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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 203. Theologische Literatur und Schriftsteller.

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der?) die Lehrer, die ihn geleitet, die Freunde, die ihn berschen, die Schüler,die ihn gehört, daü Ende, daö ibm geworden, Alles ist in Räthsel und Unge-wißheit gehüllt, und vermehrt den Zauber seiner Erscheinung. Er war derErste der Abendländer und noch 3 Zahrh. hindurch der Einzige, der, überdie Grenzen der Logik und Dialektik binauSreichcnd, metaphysische Grund-lage» für den Bau eines zusammenhängenden philosophischen Systems ver-wandte, aber auch glücklicher Weise der Einzige, der über den Schönheitenund Tiefen alter heidnischer Weisheit d er Wahrheiten vergaß, die in derOffenbarung Cbristi als deren innerstes Fundament ausgeprägt lagen : derLehre von der wesenhaften V crsch c ed enh citG o tteS nnd d er Crea-tur, des Geistes und der Natur. Denn das in dem Hauptwerke>äe än'isivnk- nritmiio) entwickelte System ist derartig pantheistisch, daßdie Unterscheidung Gottes und der Welt nach dem philosophischen Stand-punkte Erigena's durchaus unmöglich ist. Gegen die zur Abwehr vorgebrachteDeutung dergöttlichen Meta pl, er" bei Erigena ist zu bemerken, daßnicht der Pantheismus, sondern der Theismus das Metaphorische, nur un-eigentlich Gemeinte in Erigena's Hauptwerke ist. So wurde Erigena derVorgänger wie der pantheistisckcn Sektircrci dcö MA., so der Häresie Be-rengar's in der Abcndmahlslebrc, und gab indircct noch Veranlassung zu denspätem unwahre» Lehren über das Verhältniß des Glaubens zum Wissen,über die Natur dcö Bösen und über die göttliche Prädestination. Es wurdenseine Schriften deshalb in der Folge mehrfach verdammt. Mit den bessernElementen wurde Erigena der Vorgänger der spätern Scholastik und Mystik,wie er auch bereits deren hauptsächlichste Lebensfragen : die VerbindungderSchvlastik mit der M » ftik, die in dem Streite über die Universa-lien festzuhaltende Art desNealiSmus vorzcichnete (s zw.870880s. Ne-ben Erigena stand Mann on, der den Timäus des Plato übersetzte; ihnengesellten sich viele edle Flüchtlinge aus England wegen der Raubzüge derDänen, und aus G ri e ch enl and bei der Verfolgung der Bilder in Frank-reich bei.

Nach Carl's d. Kahlen Tode (876) verschwanden die Nachwirkungen derThätigkeit Carl's d. Gr.; die nächstfolgende Zeit bis Otto l. war mit Sce-ne» des Schreckens erfüllt, wie sic germanische Völkerstämme nicht weitererlebt. Damals lag die Wissenschaft darnieder, sie hatte die Höfe der Königennd die Sitze der Bischöfe verlassen; aber in einsamen Klöstern wurde siegepflegt. DaS Kloster St. Gallen, durch Gebirge vor den Anfällen derFeinde und dem Einflüsse verderbter Sitten geschützt, hatte fliehende Schot-tcn gastlich ausgenommen. Durch sie entstand ein ernstes und gemüthlichesBemühen für Kunst und Wissenschaft; ebenso in dem benachbarten Rei-chbnau'). St. Gallen zählte die meisten bedeutendsten Schriftsteller des19. Jahrhunderts: Eccehard I. (von Kaiser Otto 1. wie vom P. Jo-hanneo Xll, wegen seine r Kirchenlieder und anderer Werke ausgezeichnet);

K ^ ^'SnoHrc,!. ,-urs. D 122. l>»r. 853. - Pedcr Hport, Joh.

Ursprung einer christl. Philosophie n. ihr. heil. Berufe,-rJoh. Scot. Erigena n. d. LSissensch. sr. Zt. 1.L E » . Philosophie d. Christcnth. Bd.l. S. 536-632. An-

ncciultatc bei Hock, Joh. Scot. Erigena, Beitrag z. Gesch. der christl. Philos.Ztschr. ,H. lg. S. 33 ff., chMöller, Joh^Feot. Erigena u. sne.

844. Os vit-i styoas> optis 8eoci Lonnav 1845. u. beicc u Scotus des Freib.-Kirche»lenk. Bd. IX. S. 882 ff.

uev. die folgenden Schriftsteller s. das Ausführliche bei He fele a. a. O.