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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 193. Der kirchliche Supremat des Papstes.

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sofern höher als die königliche, da die Bischöfe die Könige salben und für,'hr Leben bei Gott verantwortlich sind." Damit war nicht, waS schon beider Constitmrung der germanisch-christlichen Staaten unmöglich war, eineabsoluteTrcnnung beider gemeint; blieb ja auch der Einfluß der Bischöfe aufdie wichtigsten weltlich-politischen Angelegenheiten, wie bci Successioncn u. a.bettntcnd sogar entscheidend. Ergreifend waren die im oströmischen Reiche-»erst an Theodosius dem jüngeren, in den germanisch-christlichen Staatenzuerst i» Spanien') vollzogenen Königskrönungen^). Die Königebekannten den Glauben der kathol. Kirche und gelobten: ihre Rechte undFreiheiten zu schützen, worauf sie die Symbole der königl. Gewalt: Schwert,Krone, Scepter unter Erklärung ihrer Bedeutung und Ermahnung zu dendamit verbundenen Pflichten empfingen. Sie sollten das Schwert, wie u. a.P. Eugenius II- sagt, nicht gegen einander, sondern gegen barbarische Na-tionen, Sarazenen und Normannen, führen. In Frankreich ging daö Rechtder Krönung ans den Erzbischof von Rheims, in Deutschland auf einen derrheinischen Erzbischöfe über. Bald wurde auch die Krönung der Königinnengebräuchlich; die ersten Beispiele sind die an den angelsächsischen König Ethel-«lf (856) vermählte Judith, Tochter Carl's d. Kühlen, und Irinen-irnd, die Gemahlin desselben Carl (866).

§. 193. Der kirchliche Supremat der Päpste.

Mih dem cigenthümlichen Entwickelungsgange deö kirchlichen und staat-i lichen Lebens bei den Germanen concentrirte sich in diesem Zeitabschnitte nochmehr als in dem ersten alle Macht der Kirche in ihrem Mittelpunkte zu Nom.^ Dadurch ward die Thätigkeit der anderen Glieder der Hierarchie in den Na-

1) Bgl. 6o»o. Voletan. XII. a. 681. eup. 1: lÄsniin sub gna pues vsl or-itiuo ssrenissiinus LrviKius priuesps regni^eonseenclsrit culmsn, rsAnuneligus perMiosiwetnm unctionsm snscspürit potsstatsm sie. LarÄar». 'I. III. p. 1718.

2) Das VI. Concil zu Paris sagt den Königen die ergreifenden Worte: Lsx. > rette »zsallo vooutur. 8i snim z ls st susts st missricoräiter rsZit, merito rsxWelliUuri si bis eurusrit, nonrsx. ssll.tz'runnus sst. Xntiauiautsmomnssrs-zxWhruimos voeubant: ssilpostsu pis scfusrs st inisLrieorditer rsgöntss rvAis»ome» sunt »llvpti: iiupig vsro, insusts eruäslitsrgus prineipantibus non rsZis,reä lprannicum aptutum est nomsn. ksZals ministoriuin speciulitvr sst po-polumvoi zubsrnurs, st rsZsrs eum asguituts stsustitia, st ut passiv st con-coiiliaw bubsunt stuilsrv. Ipss iniim liebst prima rlskensor ssss seelssiai um stNvoram vsi, villuarum. orpbanorum caetsrvruinlpiv paupsrum. nso non stI°omi>im imligsutium. sMr».ee. 37 XIV. p. 574 u. 77. Lar«»., r. IV. p. 1332u.3l)W Lothar auf dcr Spnodc zu Aachen abgcsctzt worden war (842), knüpf-te» die Bischöfe die Einsetzung der Brüder in dessen Besitzungen an ihr Vcrsprc-

.«m, »ach Gottes Willen, nicht nach der Willkür des entsetzten Bruders zui Mmn. Verum turnen, sagt hierüber Nithard, buuelgunguam illis baue liesuturmt »euere srezenlli rsgui), llnnss. palnm illospereontnti sunt, ntrum iüusl^sr ueskrA/aMm chsctr, an seümrÄai/r Lsr uoka-rtatei» rsAei'ö uokusssent. IlssponäsntibusEm, in iMntuin nosss ue posss Dsus illis conesdsrst, sssunllum suum vo-«atell, ss st suos ^ubernurs et rsxsrs vsllo, ujunt: Lt aaetoiVtats r7tur»a,>« »iuä «ttsoiprakis, et escanssai» Lei uok!«»tatö?rr rsAatss, inonemus,

Mamur »Ms praseipimus. Vgl. auch Höfter, deut. Päpste. Abthl. II. S.

Eni späteres Krönuugsformular enthielt daher folgende Worte: Lens sst,ch xnus äs onsrs, all guod dsstinaris, monsumus. Regium boelis sussipisMUutem, prasclurum 8ans intsr mortulss losuin. 8vcl discriminis, brboris»urietutis Plenum. Vorum si eonsidsruveris, guoll oninis potsstus s «lo-o l'or gusiu rsZes rexuant. tu guoizns <Is arsZs tilu eommisso

voa ratiouom ss rsdäiturus. s. Phillips KN. B. III. Abthl. 1."!°g's Kirchrngcschichtk. 7. Auflage. ZO

S. 68.