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2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Capitel.
wickeln. In Ermanglung von Andachtsbüchern erhielt das Volk damit eineangemessene und entsprechende Gebetsweise. Einflußreich dafür war noch daßseitdem Jahre 1000 der Samstag der h. Jungfrau Maria gewidmet'warund daß Petrus Damiani ein besonderes Officium (oMeiumverfaßte, das er zunächst in den italienischen Klöstern verbreitete. Auchdurch die im 11. Jahrh. hie und da üblich gewordene Beifügung des enali-schen Grußes an das Vaterunser wurde die Verehrung Mariä noch gesteigert
Weniger fruchtbringend zeigte sich die Verehrung der Reliquie»von Christus und frühem Heiligen; denn diese nahm hie und da eine über,spannte Richtung '), und wie früher mußte auch jetzt dem betrügerische«Spiele und Handel mit falschen Reliquien gesteuert werden. Aechte M.quien wurden oft durch außerordentliche Preise und Opfer erworben') Mzu mannigfachem Gebrauche: zur Einfügung in die Altäre, bei Fürbitte»Umgängen re. verwendet. '
Eine gleiche Vorliebe gab sich von dem höchsten bis zu dem niedrigste»Stande für Wallfahrten kund; da sah man besonders nach JerusalemRom, Tours in Frankreich, Compostella in Spanien, St. Galle«in der Schweiz zahlreiche Pilger ziehen, theils um schwere Sünden zu b«.ßen, theils Gott für große Gnaden zu danken oder ihre Andacht zu belebe«.
§. 202. Die kirchliche Disciplin. Vgl. S. 403.
KeAmo ^.bbas. krumisu., äs äiseiplina scelss. Vsterum prassortim 6erm-uor. libb. II. s. oben vor § 169. Hbrr b. Lturatori. a,i-
tig. Ital. msclii aevi 0'. V. p. 719., auch z. Theil bei 7>/arto»e de »mi-guis secl. ritibus. lib. I. c. VI.: .,!)« ritibus aä sacramont. poeoit.spsctautibus" (sä. löassani 788. 0?. I. p. 259 sg)
In den vorgeführten 3 Jahrhunderten, in welchen die Zerstörung undVerwirrung aller Verhältnisse bisweilen den äußersten Grad erreichten, Wis-senschaft und Sitte zu Grunde richteten, bedurfte es kräftiger Zucht »»bHeilmittel. Mit der verwilderten Generation mußte die Kirche in ihmStellung als Erzieherin ganz anders sprechen, als zu den ästhetische«Griechen und den gesetzlichen Römern. Doch muß man auch hier das!>.,
10. u. 11. Jahrh., so wie die einzelnen Länder von einander unterscheide«.Denn unter der Negierung Ludwigs d. Fr.bekundete sich noch mannigfachund wiederholt der Einklang der geistlichen und weltlichen Gewalt uns diedarauf gegründete gegenseitige Pflicht des Beistandes und der Untersuchung.Diese Theorie von der gegenseitigen Aushilfe beider Gewalten wurdc.z«
l> Zu Vendome verehrte man 8. lucig-mu Okristi (vgl. 7V»'sr«, äiss. Mla saints lärme äe Vsuäüme. kur. 699. 12. lUaäl/lon, vsuvres postluimes I.
11. p. 361 8g), zu Reichenau sauguis Öbristi (vgl. Herma». Oontract. abu. 923.) Uebcr die Feuerprobe der Reliquien s. Ma-rtto», äsxrobatiouereliguiaruin per ignsm hint. sein. lib. äs cultu 88. iZnotorum und den »»»-leet. sä. II. x. 568 sg.
2) Vgl. KFbert. Ksmblao. aä a. 929.
3) Oapitulurs ann. 823. e. 6. Vobis vsro Lomitibus äioimus vosgus com-mouemus, guia aä vestrum Ministerium msxime psrtinst, ut revsrsutiai» etbonorew sanotas Osi bleclesias exbibsatis, et cum blpiscopis vsstris concor-älter vivatis, st eis aäjutorium aä suum ministsrium peraZenäum praebeam,et ut vos ipsi in ministerüs vsstris pacsm st sustitiam laciutis ote. c. Sblpiseopis iterum, ^.bbatibus et vassis nostris et omnibus üäslibus lnieis arcimus, ut 6omitibus aä sustitias kacisnäas aäsutorss sitis. o. 10. Upiscoinvsro vel Oomitss et aä invicsm et cum caeteris üäslibus eoncvräiter
et aä sua millistsria. psraZenäu vieissim sibi aäsutorium kerant.