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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 195. Die Metropoliten, Bischöfe und ihre Diöccscn.

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und rogulaws herbei'"). Während die Bischöfe, vielfach in weltliche An-gelegenheiten verwickelt, die immer erneuerte Pflicht der Abhaltung jähr-f Ma D! öccsansy noden und der damit verbundenen Sendgerichte^ »ersäumten fl, erlangten die Domherren, seitdem ihnen die Wähl des Bi-Goss zugefallcn, eine freiere Stellung und gewisse Rechte auf die Verwal-tung der Diöcese. Auch die Archidiakone (s. S. 390), deren es seit, Me von Straßburg mehrere in einer Diöcese gab, erlangten fetzt einen^ ähnlichen, ja noch großen, Einfluß auf die Leitung der Diöcesen, und wuß-te» sich besonders bei Erledigung der Biöthümer geltend zu machen -fl. Derurcliiiliaeonns mngnus an der Kathedralkirche, gewöhnlich der piuspositusder Kanoniker, bildete fetzt mit den Landarchidiakonen oft ein Collegium, jasie maßten sich bald eine eigene (proprio, orRn-rria) umfassende Jurisdic--iio» an, während sie nun wie früher als Stellvertreter des Bischofs dochum eine übertragene Gewalt (fiirisckictio cksloxritu) besaßen. Unter densel-den standen auch die s. g. Nuralcapitel mit den ihnen vorstehendenArchi-Presbytern oder Decanen, deren Einrichtung den Bischöfenwiederholt zur Pflicht gemacht wurde. Die Ausbildung der Parochia I-rechte in den Städten der bischöflichen Kathedrale begann erst seit der Mittedcö Ilten Jahrhunderts "). Zur Sicherung des Eigenthums der Parochial-

I) Klage über Verfall des gemeinsamen Lebens bei /v» lüpieo. OuinotonsisKgmllM!, opi8t. 215.: tzuod vorn o.ominniiis vitu in omnibn; lüeolosiis pono ilo-Hlccit, taw cn-ibbus gnum dioeeesanis, non anotorituti, soll iloeuotuiüni ot üotuc-^tuiaklseribenäwn ost, rokriZsuoonto ekurituto, guuo owniu vult kuboro ooinniu-L' i», et rezuimto cnpiilitats, guuo non guuorit ou, gnuo vor sunt ot xrvximi, seit^ kwiam guas sunt propriu. Aehnlich Di-rt/rsm. ekronie. IlirounZ. u. 975 über

- K die Kanoniker zu Trier: canonici insjoris ecoi. 8t. Uetri llroviroruin, gui sn!>. ? »ta rsgulu in eomniuni N8guo in boo tompns vixorunt, ubfoi tu priutinuo oou-fF'.'vMutwuis uorniu ilosisrnnt 6880 rogularss, dibtributionibnu intsr us tuctis prue-

- L deiülaruw: et gui prius v>oro Xpostolorum oinniubukuoro ronimuniu, eooporuntA j» ckeweeps siuguli possickerv propria. tzuorum sxsmplnui sooiiti xinrvs: z. lallouiciin IVoriuutiu ot 8piru, gnoel ieloo Lori potuit, guiu in multis toniporüius

I» umltu watantur. Die vergebt. Versuche z. Wiedereinführung. <7o»o. Lom. u.'I MS. esu. IV. 6o«e. Lo»». a. 1063. o. 4. b. Larck»r«. VI. k. 1. p. 1062.

IlZg. 1. XIX. x. 908. 1025. Vgl. ll'/romasas»». I, r. U. I. üb. III. e.f 11: ?. III. lib. II. e. 23. vr. 2. H öfter a. a. O. Ablhl. II. S. 308 ff.

L 2> Wir finden in verschiedenen Formen wiederholt die Bestimmung des hl.L Bonifacius op. 105.: stutuimus, ut per unnos 8inZuIo8 unnugumgu»prosbz'-r ^r cpiscopo suo iu guudragosiiuu rutionom i»iii!8torü 8ui rocküut, 8ivo äs llilof «tliolica, sive clo kuptisiua, 8ivo äo omni orclino iniiiietorii sui. I3t moiroutf mstroxolitauus, ut epiuoopi u uviroäo vsuionteo in proprio, puroebiu <um» MtbzUNis gt ubbutilui8 oonvontnm babonto8, pruoeeptu szuocki survuro inui-x MMä« vraecipiant. Dies Verordnung ging selbst in die Capikularicn der frank,f «mge über. Nach späten, Verordnungen sollte die Diöccsaiispuodc sogar zwei-U'ün -o gehalten werden, was aber selten Praxis wurde. Zur KenntnißI- dieses Jnstit. in jener Zeit sehr wichtig die uelnionitio od. serino 8z-no6.uü8, eiui-s: m smxulis Lxiioclio puroebianiu xro8b^toris unnuntianäns ost, die verschiedene»>. ükEffern zugeschricbcn wird s. bei 7/M'ä-tin. ooll. conoil. V. VI. 1>. I. 783E b 44 Höfler s. S. 471. vgl. Phillips, die Diöccsanspnodc

b) Bgl. rlLomasÄ«,' I. o. k. I. Iik.II. e. 19 u. 20. Planck, christl. Gcscll-^ M^rf. Bd. 3. S. 708 ff. Pcrtsch, v. Ursprünge der Archidiakone. Hildcsb.r k fo-- Dmkw. Bd. I. Thl. 1. S. 386 ff. Frcib. Kirchenlcr. Bd. 1.f . 4) Das Oouc. Lcmov/csnse a. 1031. entschied gegen die Beschwerde

'' ^ . ss der Kathedrale, daß in den städtischen Parochicn getauft und gepredigt

> «-»dürft, s. r. i^r. x. I.'pnZ. 886 8p. Man",, ll. XIX. p. 543.