§. 184. Uebcrsicht.
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G mit Kaiser Otto IN. zu verbinden, entschied die Verbindung mit derabendländischen Kirche. Die Bischöfe Piligri n von Passau und Adal -bert von Prag sandten Mönche und Geistliche als Missionäre: 5000 Un-garn wurden getauft (974), aber sie und Geisa opferten noch ferner denMern. Entschiedeneren Sinnes war sein Sohn, der tapfere, gerechte,aroßmüthige, bis zum Heiligen verklärte Stephanus (997—1038),ein Geistesverwandter Alfred's d. Gr. Durch Verheirathung mit Gisela,Schwester Kaiser Heinrich's II-, und Einführung deutscher Civilisation inUngarn begründete er die christliche Kirche fester'). Er stiftete vierBene-dictiner-Abteien, errichtete das Erzbisthum Gran, dem die auch vonchm gestifteten Bisthümer WeSprim, Fünfkirchen, Raab (BacS,Lolocza, Erlau, Wai'tzen, Csanad, Großwardein und Weißen-burg?) untergeordnet werden sollten. Zur Erleichterung der Wallfahrten«den Spitäler und Klöster für Ungarn zu Et. und Jerusalem, Rom undRavenna gestiftet. P. Sylvester II. erfreute "sich an diesen kirchlichenEinrichtungen, undsoll Stephan eine goldene Krone und ein golde-nes Kreuz übersandt, wie auch den TitelAp o stolicus verliehen Habens.WseinSohn, der h. Emmeri ch, schon 1032 gestorben war und seinNeffePetrus wegen Ausschweifungen abgesctzt worden, kam Andreas, ein vonRußland herbeigerufener Sprosse von Arpad's Stamme auf den Thron (1045).Dieser mußte abermals heidnischen Cult gestatten; aber sein NachfolgerBela unterdrückte die letzten Reste des Heidenthums mit Gewalt (s. 1060).
Zuicitcs Capilcl.
Papstthum und Kaiserthum.
I. 4nastasn RtM'ot/recai'r'r (uni 870) lib. pontiücalis s. vitas Rom. Ron-
tiöcum a ketrn ^pontolo U8gns all Xicol. I. (seit Constantin 708 aus-führlich u. meist urkundlich) eil. RkMrckirnr. Rom. 718—35. 4 3.k. emeucl.
Rom. 724—53. 3 3'. 4. sll/nratorsi rer. Ital. scriptt. 3".III. ?. I.) 966) lib. äo Roman. Rontiüoib. i715—935) in
Illnratorr, seriptt. sto. 3. III. I'. II. u. MäkMon, ann. orä. 8t. Lensckict.enec. III. Die Geschichten und Chroniken des Luitprand, Herm. Con-tractus, Ditniar v. Merseburg, Glaber Radulphus, Lan-dulphus d. ält. und jung., Martinus Polonus u. A.
II. Lawn» aunalsn; anuali ä'Italia sdcutsch übers. Lpz. 745 ff.
SBdc. 4.) Hock, Gcrbert; Höfler, deutsche Päpste; Weiß, Alfred d. Gr.
§. 184. Uebersicht.
In diesem 3 Jahrhunderte umfassenden Zeitabschnitte zeigte sich erst rechtaugenscheinlich die hohe Bedeutung des nicht ohne providcnticlle Leitung zwischenP. ?co III. und Carl d. Gr. gcschlosscncn heil. Bündnisses zur rcli-ßlesen und sittlichen Erziehung der Völker, nach welchem der PapstMS religiöse und kirchliche, der Kaiser alles bürgerliche und staatliche Leben inH vereinten, und in harmonischer Wechselwirkung beider Gewaltenchre Ausgabe lösen sollten. So lange nämlich beide Gewalten in ihrer SphäreE Nachdruck wirkten, sich gegenseitig unterstützten und hoben , erhielt sich dasWiche und staatliche Leben nicht nur auf der errungene» Höhe, sondern ent-Mte sich immer mehr. Sobald aber die kaiserliche Macht und das kaiserliche
1) OäarvrtE sB. Ungarns), vita 8t. 8toxbani. I. e. p. 414
Eanck. acta 88. cl. 2. m. 8ex>t.) — 2) Vgl. äs sacrao coronas rsZniUungarias ultra 700 annos elarisnimao vlrtuts, viotoria, kortuna eommentariun.As"AEner 3. II. p. 416 8g. vgl. p. 602—837.) ^4. s Ungar.
Mttsi), cowmentar. cks 8acra corona Ilungarias ae cls reZib. sacksw rscstmiti»,kenb. 7S0.