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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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z. 207. Trennung d. morgen- und abcndl. Kirche; Photius.

'lutcrschrift, weil er sie nur aus Furcht vor dem Tode geleistet habe. DieHveichigigkeil Bcrengar'S, wenn er in Gefahr war, und der Wortbruchund die Treulosigkeit, wenn er sich wieder frei sah, wirft auf seinen Charak-N einen um so größeren Schandfleck, als er sich dabei stets mit seinem Ge-wissen abzufinde» wußte. Er berief sich auf Aaron, der aus Furcht vor denMeliten ein Götzenbild gemacht, und auf Petrus, der aus gleichem Mo-nde seine» Meister verleugnet habe. Indem er auch noch den P. Leo IX.

nontlkex, sondern einen poiiipilex, die römische Kirche nicht die katho-lische sondern die satanische nannte, wurde er in gar vielen Beziehungenein Vorbild für spätere Jahrhunderte. Als sich seine Polemik gegen die Kw-chenlehre noch steigerte, und er vom Könige Frankreichs zu Agitationen ge-uen die Kirche mißbraucht wurde ), rief ihn der nun zum Pontisicate ge-langte Gregor VII. nach Nom. Hier mußte er vor einer Synode (1078)beschwören, daß das Brod nach der Consecration der von Maria geborneLab Christi sei; und, um gar keine weitere Ausflucht zu gewähren, noch dieFormel unterzeichnen (1079): daß Brod und Wein ihrer Sub stanz nachi den Leib und das Blut Christi verwandelt werden. Am schwersten wurdedein hochmüthigcn Dialektiker das Bekenntniß, daß er geirrt habe. End-lich zog er sich,^ durch Alter und Sorge gebeugt, zu einem Stillleben auf derMl St. Lome bei Tours zurück. Hier siegte er über seinen Ehrgeiz,gelangte zu der richtigen Ueberzeugung, und starb als ein Beispiel beson-der» Bußeifers unter dem Segen der katholischen Kirche (1088) aus-mfend:Heute wird mir mein Herr Jesus Christus erscheinen, entwedermeiner Buße wegen, wie ich hoffe zur Glorie, oder wegen Anderer (dieer zum Jrrthum verleitet), wie ich fürchte zur Strafe."

Zcchslcs Cnpitcl.

Denkwürdigkeiten aus dev griechischen Äirchc.

§. 207. Trennung d. morgen- u. abcndländ. Kirche; Photius;

VIII. ö kn men. Co »eil.

!. Kuitä ep.. ökontaertO-rs. Uvuä. 651- k Xst'cetae Havrck/s vita s. >sita-wen 8. Izuatü. I. XVI. x. 209.) epv. Itoman. pautik. st neta

s^uoä. V. XV. XVI. LM'cknOr. V. V.)

II. bco (um 1640), «Io aeel. aeeläeut. vt arisnt. psiffistua soussus.

I'v!. 648. 4 MOmöottNA, 8. ,1., last äu sullisme Oes Orues. I'nr. 677.deutsch v.Menscr. Aachen 841. 2te bis auf die neueste Zeit sortgcs. Ausg.>853. Materkamp, KG. Bd. IV. S. 359448. -j-Theiner, die neuestenZustände d. kathol. Kirche beider Ritus in Polen u. Rußland. Augsb. 84l.S. l ff. (äm/er. läst. Oe Vlmtius. II. Vor. 845. 7V<7u>a prael. ff. e.I'. II. k. II. zi. 82124. *Hcfelc, Concilicngcsch. Bd. IV. S. 218 ff.Außer den seit der Synode von Sardika bis zum Bilderstreite oft her-vorgetretenen Differenzen der griechischen und römischen Kirche erweckte nochdas entschiedene Anschlicßcn des Papstes an das abendländische Kaiscrthumund das dadurch steigende 'Ansehen desselben eine größere Abneigung bei demgriechischen Kaiser und dem Patriarchen von Et. gegen Rom. Unter demsnngcn ausschweifenden Kaiser Michael III. suchte sein Oheim und Erzie-her BardaS die Zügel der Regierung an sich zu reißen, und wirkte bei Ehr-

MMidus saceräotum traeta-'r', /ra-igr et Fckeln«»» cie»trbas atter/, furaus zmrenmtluii st Iwinousiou Triuitatbm ot per Irave saorosaiicta Olrrlsti svaugeliauit) Bgl. Gfrörcr, allgcm. KG. Bd. IV. Abthl, I. S. 513.