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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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486
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486 2. Zeitraum, t. Periode 2. Zeitabschnitt. 4. Capitel.

der Kindertaufe bis über ein Jahr hinaus hart bedroht werden I.über Saumseligkeit gegen das Sacra mentderletztcnOelung wurdemehrfach geklagt. Jonas, B. von Orleans, macht den Gebrauch dervon den Aposteln überlieferten Salbung der Kranken durch den Priester mPflicht, was die Synode von P avi a (850) nachdrücklich wiederholte'nur Kranken, welche der h. Communion nicht würdig erachtet würde»sollte die priesterlichc Salbung nicht gespendet werden 0- Den immerhäufiger werdenden Ehen zwischen Verwandten steuerte die Kirche kräftigverweigerte ihnen bald die sacramentale Benediction, und he!drohte die zuwider Handelnden mit Ercommunication; auch der weltlicheArm verhinderte in Uebereinstimmung mit der Kirche die Eingehung solcherEhen. Es wurde die Verwandtschaft bis in den si ebeuten Grad althindernd bezeichnet'), doch später auf dem vierten allgemeine» Lateran«»,eile (1215) auf die vier ersten Grade beschränkt.

Wie zu Anfang des Christcnthums war auch jetzt die Feier der Eucha.ristie der Mittelpunkt der gottesdienstlichen Versammlungen, und dabeiderGebrauch der ungesäuerten Oblaten entschieden vorherrschend. DieCeremonien wurden dem großen Geheimnisse, das durch die von Radiertund B er eng ar angeregten Bewegungen sich den Gläubigen in seiner volle»Bedeutung und Erhabenheit erschloß, immer entsprechender und ausdrucks-voller. Zarte Gewissenhaftigkeit und Besorgniß, etwas von dem BluteChristi zu vergießen, veranlaßte den Gebrauch von Trinkröhrchen oder detEintauchens der consccrirten Hostie in den consecrirten Kelch. Aber »ochdie Synode von Clermont (1095) verordnetc'), daß jeder ohne besondereNoth den Leib und das Blut Christi getrennt empfangen solle. Währenddie römische Liturgie fast in allen Nationalkirchen gebraucht wurde und auchdie slavische größtenthcils verdrängt hatte, erhielt sich ungeachtet vielfacherBestrebungen von Rom aus die moz arabische bei den unter Arabern le-benden Christen Spaniens. Dieselbe hat theilweise den griechischen Charak-ter, ist in lateinischer Sprache abgesaßt und noch darin eigenthümlich, daßsie, abweichend von den alten gallischen Liturgien, nichts von dem grego-rianischen und ambrosianischen Kirchengesange ausgenommen hat, noch auf

1) 6axit a. 789. c. XIX.: 8imiliter placult bis äscrstis insersro, Milownss inknntes Intra aunuin baptixsntur. b-t boe statuinrus, nt si guis lokaa-tem intra eireuluin anni aci baptismuin otksrrs contemPsorit sing cvnsillo vsllieentia saeeräotis, si äe nobili geners Insrit, centum viZinti soliklos üzmeompouat; si inASnuus, ssxaAinta; 8> litus, triginta. sLalrte'. ll. I. x. >83)2> Schon Lo-rr/ao. verordnetc: Ornuss presb^tsri oleum inürmurum adspiscoxo oxspectsnt secnmgne lrabeant et aclinonsant üäslss instrinos, iliallsxguirsrs, ut eoclem oleo xsruncti a prs8b;-tsris sansntur. (IVÄrckkweOr, exp.Lonit. p. 142) Toners, äe institutions laieali lib. III. c. 14. K/noän« i'SFiaa. 820. c-in. 8. <H-rrckr«n. '4. V. p. 27. ULrnsi. I. XIV. >>. 932. s>l)3) Oapitul. I,ib. VII. c. 432. Xullus üstelium nsgne aclstuitatis lineaw, >3sst, usgus ru ^>roAe-tt'em eonsanAuinsrun suam clucat uxorem, vel

sarn guogus moclo iuessti macnla pollnat. vgl. Ilb. VII. c. 436. Ilb. VI. e.130. Detrr Damrairt tractatns cle iiarentelas et cvAnationis graäibns. vgl. 0.Moy, das Ehcrccht der Christen in der morgen- und abendl. Kirche. Bd. IT-361. Walter, Kirchenrecht «i. 304. 8. Aust. S. 599 ff.

4) t7o»c. (Varomont. a. 1095. can. 28.: Xe aliguis eommunicet öo alten,nisi corpus soxaratim, st sanguinein similitsr, nisi per neesssitntsm et eauke-kam. lLrr-ckr««. 1. VI. k. II. 1719. 2I7-r»sr. V. XX. i>. 818) Nach L"«'Wäre der Kanon gegeben ob rscons äamnatanr basrssinr LsrengariLnum >?).