch der Papst bereits eingctrossen, und hatte

11 (geboren l568 auf Chios, seit 1600 zu Rom, 4 1669 im

Alter von 83 Jahren 1: äs sseässius ooisntulis st occiäsntalis psrpotua. conssn-siono. Ovlon. 648 4 : lirnscins ortlroäoxns seiäplsrss. lioin. 652 u. 59. 2 3?.4. Os provonsu Spirit, 8ti suekiriil. Rom. 658. Do utrinsqus soclss. in äsg-mato äs pnrgatniäo eonssnsions. Rom 655