640 2. Zeitraum, 2. Periode, 1. Zeitabschnitt. 6. Capitcl.
Oliva wurde zerstört. Dies bewog den B. Christian und den Herzog Kon-rad von M asovie», die deutschen Ritter zu Hülfe zu rufen, die unterihrem Hochmeister Hermann von Salza erschienen (1226). Durch ihrenBeistand wurden viele Städte erbaut, und nach der Eroberung theiltc derP. Jnnocenz IV. das Land (1243) in dieBisthümer Kulm, PomesanienErmeland, wozu nach dem Kreuzzuge des Königs Ottokar von Böhmennoch das vierte Bisthum Samland kam'). Nach der Bestimmung desPapstes sollte den Bischöfen ein Dritttheil des Landes als freies Besitzthuiuzukommen; doch waren diese von dem Orden ganz abbängig, so daß dieserden widerstrebenden Bischof von Samland im Kerker verhungern ließ. Ausden Rath Ottokar's war die Festung König Sb erg angelegt worden (1255);bald brach jedoch die Empörung der Preußen gegen den Orden auf's neueaus (1260—75). Die völlige Besiegung der Preußen gelang erst 1283,und während des 53jährigen Krieges hatte für ihre eigentliche Bekehrungnoch wenig geschehen können.
tz. 264. Bekehrung der Mongolen durch Abendländer,
bibl, Orient. 1?, III, ?, 1, II, — IlosLsr,», bist, lurtaror, oeel,Heimst, 741, 4. mewoirss sur les rolatious pnbt, clos
priuces ebretivns avöe les emnorvurs blnnZnIs smomoir, äe l'Iust, deb'rance. ^catt, ttes iuscrixt. 822, V, VI, VII,)
Zuerst waren von der mvrgenländischcn Kirche Nestorianer in das In-nere Asiens vorgedrnngen, denen cs am Anfang des 11 ten Jahrh. gelang,einen tartarischen Fürsten nördlich von China zu bekehren und so das Landzu christianisiren. Der Fürst und sein Nachfolger sind dem Abcndlande unterdem gemeinsamen Namen PresbyterJohanncs bekannt geworden (pric-sterlicher König). Die aus dem Oriente kommenden Mönche und Geistlichenverkündeten freudige, übertriebene Hoffnungen für das Christenthum, EugenIII. und Alexander lll, ') versuchten das Reich mit der abendländischen Kir-che zu verbinden. Der letztere hatte von einem der nachfolgenden Königeeinen Gesandten empfange», den er zum Bischof consecrirte und zurücksandte(1177). Aber schon unter dem vierten Könige erlag das Reich der Erobe-rung Dsch inggiskhans (1202). Durch seine christliche Gemahlin wurdejedoch der Eroberer zur Duldung der Christen gestimmt. Die Gefahr, welcheEuropa durch die Verwüstung einer mongolischen Völkerwanderung drohte(1241), machte den Gedanken an deren Bekehrung noch reger. Daherknüpfte P. Jnnocenz IV. und Ludwig d. Heilige von Frankreich durchDominicaner und Franziscaner mit mehreren Mongolenfürsten Verbindun-gen an; doch nur die erstercn gewannen bei Gajuk, dessen Mutter einenestorianische Christin war, einigen Einfluß '). Bald überzeugten sie sich,daß das Christenthum nur wenige Wurzeln geschlagen, und man sich derchristlichen Priester neben den JmamS des Islam und den heidnischen Bonzenabwechselnd bediente. Nach den wenig fruchtenden Bemühungen Gregor'SIX, schien die Absicht des P. Nicolaus IV. ( 1288 — 02 ) für die katho
lische Kirche sich durch den Franziskaner Johannes von Monte Cor-
t) chWattcrich, die Grund, des dcut, Ordcnsstaaics in Preußen, Lcipz. 857,Nonunisnta, bist. IVsrmiens, etttt. IVvK-, <?t Krr/o, bloKniii, 858, — 2) Oila7'Vr'bÄr,/, VII, c. 33. (üb. Eugen) Laron, att a, 1177, nr, 33 sg, vgl. Gicselerin d. thcol. Stud. u. Kritik. 837. H. 2, S. 354 ff, — 3) L-n/natti, ml a, 1245,ur, 16 sg, üb. die Ziels, dies, Missionare VOroent, Leiionao, si>oeul, bist, I>b,XXXI. c. 33 sg. ck. ÄaMcrick. nä a. 1254, nr, 1 sg.