442
2. Zeitraum, t. Periode. 2. Zeitabschnitt. 2. Capitcl.
§. 186. Steigende Macht der Päpste v. 855—888; das Verhält»!«
der Pscudo-Jsidorischcn Dccretalen dazu. '
I. Die P se u d o - i si d or i sch e S a m m l u n g als G a n; es nur gedruckt in .Ile, /,,,/
ealloetio Oam II. ll'ur. 523. Ooloii. 530. Ibie. 535) u. in A/0/„e> ues.stmr,,;.«,!Min«-' u. ckckcircknt« die einzeln. Theilc an der prätendirtc» Zeit eingcrüik,
II. Ooucitaitt, ila untig. euii. ooll. lopp. poutil. IIom. tz. 10.> 23a/ler,»,, ol>8tz,v»,
in cliss. XII. Ittu-eli. lZuosiiLlIi elc evd. euii. oe<I. zDeon/s 51. g^, -p/t/nsü! commeut. eie call. eanu. Isiei. 5Iero. in eie vetust. (»»»
eallei-tionib (Ii88. szlloxe ete. 5IoZ. 790. 's. II p. 1 sg. Möhler m«u. üb. Pseudo-Isidor. (vcrm. Schrift. Bd. I. 2. 268- 347., WalterKR. 8. A. Bonn 839. S. 155 ff. Richter, KR. Lpz. 842. S. M xvgl. Katcrkanip, KG. Bd. 4. S. 254—334. de tdutil,. et,,»»
silie, Useud.-Isidori. Ovett. 832. Eichhorn in 2 Abhandlung. Walsensch leben, Bcitr. z. Gcsch. d. falsch. Decrctalen. Bröl. 844. Kunstinan»neue Sion 1845. Nr. 52—55. Gfrörcr, üb. Alt., Zweck, Ursp. d. Incrct. d. falsch. Isidor. (Freib. Ztschr. Bd. XVII. S. 2l7ff.) PhilippsKR. Bd. IV. S>. 61 — 102. *Hcfclc, üb. d. gcgenwärt. Stand d. pseud«!isidor. Frage. lTüb. Q.-Schr. 847. H. 4. u. Frcib. Kirchenlcril.Bd.VIIl. S. 849—860.) sttoßhirt, zu d. kirchcngcsch. Quellen des erstciiJahrtaus. u. zu den pscudo-isid. Dccrck. Hcidelb. 849. u. Literatur üb. di,pscndo-isidor. Frage bis zu Gfrörcr u. Hcfclc in Heidelb. Jahrb. 8ÄH. 1. S. 62-92.
Jcmchr in dem universalen Doppelreiche und dem als nochwendig am-kannten Wcchselbcdürfnifse zwischen dem Papst- und Kaiserthume die kaiser-liche Gewalt an Kraft und Ansehen verlor, die Gesetzlosigkeit aber dimhinnere Kämpfe und die Verwüstungen der Barbaren überhand nahm, destoentschiedener und umfassender mußte die geistige Gewalt hervvrtrete.i. Die-ses Bedürsniß trat in Folge mannigfacher Erscheinungen von Rohheit WGesetzlosigkeit hervor, und führte mit Nothwendigkcit auf Grundsätze hi»,welche wir theilweise in den Pseudo-Isidor'schen Decrctalen finden, überderen Geschichte hier Folgendes stehe.
Die verschiedenen Landeskirche» bedienten sich abweichend irgend einer der rer-handcnen kirchlichen Kanoncnsamnilungen ss. S. 324 f.). In Spanien war daGebrauch der Sainmlnng des Isidor, B. von Sevilla, vorherrschend. I» simik-reich kam endlich gegen die Mitte des 9ten Jahrh. eine neue SammlungzmVorschein, welcher die des Isidor zu Grunde lag, aber an mehreren AMaußer vielen unechten Dokumenten, die bereits anö Unwissenheit in cinige Pr«-sammlungcn gekommen waren, noch nichrcre Fälschungen enthielt; im Ganze»«»hundert unechte Dcerctalcn vom P. Clemens bis Damasüs (384), >ni»einigen späteren Päpsten, erdichtete Cvncilieiibcschlüsse und die falsche Schenkungs-urkunde Coiistantin'S d. Gr.' >. Doch sind die nun aus äußeren und innere»
ausstclltc. Auch sagt Ph otius, der den Lateiner» und dem Papst alles Erdenkst-!vorwarf, von der Päpstin Johanna nichts. — Die Unechthcit der Erzählung ist bargt-tha» von Aencas Sylvins tP. Pius II.), Platina u. von loami»
kaxissa, Xmst. 657. Derbnrtd', Uores spnrsi in luinuluin Ittrpissirs chilil. lud.Ooett. 758. 1. I. p. 297 sg.) Die vollständ. Litt. b. ,87rAi7/ttr/i iittrael. I. I p.676. 1. II. p. 626. Dabi'icii bibl. gr. 1. X. zi. 935. Als Grund der Entstehungder Fabel gibt ncl n. 879. nr. 5. an: Ob iiimbriii.loniiiiis VIII. lwoh!
mehr des Johannes X, XI u. XII.) aidmi studlitutem et molliiudinsm. Gsrö-rer, Gesch. d. Carol. Bd. I. S. 288—293. als Satpre auf die Pscndd-isidor.-Sammlung und das Bündniß mit den Byzantinern lGriechen), indem Mai«!und Athen in der Erzählung des Marrinus Polonus prcmirt werden.
l) Nach früheren, schon von Otto I. gehegte» Zweifeln ist die Unechthcit daSchenkungsurkunde am entschiedensten erwiesen von D-laieitt. VaNa. äs b仫eredira et ementita. Oonstant. 51. donatioue. fazip. omnia) u. oft bcsond. hkl-ausg. vgl. oben S. 26. Note 1.