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2. Zeitraum. 2. Periode. I. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.
war auch kein Fcudaltribut, vielmehr nur ein Beweis der TreueErgebenheit und Unterwerfung unter die kirchliche Autorität des Oberhauptes(s. S. 422.). In Ansehung endlich einer vielfach urgirten Aeußeru»-Gregor's über den Ursprung der weltlichen Gewalt, hat der Protest«,,,Neandersich treffend dahin erklärt'): „Wir finden bei Gregor eine auchin andern Schriften dieser Partei ausgesprochene Idee, nach welcher diepriestcrlichc Gewalt als die einzige wahrhaft von Gott geordnete erschein,durch welche Alles wieder in das rechte Geleise zurückgebracht werden soll!„„denn die Gew a l t der Fü r st e n ist ursprünglich aussiind-hafterWillkür hervorg eg angen, indem die anfänglicheGleich-heit der Menschen beeinträchtigt worden durch Solche, diedurch Raub, Mord, Verbrechen aller Art sich über ihresGleichen erhoben;"" — eine Ansicht, in welcher man durch dieBe-trachtung des damaligen rohen Zustandes der bürgerlichen Gesellschaft be-stärkt werden konnte. Doch in andern Stellen, wo er sich nicht durch deuGegensatz zu dieser Schroffheit fortreißen läßt, erkennt er auch diekö ni g liche G e w a l t als e i n e von G ott eing esetzte an, welchenur in rechten Schranken sich halten, der päpstlichen über Alles gebietendenMacht untergeordnet bleiben soll. Er sagt, daß beide Gewalten sichwieSvnne und Mond zu einanderverhalten und vergleich, siemit den zwei Augen des Leibes." Für die Richtigkeit dieser Fassungspricht 1) Gregor'S anderweitig bestimmt ausgesprochene Ansicht von derNothwendigkeit eines innigen Zusammenwirkens der geistlichen und weltliche»Gewalt: „das weltliche Reich, sagt er'), wird ruhmvoller regiert, unddas Leben der heiligen Kirche wird um so mehr befestigt, wenn Priestechuniund Königthum durch Eintracht in Einheit verbunden werden;" noch mehr2) das, was er bei verschiedenen Anlässen zum S chutze der weltliche»Gewalt gethan hat. Nichtig glauben wir mit Hefcle') die Idee
>!osus vel xruollUs, guuo uxosloticus sollt ab alchuibus vlris voi inünerlM»ligiio toruxoro sunt oblutu voi oonoess», et in inoa, sunt vel tuoriiU MeskNc.itu oouvonmin cum xaxa, nt xerwulruu suirlisgii ot porllluonsm »minne me»enon inourrain, ot I)so suuotoguo Uotro nllsiivnnto < lullst» il^iimii Ixawmuot nlilitatoni urii>onllum - ot eo llio, (iiinullo üluni xilliuitns vlilorn, /MiteeKe,' »na»«.« meas »re?«- «»«et« ?'et,t ot r?k»rr» eFVe/an. Die sich mit diesemEide viel zu schaffen machten, hätten nur nicht unterlassen sollen bcizufügcn, m;uGregor in diesem Briefe unmittelbar darauf den Bischof von Passan autonsm,gleichsam als fühle er, man könnte durch Mißverständnis« an diesem Eide Aufmnehmen: Verum gnouinin reli^ionem tnum »xostolioas sollt üllsleni et M-wissts teuemus st oxxorlmentis non llnllltninns, els bis si eiuill utiuuenil,»»vsl unASnlluin esnsueris, non turnen Kraste-'urts.so r»ts</ro Fäetitaiis moeiset obeckrentrae K»°o»ttss,o-,e, Koksstatt tune et g«a»r beako Betro «ich«,eninmittimns I. XX. x. 343. LarÄutu. V. VI 1b I. x. >481) ll»d
dieses ist im Grunde nichts Anders, als was Heinrich II. dem P. BenedictVIst.gelobte; s. oben S. 453.
I) Vgl. Ncandcr, KG. Bd. V. Abth. I. S. 112. d. woblf. Ausg. - 2) 6-eM-8xx. lib. I. ex. 19. ull u. 1073. — 3) Hcfclc in d. Tüb. Q.-Schr. Jahrg. 8RH. 4. S. 676 ff. In ähnl. Weise fallt das Streben Gregor's auf Luden, Gcsch.des tcut. Volkes. Bd. VIII. S. 468 u. 47 l. und Rühs, Handbuch der Gcslt.des MA. 2. A. T. 367. Der letztere sagt schließlich: „Um Verwirklichung dichtsdargclcgten) Idee, nicht um die Befriedigung eines eitle» Ehrgeizes war cS clnci»Manne zu thun, den die nüchterne Klügelei einer modischen Astcrweishcit u. cl»cunverzeihliche Verwirrung von Begriffen, die aus seine Zeit keine An-wendung finden, nur zu oft herabgesetzt u. falsch gewürdigt hat."