§. 205. Erster Adcndmahlstrcit. Paschasius Radbcrtus
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md wirkliche Gegenwart Christi im Abendmahle festzustellen, und zu diesemBebufe habe cr gerade die unbedingte Identität des eucharistischenMs mit dem aus Maria geborenen, gekreuzigten und auferstandenenLeibe Christi behauptet, so wie auch, daß die Eucharistie veritas und li^urnmelcich sei. Doch sei es ihm nicht in den Sinn gekommen, die formalenlluterschiedc beider zu verkennen und zu leugnen, daß die ErscheinungsweiseteS physischen und des eucharistischen Leibes eine andere sei. Ganz mitUnrecht mache man ihm eine grobsinnliche Vorstellung der Kapharnaiten zumVerwürfe, die er ja ausdrücklich verworfen habe.
Zn der That dichteten die Gegner seiner Darstellung einen sinnlichenGenuß a», und suchten darzuthun, der sacramentalische Leib des Herrnbabe Eigenschaften, die dem, der einst aus Erden gewandelt, nicht zukämen.Sie drangen, einige Stellen des Augustinus und Hieronymus an-ziehend, auf Unterscheidung des natürlichen, sacramentalischen undmystischen Leibes Christi (der Kirche). Der in der Eucharistie enthalteneLeib Christi sei zwar eins mit dem von Maria gebornen der Natur nachjml ualiter), aber der Erscheinungsform nach (spsciulitor) verschieden.Zu dieser Weise ließen sich einige unbekannte Verfasser vernehmen, dannRabanuS Maurus, EB. von Mainz. Am entschiedensten aber wider-sprach Radbcrt's lange unbekannt gebliebener Klosterbruder Ratramnus(s 866! durch die Behauptung : man müsse die sinnliche und sacramentalischeGegenwart unterscheiden; das Saerament bestehe aus zwei Theilen, demBilde chpm'i», inmMj und dein, was abgebildet werden soll (vorilrrs, resüscrinnenti ; darum betonte er die s 0 rmale Verschiedenh eit des phy-sischen eucharistischen Leibes Christi, welcher letztere nicht unter seineneigenen, sondern unter den Formen von Brod und Wein erscheine. Imklebrigen aber ist der Verfasser sehr dunkel, sowohl hinsichtlich der Geg-ner, die er bestreitet, als auch der eigenen als -richtig verteidigten Ansicht.Den Gegnern legt er zur Last, daß zwischen dem, was äußerlich erscheine,n»d dem innern Wesen des Sacramentes gar kein Unterschied bestehe, keineFigur und Verhüllung stattsinde, wornach also dem Glauben keine Functionmehr übrig bliebe'). Aber wo er bei der Darlegung des Inhaltes des
l) Ille panis, >iui per saosrdotis ininistsriuin Obristi earpus silioitur, aliude.rterrua luunanis ssnsibus osteudit, st aliud r'nterru« lidslium vrsntibuseinmal, kanis illo vinuinijus llgurats 6brist! eorpus st sanZnis sxist.it. —kliristi rorpus st sanZuis nun sunt idsrn, lprod oernnntnr st guod crsÄuir-t»r. 8osu»ilum suiur liuod oornuntur, corpus pascunt oorruptiliils, ipsa oor-ruptibilia; sscunduni vero (^und crsduntur, animas pascunt in aetsrnum vieturas,iM iwmortalia. — 2-tAernnt autein a se .speeie« st uerrtas. tzuaproptsrclirpns st s-nuZuis. (,nod in scclssia Zsritur, ditksrt ab illo corpors st san-Miiis, Mod in Lbristi oorpors ^ver rstmi'reetroirei» Alorr^catmw eo§-iwscitnr. Lt lins oorpus pi^nus sst st vsritas, illud vero ipsa vsritas. —Viilsmus itagus inulta ditl'srsntia ssxarari inxstsrinin sanZuinis st corporiskbiisli, ,pivd nunc a tldslibus sunritnr in eoolssia, st illud guod natum sstde.llnria virMis, gnod passnin, guod sspultuin, guod surrexit, <tuod ooslos^csnilit, guod ad dsxtsram katris ssdst. — Nun aber argumcntirt Ratramweiter i Oisnnt, ^uod nulla sub liirura, uulla sub slsvations trat, sed ipsiusreritns nuda manitsstations psraxatnr. — (8scl> si liZurats nibil bis acoipia-wr, seä totuin in vsritats conspioistur: -u7ri7 irre Fckes operatur. I7am siunsres, (licsrss, ru'äeo, non dicsres, orecko, corpus sauZuiusingus ssss Obristi.»Mc nmsm guia Fäss totuni gnidguid illud sst aspioit, et oculus oarnis nibilNMsbendit, intslliZs, guod non in spsers ssd in vrrtnte corpus st sangnisbunsti sxistant, guas csrnnntur. — lüt siont non eorporalrter, ssd svintua-.