684
2. Zeitraum. 2. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitel.
h.278.Dc»kwiirdigkciten aus d.gricchischcnKirchc, alsForts.zuz.207ff.
Die griechische Kirche hat wahrend ihrer Trennung von der abendlän-dischen Kirche nur ein träges Dasein bekundet. Nach den zum Theil nocheigentümlichen Schriften des Bischofs Nieo laus von Methone (f-nach1166)*) und des NicetaS Choniates (f-nach 1206)^*) beschränkten sichdie Hervorbringungen des wissenschaftlichen Lebens auf bloße Compilationaus der früheren kirchlichen Litteratur gleich den früheren Excgeten Oeku-menius, Theophylakt u. A. Der bestimmteste Ausdruck dafür ist die aufBefehl des Kaisers Alexius Comnenus verfaßte Sammlung') schlagenderStellen a»a den berühmten Kirchenvätern zur Widerlegung und Verteidigungaller H . welche E u th y mi u s Zi g abenus redigirte.
^ m erweckten die im Geheim fortgepflanzten älteren oder neu
en> rten. Unter den Paulicianern in Thraeien wurde zu Anfang
des l2»enJa o. durch den Eifer des Kaisers Alexi us ComnenuS (1081—1118) L asilius, das Haupt der Sekte der Bogomilcn*), umPhilippopolis entdeckt und verbrannt. Die genauere Untersuchung zeigte, daßdiese Sekte viele Behauptungen mit den älteren Massalianern (Katha-rern) und der syrischen (saturnimschen) Gnosis gemein hatte. Auf Befehldes Kaisers zeichnete Euthymius Zigab enus ihre Lehrsätze auf, worun-ter die aufgefundene AbschwörungSformel derer, welche zu den Bogomilcnübertraten, höchst charakteristisch ist.
Das Wesen einer andern Sekte, der Hesychlasten ('bl»^----^««),Quietisten d. i. d er Ru henden, scheint in einer Gefühlsschwärmereibestanden zu haben, welche von den Klöstern um den Berg AthoS ausging.Der Abt Symeou lehrte eine eigentümliche mystische Beschaulichkeit: derMensch solle sich für religiöse Betrachtungen zurückziehen, den Kopf auf dieBrust senken und auf den Nabel schauen, denn hier concentriren sich dieSeelenvcrmögcn. Anfangs werde man da Finsterniß, nachher aber ein um-strahlendes Licht erblicken. Viele verloren bei diesem Hinschauen das klareBewußtsein °). Der gelehrte Mönch Barlaam nannte sie spottweiseNabelschauer ('OuP«X>>stv^v,), und klagte sie beim Patriarchen vonCt. wegen folgender Behauptung an: „Das Licht, was sie in der Entzückungumstrahle, habe bereits viele umleuchtet, unter Andern den h. Antvmüö; es
b'ref. 825.-2) tibb. XXVII-, wovon nur die 5 ersten Bücher
in der Uebers. des iVv I'ar. 569. tibi. ?IV uuix. V. XXV.)
5) S2Z-04. Triebe-,-,'. '1'SI'AOV. 711. t lat. Sil. XilO, 5en.
555. lblbl. ?1V I-ugil. V. XIX) vgl. Ullmann, Nicol, v. Methonc, EuihpmiusZigabe». u. Nicci. Choniat. oder die dogmat. Entwickelung der griech. Kirche im12. Jahrh. (Sind. u. Krir. I. 833. H. .3.)
4) 51/eX IV6// / 7r-2i sei. Ilck.-rentt/Äkle.-r. Xil. 663.
Xnual.Loenn XIsx XV. p. 486 s>j,. Ihre Lehre in.KuÄe/m//Vnnaplin.IV II. 'lil. 23. blutxmii ÄKnbeiii uarratio >1« IlnMmilis, penmnn in 8 erm.o>1. <7/e.eeke/-. IV I. 4. Onsit. 84l. (Programnn. 1'nr8. II. kaett. 842. — Bt-arb. Ilt//, Inüt. LoMiniloi'. <Ü 88 . III. Vit. 712. Engelhardt, die Bogomilcntkirchcngeschichtl. Abhandlung. Erlang. 832. Nuin. 2.). Die Benennung erklärtIVeubvui, ^i^ubsnuL: n-/«o ^ - 7 /. 1 -Uo'-x/aL/.t- ,ul/.o"r
5) XVee)Vi. Xl, 10. lfiir Barlaam.,- t'antucuLen. II, 39 sg. gcg.
Barl, «beide im Vary, neriptor. bist. Ilv^. lioun. 828 sg. 1'. XIX. ng.) Actenbei 'IV XXV. — 1's/nnE, >ls tbsnl. cle-ermat. V. !. Iil>. l. e. 12 sg.
L-re/et/iarckt, Os Ile-Lvcb. lLrlung. 829.