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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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645
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z. 266. Verlegung des päpstlichen Stuhles nach Avignon re. 645

alleinigen Retter der erliegenden Freiheit gegen die kleinen Tyrannen. Alsdie Ghibellincn sich an den Kaiser, die Gneisen an Robert von Anjou,den seit 1309 vom Papste bestätigten König von Neapel, anschlossen, ent-stand zwischen beiden Häuptern ein Kamps. Clemens forderte sie zum Ge-horsam auf, mußte hier aber vom Kaiser hören: daß er als Schirmvogt derKirche, der kein Lehen vom h. Stuhle besitze, nicht in gleicher Weise wie derKönig von Sicilien dem Papste in weltlichen Dingen unterworfen sei.Und hier überschritt der Kaiser bereits seine Macht so weit, daß er überRobert die Reichsacht und das TodeSurtheil aussprach; doch starb er bald(24. Aug. 1313).

Anderweitig von König Philipp wegen der Angelegenheit des Boni-facius VIII., wie noch wegen der gefangen genommenen und incriminirtenTempler bedrängt, berief Clemens durch die Bulle kegnaiis in ooslisein allgemeines Concil nach Vienne. Aus demselben sollte außer den ange-deutcten Verhandlungen auch eine Reform in der Kirche bewirkt werden,wofür Wilhelm Durandus eine treffliche Abhandlung ausarbeitete^).Dieses von 114 Erzbischöfen und Bischöfen, worunter der Patriarch vonAlexandrien und Antiochien mit m. a. orientalischen Bischöfen, repräsentirte

Fünfzehnte ökumen. Concil (16. Oct. 13116. Mai 1312)erklärte nun zwar Bonifacius VIII. frei von der Schuld der Ketzerei'), mußteober dem Könige die Templer preisgcben* *). Dieselben waren der Häresie und

1) Ls modo eelebrundi gsnsrulis eonoilii sd. Drobus. kur. 545. u. oft. ml.s/'abre) kar. 671. vgl. TZFürfr, nnual. ad a. 13ll. nr. l.

2> Die Einl. zu dies. Conc. in der Bulle v. 27. Apr. 13ll. b. Nar,»a7ä ad

a. I3II. »r. 26 sq. Die Acten b. Mrnsr. 3'. XXV. p. 367426.

7. VII. p. 1321 61. Vgl. Frcib. Kirchenlcx. Bd. XI. S. 679688.

*1 Die Aufhcbungsbulle Xd providsm Lbristi b. Ackausi. 3. XXV. p. 389 sg.üarckuin. 7. VII. p. 1340 sg. Der Papst sagt: Ordinis statuin, babitum atgusuowen, non sine cordis amarituklinv et elalore et sacrn eonerlM,

non per mocluin deüuitas sentsntias, euin saiu super boc, sseundum inguisi-liones et proeessus super Ins babitos, »ou /erre eie )ure, ssd Lee

riam provrswnr« seu vrdmationis Xpostolieas irrskraßabili ne perpstuo vnli-turn sustulimus snnetione, ipsnm probibitioni perpeluae supponsntss. Ilvi-versa etinm bona ordinis prnolibnti Xpostolieus ssdis ordinationi st disposi-tloni Xpostolica auotoritate duximus ressrvauda. Die Unterdrückung schriebendie Zeitgenosse» der Habsucht zu, obschon die Güter der Templer größtentheilsdem Johanniterordcn zugewicsen wurden: V. Tbi/asr bist. Lniv. Lar. '7. IV. p.110. Xatak. Xk«wa»Är( b. e. sneeul. XIV. diss. X. de causa Demplariorum.Die Unterdrückung ward noch als ungerecht bezeichnet von Xnl!oi?ru§ 7>7oie»t.

b. ktaMÄck acl n. 1307. nr. 12. u. Drr'Kemr«» sch 1516). Vgl. 7'. 77upr»/.bist, ds In eonclsrnnntiou «Iss Vsmplisrs. Lar. 650. 4. erweitert Lrux. 751. 4.Kai/nonm'ck, inonumsns bist, rslntils n In cnudamnation des cbevalisrs duteniple etc. Lar. 813. LkMniner-L'r«/Mtrrk( mxstsrium Lapbometis (der Nameeines Symbols der Templer > rsvslatum, ssu Irarrss militias tsmpli. Vienuas818.; darauf erfolgten Gegenbemerkungen von Nai/»o»arck im dournal dessnvans 1819. u. v. Puttrich, Denkmale der Baukunst des MA. in Sachs. Bd. 1.Abthl. 3. S. 29. Die in neuester Zeit bekannt gewordenen französ. Quellenhaben ein wenig günstiges Resultat für den Orden geliefert, s. Tb einer in derTüb. Q.-Schr. 832. S. 681 ff. Auch das englische Werk: Üistorz' ot'tbsbnigbt templars bx 0. 6. XckfWon beschuldigt bei aller Parteinahme für denOrden die Templer eines gewissen religiösen Sccpticismus über die GottheitChristi; s. auch: IIsZIs st Statuts ssorets dss 3'sinpliers prsosdss ds Lbistoirsve I'stablisssmsnt, ds la dsslruetiou st ds la soutinuativu modsrno ds 1'ordrsau lemple ste. pur. 6. II. MrrAarcf cke OAamburs. Lar. 841. Vgl.