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welche das Wechselvcrhältniß zwischen Papst, dem wirklichen Souverän»,,Rom und dem römischen Gebiete, und dem Kaiser, als Schirmvogt durömischen Kirche, näher bestimmt und erläutert. Die obigen Bestimm,,!,wurden auch bei der Wahl des ganz kurz regierenden P. Valentin und Gngor > V. (827—44) beobachtet
Nun trat jene bcklagcnswerthc Zeit ein, wo sich die Scencn der Empör,,»der Söhne gegen ihren Batcr Ludwig erneuerten, weil sic vcrmuthcten, die«dem Kloster zurückgckchrtc Judith strebe darnach, ihrem Sohne Carl auf AG,seiner altern Halbbruder Besitzungen zuzuwcndcn. Hier war es an den PMgekommen zu handeln. Gregor hielt sich in seiner Stellung zum AGund zur gcsammtcn Christenheit verpflichtet, aus Italien herbei zu eilen, umunnatürlichen Kamps zu verhindern. Das ihm pflichtniäßig gebotene Minim«und sein Erscheinen im Lager der drei Brüder brachte ihn aber in eine peiMLage, zumal Lothar ihn listig aufhiclt, um seinem Unternehmen durch des PaGGegenwart einen rechtlichen Charakter zu geben. Er mußte so, ohne sein Wisst,zu der schwarzen That des Vcrrathcs der Söhne Ludwig's beitragen, die Gofangcnnchmung des Vaters auf dem hievon gcbrandmarktcn „Lügenfcldc," ftWEbene zwischen Straßburg und Basel), zu beschleunigen. Voll Entrüstung Wer schleunig nach Italien zurück. Der kaiserliche Vater wurde zu Compieg,!abgesctzt, und von Ebbo, Erzbischof von Rheims, zur Uebcrnahmc mmstrengen öffentlichen Kirchenbußc vermocht. Dieser Schimpf wandte aber uudki-muthct dem unglücklichen Regenten das Herz des Volkes zu, und bewaffnete so-gar erst den noch cdclmüthigcn Soh» Ludwig, dann auch Pipin gegen Lothar:Ludwig wurde feierlich in seine kaiserliche Würde wieder eingesetzt. Doch Netzdieser traurigen Erfahrungen wandte der bethörte Kaiser nicht seine Sorge aufdie durch Normannen und Araber bereitete Noth des Reiches, nicht aus di,Bedrückung des Volkes durch die Sendboten, die cs vor der Willkür der Grast«schützen sollten. Er blieb dem Einflüsse der Judith hingcgcbcn, und warmAllem auf die Begünstigung des jüngsten Sohnes Carl bedacht. Mit Zustimnmgdes durch die Judith gewonnenen Lothar's wollte er nach dem Tode Pipiu'ivon Aquitanien dessen Land unter Carl und Lothar vcrthcilcn. Ludwig, welchemder Vater seine Befreiung zu verdanken hatte, dadurch empfindlich verletzt, zognoch einmal das Schwert gegen seinen kaiserlichen Vater. Im Angesichte derHeere erkrankte der alte Kaiser plötzlich, und starb aus einer Insel des Wiui(840). Nur der Ehrfurcht, welche Carl d. Gr. dem fränkischen Namen bei de»auswärtigen Völkern cingeflößt hatte, war cs wohl zunächst'zuzuschreiben, dasdie Nachbarvölker diese innern Wirre» nicht zu einer völligen Verwüstung beifränkischen Reiches benutzten.
So entstanden aber auch für die Kirche vielfach bange Erwartun-gen. Sic hatte ja auf die sich entwickelnde Kraft im Innern und das chrfucht-gebictcnde Ansehen des fränkischen Reiches nach außen die weltliche Ordnung gi-gründct, und die religiöse Erziehung und Gesittung der rohen Völker im Bund!mit diesem Staate unternommen. Und nun pflanzte sich noch der Fluch der Em-pörung gegen den Vater in hartnäckigen Brüdcrkämpfcn fort. In der Schlachtzu Fontenap in Burgund (84l) verloren 40,000 Menschen ihr Leben! DuAbmahnungcn frommer Bischöfe blieben fruchtlos; Lothar wiegelte sogar dstSachsen gegen Ludwig auf, wurde aber endlich gcnöthigt, den Vertrag zuVerdün cinzugehcn (843), welcher Carl's d. Gr. Reich an Lothar, Ludwig u,dCarl d. Kahlen vcrthciltc; dem jüngeren Pipin wurde in Abhängigkeit von Earld. Kahlen Aquitanien übergeben. Aber auch jetzt beobachteten sich die mit dkmFluch des Bürgerkrieges belasteten Brüder mißtrauisch, ja befehdeten und üba-listctcn sich gegenseitig. Das benutzten die äußern Feinde; schrecklich hausten duNormern neu in Lothar's und Carl's d. Kahlen Gebiete». Am verwegenst!»
xraseipiwus st monemus, ut omnis ftomo, sicut vsi Zrutiam st nootram babore
cksuiäerat, itapraeststin Omnibus obsflientjarnatqusrsverentiumIIoMaiiokoutiuci,
1) 6>eAoi-. IV. vita, sziiutolas st äecrstu b. Mrnsi. V. XIV. P> 503 sst-Kriärem. '!?. IV. x. 1269 sg.