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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum, t. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Cavitel.

Metropole von Mainz. Uebrigcns war auch Cöln schon zu Ende des 8. stabrbalS Erzbisthum anerkannt, und erhielt als Sussragan-Bisthünier Lüttich',Tongern und bis 708 Mastricht), Utrecht, Münster, Minden und OsnabrückDen Metropolitansprengcl von Trier bildeten seit alter Zeit die 3 lothringische»Kirchen von Meß, Toul und Verdun. Unter König Arnulf wurde die Meigentlich deutsche Synode auf der königlichen Villa Tribur 894 zur Wieder-Herstellung und Befestigung kirchlicher Zucht und Autorität gehalten. Diese Mbegründete kirchliche Ordnung wurde aber wieder völlig zerrüttet durch dienierArnulfs minderjährigem Sohne und Nachfolger Ludwig beginnende» räuberi-schen Einfälle der Ungarn, bis Otto l (93673, durch seinen Schaan,Lech den ungarischen Vcrheerungszügen für immer ein Ziel setzte, und die deutscheKirche allmälig zur blühendgen der damaligen europäischen Christenheit machteMänner, wie der h. Ulrich, B. von Augsburg, und der EB. Bruno vonCöln, EB. Adalbert von Magdeburg, selbst der politisch etwas zweideutigeFriedrich, EB. von Mainz, waren im Weltlichen wie im Geistlichen die Mrund Beschützer ihres Volkes. Unter den Klöstern blühte nebst Corvey mit sei-nein Geschichtschreiber Wittekind vorzüglich St. Gallen, wo die Notker und dieEccehard's wirkten. Eincj bedeutende Veränderung in der Hierarchie der deutschenKirche trat ein, als der Bischof von Paffau durch P. Leo VIl. die Würde einesMetropoliten von Lorch erhielt, und ungeachtet aller Gegenbcmühungcn des EB.von Salzburg durch die Entscheidungen der Päpste Agapet , 947) und Benedict VII(975 - behielt. Auch unter den beiden nachfolgenden Ottonen, welche für einebessere Besetzung des Stuhles Petri eifrig bemüht waren, und ihm Zierden wieGregor V., Sylvester II. verliehen, hatte der deutsche Episcopat in jeder Hinsichtausgezeichnete Männer: den EB. und Reichskanzler Willigis von Mainz, denh. Wolfgang von RegcnSburg, den b. Gerhard, B. von Toul, den h.Conrad, B. von Constanz, Piligrin, B. von Paffau, der 3inal in Palä-stina war, und den durch Wissenschaft, Kunstsinn und Kunstfertigkeit seiner Zeitweit vorausgeeilten Erzieher Okto's III, den h. Bcrnward, B. von Hilde»,heim (99320. Nov. 1022), welchem der gleich ausgezeichnete B. Godehardfolgte > 10224. Mai 1038), merkwürdig durch seine prophetische Gabe und diemusterhafte Zucht in seinem Stifte'). Unter Kaiser Heinrich II. wurde das Bis-thum Merseburg wieder hergcstellt und ein Bisthum zu Bamberg neu ge-gründet, von Zohann XVIII. bestätigt und mit des Königs Kanzler Eberhard vo»Willigis besetzt. Nie hat ein Fürst die Errichtung eines neuen Bisthums sich soangelegen sein lassen, wie dieser fromme Kaiser. Er nahm keinen Anstand, aujder Synode zu Frankfurt (1006) die versammelten Bischöfe kniccnd uni die Bei-stimmung zur Gründung des neuen Bisthums anzustehen. Zm folgenden Jahregelang cS ihm auch, das durch EB. Willigis in Verbindung mit den meistendeurschcn Bischöfen gegen Bcrnward von Hildesheim und den P. Sylvester!>.gegebene Aergerniß in dem Jnriödictionsstreite wegen dcS Fraucnklostcrs Ganders-heim aufzuhcbcn. Zwar verfuhr Heinrich, wie früher Otto 1., oft willkürlich inder Besetzung der Bisthümcr, aber die Wahlen beider Kaiser waren für die Kirchemeistens glücklich. Das beweist die große Anzahl der damaligen wackcrn deut-schen Bischöfe, unter denen Mcinwerk, B. von Paderborn, der h. Wolbodovo» Lüttich, Burchard von Worms und Ditmar von Merseburg, der bestedeutsche Geschichtschreiber vor Lambert von HerSfeld, besonders hcrvorragcn.Eben so blühte in dieser Zeit die von dem B. Notker ich 1008, errichtete Dom-schule zu Lüttich, in Norddeutschland neben Fulda und Hildeshcim besonders dievon B. Mcinwerk errichtete Lehranstalt zu Paderborn. Der Nachfolger Henirich'SII., Conrad der Acltcre, verdankte besonders der energischen Eintracht derBischöfe seine Wahl zum deutschen Oberhaupte, und rechtfertigte diese Erhebung

^lälelbolckl vitn. Ilvui'ici II. IVsMonr« vitu Oourncki 8alioi. ÄAM. (Al«,8. st., unuutes soeleo. dorm. 3'. IV. c. V.

1) Kratz, St. Bcrnward u. St. Godehard. Hildcsh 840. als 3tcrTH. von:Der Dom zu Hildeshcim mit Abbildungen. 3 Thle. Gfrörcr, d. Ver-dienste d. deut. Klerus zu Ans. d. 10. Jahrh. um d. Reich iFreib. Ztschr. W,XIX. H. 1.)