§. 198. Die Sitten dcS Klerus.
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Wst bei politischen Vergeben, wie Hochverrat!), von den Fürsten gestattetMdc Dieses Forum scheint selbst für den Fall anerkannt worden zu sein,mnn ein Bischof gegen einen Fürsten Klage zu führen hatte.
V i r r l e s E n p i l e l.
DaS religiöse sittliche Leben, der bultus, die Disciplin.
M/,erü Derooensls de «ontemptu «nuronunn discordia intsr ipsnm et cls-net>8- apoloaia sui igsius: itinerarium et epj> (ogp. cd I. Latecins.Vercnr 765 I auch b. dVIc/rmn/, sincilsgium V. I. -ittu Derce?/s„s,s.,!s pressuris eccle-iasticis I!I,I>. III. u. spp. (dVIe/,em/. s,>i,ndee-. I' I>.lÄn La»na?!i s,g>. !il>b. VIII. Besond. wichtig sinv hiefür die Vor-schriften über das Leben der Priester, Laien aus der Zeit P. Gregors V.bei4'- XIX. p. 174—199. deutsch in Höfler's deutsche PäpsteAd. I. S. 185—95.
§. 198. Die Sitten des Klerus.
Ihr ftid bas Sei; der Erde; wenn aber dl>§ Salz seine Kraft vcrlaren, wamit fall man
salzen? Match. 5, 13.
Die höheren Geistlichen waren jetzt oft mehr weltliche Fürsten alsSeelsorger und für das Wohl der Kirche wachende Bischöfe; an Partei-länipfcn nabmen sie manchmal Antheil mit dem Schwerte in der Hand. Dermdere KleruS wurde bei dem steigenden Verfall des Kaiserreichs und denMeichc» Fehden zügcl- und sittenlos. Auch die jetzt so niedrig gestelltenAnforderungen bekunden die Unwissenheit eines großen Theils der Geist-lichkeit Z; wie konnten sie so einflußreich auf das Volk einwirken ? Amtiefsten gesunken war der Klerus in der ersten Hälfte des Ulten Jahrh.:Ilnkeuschhcir und Simonie waren die hervorragendsten Laster; derWibat bestand an vielen Orten nur noch im Buchstaben des Gesetzes. Einefurchtbar beredte Stimme dringt in die Geistlichen, sie möchten doch ihreTöchter nicht wieder an Geistliche verhcirathen und ihre Söhne nicht zuihren Nachfolgern bestimmen. Doch wurden die Laster der Geistlichen oftübertrieben und auf die Allgemeinheit ausgedehnt. Der Klerus theiltejo auch in den verworrensten Epochen die Tugenden des Zeitalters, ja erhat sie durch eigene Heiligkeit angeregt, woher sonst auch sein steigendes An-sehen? In Ztalicn kämpfte im lOten Jahrh. der Bischof R ather ius vonÄcrona für die Heiligkeit der Priesterwürde mit heiligen« Eifer, doch nichtmit den rechten Mitteln. Mit Allen zerfallen schrieb er sich sterbend die
l) Der freilich oft zu grell schildernde RathcriuS sagt hierüber in seinembiuerurnmi: 8ciscitatns itaguo de üds illvrum (<dc-ri> orum Verouensium) invenifilurmios lie.gio ipsum sapsro sznubolum, guod iuisss crsditur Vgostolorunr. Ilacoccusiane 8z»odicam scrillorv omnibus Drssbzderis sum coinzrulsus etc. In die-ser bvuoüiea heißt cs u. a : Ipsam 6d,nn — trilarie xarare memorias tdstinetisb. e. eeeunilum svmlxdnm — Vzrostidornm — et illam, guas ad ölissam caui-»>r, et illam 8. Vtbanasii, guae ita iucizntn (jnicumgus voll salvus esse?'^uicumguo vult orgo Lacordus in noslra paroelna esse, aut trenn, aut psrinansrs,>U», kratres, memoriter nobis reoitet, cum proximo a nobis Irn>' vocalus kus-rü. — blouea et sam vos de dis donrinica ut cnzitetis, aut si co^itaro uescitis,iutermzetis, gnare ita vocstnr. — Dt unusguisgus vsstrum, si üuri zrotsst, sx-pedtivasm 8zmboli st orationis Dominicas juxta traditiouem OrtbodoxorumI>eues se siriptam babeat, et sam plsuitsr intelligat, et indo, si novit, prao-üicuNlo populum sibi cominissum ssdulo instruat; si non, sallom teneat volereäut. Orationes Llissae st (lanonsm bens intelligat, st si non, saitein urs-moriter ac distincte sirokerre valeat: Dpistolam st Lvaugelium bsns legerspoesit, et utinam saltom ad litteranr ejus ssnsuin posset nianiksstaro stc.iEeri, 8xieiIeZ. V I. p. 381, 376 u. 378.)