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§. 206. Zweiter Abcndmahlstreit durch Berengar von Tours.
^abrb. Berengar von Tours, vor. Er hatte sich unter Fulbert vonCbartres wissenschaftlich, besonders in der Dialektik, ansgebildet, wurdeM 1031) ScholasticuS der Schule von Tours und (seit 1040) Archidia-klius in Angers '). Zn der Hauptsache nahm er die Vorstellung dcSScotus Erigena wieder auf H ; doch wagte er bei seiner frühzeitigbervortrctendcn'hochmüthigcn r ati ona list i s ch en G ei ste Sri chtung ')noch stärkere und entschiedenere Acußerungen gegen die Verwandlungslehrc.Cr leugnete die Verwandlung im eigentlichen Sinne"),nämlich des Wesens der irdischen Elemente, und nahm nur eine solche Ver-wandlung an, wie selbe bei andern Sacramenten durch die Heiligung derMeric des Wassers oder Oels, stattfindct, so daß diese der Träger einerOberen 'Kraft wird. Den Ausdruck Verwandlung behielt er nur bei, umnicht zu sehr mit seiner Ansicht gegen die herrschende Kirchcnlehre zu ver-stoßen, schien aber darunter zu verstehen: daßdurch die geistige Ge-genwart Cbr i sti und den Glauben daran die Wirksamkeitder irdischen Elemente verändert werdet). Daß dies die An-
l, Mer Bcrcngar's Leben vgl. bist, lirmairs ,1s Israucs. VIII. p. 197 sq.
lioronuarius lloannis 8ooti lections all liano nelariain ilsvolutns ssteeeumi. Ill»n b'rane. Iiist. truAin Aber Berengar selbst bekannte sich als An-hänger Erigcna's: 8t baorstü um balms -loannem. oujus sentsntias lls enolia-eiülm grlilaunu?, lialumllus k.ilu sst basrotuus Ambrosius, IIikron)'mus, /^.UAU-zlinu> ul. ,ls enodoris raisam. ssp. all I-rmtranc. b. Larckur» V. VI. k. VI.p will) vgl. Daip all llarou. anual. a. 1050. ur. VII. Auch bediente sichSmngar derselben falschen Methode bei Behandlung positiver kirchlicher Lehrenioie Scotus. Denn Lanfranc klagt llo euobaristia c. 7. über Berengar: 11s-iietis saeris au, toriratiluis itll llialootioum oouluAium tacis. lüt quillsm llomMoria ülloi aulliturus ac- rssgonsurus, qnas all rem llebsaut psrtinsis.mnüeul aullirs ao rosponllsro saoras auotoritatss, quam llialsctioas rationos.Also gerade so wie der muAissor Vlorus über «cotus Erigena klagte s. S. 499.Note l.
Z> Der B. Guitmund berichtet üb. Bcrcngar's Studien: Oum .iuveniles«ilme ü> soliolis UASrot annos, ttt Lttt» Ot!?e nonerant, lllatns in-
xenü lovitato. ipsius maAistri ssnsum non allen ourabat, libros insugsr ar-tinm contoumsbat, und fährt dann unten fort: Oum gor so atlinAsro gbiloso-glüae nltioris scerota nun gosset., nsqus onim Homo ita a< utus erat, ssll utwnc to.mgnris liberales artes intra Dallias geue obsolevorant. , novis saltelnrerbornm intorgrvlationibns, quibus etiam nune »iminm Aaullst, siuAularisseiemiao silii laullein irrrogare et .sujuslla.ni sxssllontias glnriam vsiueri qua-literennqns gut.orat. alleskalult.
4> bnitumnll sagt I. e. : uam 6o.ronAaria.ni omuss guillom in lios souve-niunt, -»tu panis et v»»«n eMeutlak/ter non »rutauknr.
Der wankclmüthigc und schwankende Sinn Bcrcngar's ist Ursache, daßman üb. seine eigentliche Borstcllung v. der Eucharistie zwei verschiedene Ansichten«crtheidigt: l) als habe er nur die Transsub stantiatio», nicht aber diereale Gegenwart Christi in der Eucharistie geleugnet, sondern eine Art lutheri-scher Jmpanationsthcorie gelehrt; 21 als habe er auch die substantialc Gegen-wart geleugnet und die Einsctzungsworte wie Zwingli tropisch erklärt. In erstererBeziehung heißt cs b. Illartene st De» a»ck stbesuur. nuv. ausialotor. V. IV. g.ßö): 6x lioc lnco st ox sugorius llictis gatct. Zersnzariun, rsalsm, ut ajunt,Oüristi prasssnti.im allmisisso in blucbaristi.a, ssll transsubstantiationsm gras-sertim oum nsAasse, ill quoll probat multisquo sxsmplis llenionstrat uostcrllabillonius in praskat. all sascul. VI. orll. 6snoll. Und berichtet:
mnltui» in lioo. llillsrunt (DsrouAariani), quoll alii nibil omnino lls oorgors stkanguins Domini saoramsntis istis iussss, ssll tantumwollo umbras base etnzurns osso lliount. ^lii vorv lliount, ibi oornus st sanAuinoni Domini rs-