§. 201. Der Cultus während der ganzen Periode.
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die tägliche Commumon und Austheilnng des Kelches durch den Diakon be-echnet ist, und endlich vorschreibt: die Hostie durch Emporbebung dem Volke-eigen' und dann nach den neun Mysterien Christi: der Menschwerdung,Gelmt, ' Beschneidnng u. s. w. in ebenso viele Partikeln zu theilen ).Anstatt des „Itr »lissn esl" wird gesetzt: 8oloiiiiiiu 00 , 11 ;,lein 8>mt iri uoiii.!>vm. iiontii I. «ttir. oder in ähnlicher abgekürzter Weise.
Neben dieser Hauptandacht erfreute sich das christliche Gemüth des Vol-kes besonders an der Verehrung der Jungfrau Maria und Verherr-lichung derselben durch unvergleichliche Hymnen«'). Man begann jetzt,ihr den glorreichen Gruß des Engels „Gegrüßet seist du Maria, voll derGnade der Herr ist mit dir, du bist gcbcncdeit unter Len Weibern," infreudiger Wiederholung und steigender Andacht zuzusenden, und durchAnknüpfung der wichtigsten Ereignisse aus der Geschichte des göttlichen Er-lösers ibr einen Kranz oder eine Krone von Rosen zu flechten. Diesesspäter vollständig ausgebildetc Ro scn kranzgeb et leoioim lKuiigim, ro->mni», ,nmlteiii>m 8t. Virchiiiu) ist nicht erst von den Arabern nachden Kreuzzügen hcrzuleiten, da es lange vorber im Abendlande bestand, undimbrscheinlich mit dem Mönche Makarius d. I. im 4. Jahrh. seinen An-fang nalun ). Derselbe sprach des Tags 300 Gebete und warf nach Vol-lendung jedes einzelnen ein Sternchen aus dem Schooße, in welchen er 300solcher gelegt hatte. Dasselbe erzählt Palladius von dem Abte P aulu.s indcrWstc Pherme, und im Abcndla.rdc findet sich in den Pönitential-Büchernhäufig als Buße vorgeschricben, 20—30 Paternoster zu beten '). Dieerfinderische Liebe kam in England bald zu der Paternostcrschnur < OelliOmii— einmibmi. Gürtelschnur), und die Richtung der Zeit begann dann dieHmn des Rosenkranzes zur Verherrlichung der Jungfrau Maria zu ent-
1) Die Benennung .,mozarabisch" wie krlniair.iboü, will CB. von
Mrv (4 1245), in sein. bist, lli.-griu. II!. 22. deuten ^lixtiorubes, >rn grr,ckoiixb 4r,iI,Hms «unvivelniiu: besser von Xrnlü blnotornbu abzulcitcn (i. e. tti .>»siiü> im Gegensätze zu Xruln Xrilri. > s. >4>l. ?,>,,>< teil 8z,e-. bim trulmui.Oxo,i. 859. 39. Unrichtig wird die niozarab. Liturgie dem b. Isidor zuge-
fchricben. Cardinal Ximene; stificie in Toledo eine Capelle, worin der Gottes-dienst nach dem -Ni'-i» N-./urubie» gehalten werden sollte. Das dazu gehörigeUüsale gedruckt 'IXIeu !5l)0 und das ttrevinrium l502. Do-tol öli^sute niix-tn» üiituui A»2.r,--i>»-s, Ittnnae 755. 2 '!'. 4. vgl die Draowtivnes, 7ru<nutuseie. zu den Bollandisten I'. I.I. p. 465 538. und Xctu 88. m. cknlü VI.Karte»«, ck-- «minuin e,,I. rltib. Ill>. l. e. IV. urt. XII. zl. I. p. 168—173)Hefele, Cardinal XimeneS S. 158 ff. 12. Ausg. S. 147 ff.)
*i Die bekannten kirchlichen Hymnen: 8-rIv« rszkur — .4v« nurris stell-r —4>mo reill-injuoris muter — vielleicht auch Omni Um Uie Narius u. A. stam-»>cn sämimlich aus diesem Zeitabschnitte v. 9—tl. Jahrh.
2) DaS Officium schreibt sich zunächst wohl aus den Lobgesängen her, wie sie
ßä> schon in dem Capitel des h. Ulrich von Augsburg 924 vorfin cn. Vgl. ffcka-lsl/. anu 66. XI.II. ur. 71.: der Samstag Maria geweiht nach Dstrl
nzmoe. XXXIII. , . 3. Dieses Oilieium machte Urban II. auf dem1»»e. Otawumnt. 1095 dem Klerus zur Pflicht. Die unten erwähnte Beifügungda salmmio uuZslicu zum Unter uostor geschah wohl zuerst in den englischenitlestern. Bgl. I. c. lib. DVIII. ur. 69—70. ml u. 1044 Uebcr das
durch de» hl. Dominicas im l3tcn Jahrh. in der jetzigen Gestalt ausgebildetcMenkranzgebet vgl. s- Dinterim, d. vor.zügl. Denkws Bd. VI. Th. I. S. 89
IR. ) Die Noscnkra n za nd ach t, eine religiöse Betrachtung. Tüb. 842.
3) Du 7>>es»e. Glossarium msck. et ink. tutiuit. s. v. ea/retti/m, witl dahepdm Ursprung des Rosenkranzes von dies. Pönitcntialacte herlciten.