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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
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472
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472 2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 4. Capitel.

Grabschrist:Zertretet Füße der Menschen daS nutzlos gewordene Sah.«Ruhiger und gemäßigter wirkte der B. A tto von Vercclli (ch um W)Noch einflußreicher und erfolgreicher zur Aufrcchthaltung dcö CölibatS wurdrdas Bestreben des englischen Abtes und später» EB. von Canterburp Du»,stau (s- 990). Durch seinen festen Willen und seine überlegene Kraft,welcher auch die weltliche Macht sich beugte, erreichte er sein Ziel. M,'»,Ilten Jahrh. die Wahl des Oberhauptes der Kirche wieder freier geivort°nund besonders seit Gregor V. (1048) sittlich strenge, für das Wohl derKirche aufrichtig besorgte Männer auf dem päpstlichen Stuhle saßen, warddurch den Einfluß des Petrus Damiani, Eardinalbischof von Ostiaund des Hildebrand unausgesetzt für die Würde und Heiligkeit des Prmsterthums durch außerordentliche Mittel gerungen. In Oberitalicn Mostsich ihnen die Confödcration der Pataria an. Damiani hatte ein offenbarzu grelles Gemälde der Sittenlosigkeit des Klerus entworfen, weshalbP. Alexander ll. dasselbe als der öffentlichen Sittlichkeit gefährlich in seine»Schränken verbarg. Nach solchen Maaßregeln zeigten sich am Ende dieserPeriode bereits vielfache Spuren der geistigen Erhebung des Klerus. Diesewar aber außer den eben angedeutcten Bestrebungen noch besonders vo»einigen für das Wohl der Kirche hochverdienten M önchScongregativ-nen ausgegangen, die an der Regeneration des kirchlichen Lebens eine»bedeutenden Antheil haben.

§. 199. Mönchscongrcgationcn dieser Zeit vgl. §. 142 u. 188.

Libliotlroea O'Iuimrc.... In gua 88. abbmum vitao, mirneuln, seriM ree,cura äll. Mrr-'ree et (-tteeeetam kur. 614 toi. Orclo Oluii. aiisgo

zcichn. im 11. Jahrh. ivet. clincchl. monaetiea. cd. IlenrAott. ?ar. 728 p.133.) ^ntitiniorös eonsuetl. 61nn. monast. libb III. v. Cluniacens.Ulrich für Hirsau 1070 aufgczeichn. spicileg. I) I. g. 811-

703). Die vikao Ls?-i?on., OÄon., Nomualck von PcttuS Da-

nriani, -/ontt. tAuakdei-tr llllal-Itto», aetn 88. Oe,l. 8t. öenecl. s.rec. V. 7.1.) vgl. ossni Instorlgne snr I'u-Iidnzo do Llugnv. Dizon 838.

deutsch. Tüb. 857. Vita 8. IlVläelmr 6onstt. Ilirsnug. i/lerrAütt. I. c.x. 375.) Helvot, Bd. V. Henrion-Fehr, Bd. I. S. 59 ff.

Eigenthümlich ist diese Periode durch Verfall und neue Blüthe des klö-sterlichen Lebens, dem sich nicht blos Männer, sondern auch Frauen weiheten.Im fränkischen Reiche war durch eine Synode von 742 die Benedictinerregelin allen Klöstern eingeführt, durch die Sorgfalt des h. Bonifacius die unterden Stürmen der Zeit in ihnen verfallene Zucht wieder gehoben und ihreAnzahl vermehrt worden. In Deutschland verdankten die herrlichen, be-deutungöreichcn Klöster Fulda, Hersfeld u. a. ihm ihren Ursprung,welche neben St. Gallen, Reichenau, Prüm, dem später» Corveyu. a. treffliche Pflanzschulen dcö Klerus und der allgemeinen Bildung wnr-den. Durch die erlangten Reichthümer und die theilweise Entziehung vonder Aufsicht und Leitung des Bischofs waren die Klöster^ an deren Spitzeoft ein Laienabt stand, in Sitte und Zucht gesunken. Der fromme, eifrigeAbt Benedict von Aniane, unterstützt von Ludwig d. Fr., wurde derReformator der Mönche seiner Congregation ') in den meisten fränkischenKlöstern (P 821). In dieser Reform hat sich der Benedictinerorden um dieErweckung und Hebung deö christlichen Lebens und die Cultur der Wissen-

1) Die ergänzte und erklärte Benedictinerregel bei MrbrN. ann. Lenell. 7II. i>. 435. 4/an.«/. 7. XIV. x. 394 8g. Leneekr'ctr ^Inran. codsx rsAuIurum sawld. Oriente u. Occidentc) und com ordia rogulnrum bei lat. Kirchenvät. 7. ll>3.