436 2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.
polen und von BreSlau in Schlesien ') untergeordnet wurden. Währendder Regierung MieczySlaw's II. wurden, wenn nicht zuerst aeqrüMso doch organisirt die Bisthümer Plock') für Masovien, undzwice?) wahrscheinlich Wroclaw ek für Cujavien errichtet'). ^über Polen hereinbrechcnde Anarchie (1034—42), die Bedrückung lurjden Adel und das zügellose Leben der Geistlichen drohten der christlicheKirche große Gefahr; aber Casimir I. (1043—58) wendete dieselbe,hund sicherte durch Restauration des BcncdictincrklosterS zu Tyniec bei Kral«und muthmaßliche Gründung eines andern zuLeubus in Schlesien dmChristenthume in Polen neue Pflanzschulen'). Unter BoleslawU.sMz)stand hier die katholische Kirche, obschon ihr noch nach Grcgor'S VII. Kl»«ein fester Mctropolitanverband fehlte'), bereits in so allgemeiner Verehr»»-daß dieser König, als er den B. Stanislaw von Krakau, der ihm sei«Laster vorgehalten, am Altäre erschlagen hatte (1079), sogleich vor sei«Unterthanen flüchten mußte und im Elende starb (1081).
§. 183. Zn Ungarn.
/. UrevrocL, cbronica Iltiuxar. (ä'c/itt'ancltnc»-, scriptt. rer. Uung. ViM,746 k.) 7r?c/eo/er S. a»i>. c-r< l. iscrrii Ilcmg. 644. TVnz,, nun. ret»Ilunnor., ^.varoruin stllunxaror. Vinclnb. 761t'. 7-e/er. coclox iliplW,.ticus Ilunaar. sccl. et civil. Lucias 828. 1. I. Mailäth, Gesch. d. N-,gyarcn. Wien 828. Bd. I. vgl. Stolberg-Kcrz Th. 33. S. 4lL-U.
Die Magyaren (Ungarn) waren am Ende des 9ten Jahrb. in d-jalte Pannonien eingewandcrt. Ob sie zum finnische», mongolischen odertürkischen Volksstamme gehören, ist unsicher; ihre dualistische Götterlehnund Benennung des bösen Grundwescns durch Armanyos (Ahriman)deutet ebenso wie der Mythus der vorgeführten slavischen Stämme ansper-sischen Ursprung. Auch übten sie Opfercultus auf Bergen, an Quellen undin Hainen: als die vorzüglichsten Gegenstände des Opfers galten weißePferde. Eine frühere Bekehrung erfolgte von Et. aus (950), in Folgederen sogar die ungarischen Fürsten Bulosudes und Gylas getauft, derMönch Hierotheus zum Bischof von Ungarn geweiht wurden"). Als derHerzog Geisa (972—97) sich mit Sarolta, der Tochter des GolaS,vermählte, wurde er durch diese günstig für das Christenthum gestimmt undließ sich taufen. Die vielen deutschen Leibeignen und das Interesse GM,
1 > /Berber, 8ilssias sacras orixinss. ^clnsxas sunt tabula« ckrcmolox. i»annal. bist, äiosces. 5Vratisl. 82l. -HRitter, Gesch. d. Diöccsc Breslau I.THl.Brsl. 845 (b. 1290).
2) lieber die einzelnen genannten Bisthümer vgl. 8. 4., riise
Lrassuluin Union. libris 4. comprsbsnsas. Lnsnauias 76l.
3) Daß in Kruszwice kein Bisthum bestanden, ist in -/abM/mir xoreukoseislna Jahrg. 833. Nr. 44. als höchst wahrscheinlich erwiesen.
4) Daß Casimir weder in Clugny, noch in Brauwcilcr Mönch gewesen ist»,darum auch zur Uebcrnahme der Regierung keiner päpst. Dispens bedurfte, st!
I. c. ll.IV. p. 193—210. u. Röpell Bd.I. S. 180 nachgcwicft«.
5) VII. sp. 73. ack Loleslaum Lolonor. ckucem a. 1075 klagt: ^»o»blpiscopi tsrras vsstras non babsntes esrtuin Nstropolitanae seäis locum, neevub aliguo positi maZistsrio buc. st illuo pro sua guisgus orclinatiouo vaxon-tes, ultra. rsxulas et ckscrsta 88. katrum libsri sunt st absoluti; cloinclo verv,guocl intsr tantani bowinum multituckinem ackso pauci sunt Lpiscopi st WP »esinAulorum parocbias, ut in sulrjsctis plsbibus cursiu episcopalis oKciinulb-tsnus exsgui aut rits ackministrars valeant. (LarÄum. I. VI. k. I. p. lal»Mm«. I. XX. x. 183.) - 6) Vgl. Schröckh, christl. KG. Th. 2t. S. LLi ff.