§. 190. Die unter Hildcbrand'S Leitung erwählten Päpste.
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M- für Stellten, wofern er es von den Sarazenen wieder erobern würde.Die Bedingung war: die Verpflichtung zur Vasallentreue, Abgabe einesMcö und specicll noch, di e r ö misch e Kirch e und d ie Frei h eit d erPapst'wahl zu schützen'). Wirklich wurde durch die sofortige HilfeWcrl's die Macht des gefährlichsten Feindes, der Grafen von Tusculum,qebrochm; ihre Besten wurden zerstört. Dagegen zeigten sich in Deutsch-Ia»d während der Minderjährigkeit Heinrichs I V. immer bestimmtere Spu-ren einer Auflösung und böswilliger Absichten gegen den apostolischen Stuhl.Uc Fürsten übten in Ermangelung kräftiger Bischöfe Willkür und Gcwalt-Migkcit; die Schirmherrschaft drohte eine Zwingherrschast für dieArche zu werden. Dieser Gefahr zu begegnen und dem Stuhle Petri diemchwcndige Unabhängigkeit zu sichern, fügte der Papst im Vorgefühl seinesTotes wahrscheinlich auf der Synode zu Rom (1061?) seiner frühernWahlordnung noch folgendes Dccrct bei'):
Wenn Jemand durch Geld, durch Mcnschcngunst, durch Auflauf des Volkesoder durch Soldaten, ohne die einige und kanonische Wahl und Segnung derLardmalbischöfe und hierauf der übrigen Ordnungen der Kleriker, auf den apo-Mchen Stuhl gesetzt wird, so soll er nicht für einen Papst oder Apostolicus,sondern für einen Apostaten gehalten werden. Den Cardiualbischöfen soll es er-lanbt sein, mit religiösen und Gottfürchtendc» Klerikern und Laie» den Eindring-ling auch mit dem Anathema und menschlicher Hilfe und Bemühung vom aposto-lischen Stuhle zu vertreiben und denjenigen vorzuzichcn, welchen sie für würdigWen. Können sie dies nicht innerhalb der Stadt thun, so sollen sic mit un-senn apostolischen Ansehen sich außerhalb der Stadt versammeln an einem ihnenlcliehiqen Orte und denjenigen wählen, welchen sic dem apostolischen Stuhle für»dieser »nd nützlicher halten; diesem ist dann auch die Gewalt crtheilt, zumMcii der heiligen römische» Kirche zu verfügen und zu regieren, wie cS ihmM dünkt, nach der Beschaffenheit der Zcit,^und gleich als wenn er von demheilizen Stuhle schon Besitz genommen hätte."
Durch dieses Dccret ward dem künftigen Kaiser kein Antheik an der
I) Die zwei Eidesformeln b. Laronnr« all a. 1059. n. 70 u. 71. Die erstelautet: Itzo Hubertus Dei graüa «t8t. 1'elri llux Julias et Calabrias, et utro-iMxubveiuemot'uturus Liciliao, all contirmationem trallitionis et all rseoguiuo-uei» üllslitatis lle omni terra, guam egn proprie sub lluminio teneo, et guamMie ulll Oltranumtauorum uuguam eonressi, nt tensat, promitto ms aunua-lüer pro umnpmgus jugo boum poueionem seilicstXIl. llenarios I'apiensis mo-uetse persolutin uin beato Deiro st tibi Domino msa Xieolao Dapae st omniliuskm essorjbus tuis, aut tuis, aut tuorum sueesssorum nuutiis. Aus den: zweitenausführlicheren Eide heben wir aus: 8tas Ilnmauas eeolssiao ubigue actzutor eroaü tsuenümn et aeguirenllum rsgalia 8t. Dotri chusgue possssslouss pro meopasse contra omus8 bomine8; et allsuvabo te, nt secure et boiioriües tenoazkapAum kmnanum terramguo 8t. Dstri et principatum ste. Vgl. G fror er,Tregor Vil. Bd. I. S. 614 ff.
2j Wir folgen bei dieser Darstellung der Versetzung dieses nachträglichenLkmtes auf der muthmaßlichen >sy»odc zu Rom 1061, wovon übrigens keineActen vorhanden sind, der Erzählung H öfter's a. a. O. S. 356 ff. BeiKmisr (I. XIX. p. 899.) und //arÄttO? wird diese letztere Bestimmung wie die«bigc im cleeretum etr. 8imoniaeo8 auf dem röm. Concil. 1059 erlassen. Jn-»m Gründe zu späterer Setzung dieses veränderten Dccrctcs liegen unvcr-lciinhar vor. s. Llansr 3. XIX. p. 938. Die Thatsachc der Abänderung jenesDekretes j,n obigen Sinne wird auch anderweitig scstgcstellt. Vgl. neben dem>»iht zuvcrläßigen Den^o (B. v. Alba) paneMriims in Ilsnr. III. Imp. (A/inr-
ocriptor. rer. Üsrm. 3'. I. p. 1064) den Anselm, (B. v. Lucca j ctr.Mett. <0»»/.-..-^,,^« 3. III. p. 382. u. bei Höflcr Bd. II. S. 358. Note29), wornach man in Deutschland sogar Schritte that zur Absetzung Nicolaus">s- auch Gftörer, Gregor VII. Yd. I- S. 633 ff.