Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
434
Einzelbild herunterladen
 

434

2. Zeitraum, l. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.

<164 nach Lübeck verlegt). Dieselben wurden, Oldenburg ausgenoninmnach Errichtung des Erzbisthnms Magdeburg (968) diesem untergwchnet und reichlich dotirt. Diese bischöflichen Sitze waren aber zum Wauch Burgen der Zwingherrschast, darum wurden sie und mit ihnen das An,stenthum verhaßt. Es empörten sich die Obotriten und Leutitzen unter ihr»Fürsten Mistewoi (983), marterten die christlichen Priester und verwarf«das Christenthum. Der Enkel Mistcwoi's, Gottschalk, in Amebmchristlich erzogen, hatte sämmtliche wendische Stämme zu einem großen fl«,vischen Reiche vereinigt (1047), und hielt die Bekehrung derselben für s«höchstes Ziel. DieBisthümer M eck l enburg und Ratzeburg erinnern,«sein freudiges Streben; sie kamen sammt Oldenburg mit dem ErzbiHnNHamburg in kirchlichen Verband. Bei einem fanatischen Aufstande wirst,Gottschalk zuLentzen ermordet (1066); gegen 60 Priester litten mit ihm d«Märtyrertod. Johannes, B. von Mecklenburg, ward sogar am MardeS Radagast zu Rhetra geopfert; die Christenverfolgung erstreckte sich sHbis nach Hamburg und Schleswig. Der aus Hildesheim stammende B.Benno von Meißen (s. 1066) erwarb sich durch feine heldenmütige Wh -rige Wirksamkeit unter den Sorben den Namen Apostel der SlavenMstarb nach mehrfachen Verfolgungen durch Heinrich IV. 1108 im M»Jahre seines reichen Lebens.

§. 182. Bekehrung der Polen'».äis8. äs rsliZiou. clrrist. in Uolouia initün 734. 4. Xjmäei» l»,publicum regui koloui 3?. II.. alt. Olväuui 73566. Davon pck.Ucbcrarbcitung lOsnZnieka krarvo poerpcäitus Xrolsstrva ?olsliiexo. L,.kov. 836. III. Buch c. 5. S. 225.

s-ckl A. conspsctu8 novas collsctionin IsZum scclssiasticar. kolom«

<8)-noäicon kolonias ortboäoxrrsi. Vurscev. 774. 4. Xstewei, Einsühmzdes Christcnth. in Polen bei Vincent. Xaälubslc, deutsch».

Linde. Marsch. 822. S. 565-70. Friese, KG. d. Königr. Polen. 2 H,Brcsl. 786. chOsti-ows/cr, vxiess i pracva Xonciolu polelusgn, VVarnram.793. 3 V. Roepcll a. a. O. Seite 95104., bcsond. Beilage IV.»Die Einfuhrg. d. Christcnth. in Polen" S. 62250.

Bei den Polen sollen schon Jünger des Methodius das Cbristenthmverkündigt haben. Es wird sogar behauptet, daß bereits Zicmowit, derUrgroßvater des Herzogs Mieczyslaw, der christlichen Religion ergeben, erund seine Nachkommen wenigstens der Ausbreitung derselben nicht hinderlichgewesen seien: Nachrichten, die von keinem der ältern Geschichtsschreiber aus-gezeichnet sind. Sicherer ist, daß Flüchtlinge nach dem Sturze des mährische«Reiches Kunde von dem Evangelium in das Gebiet von Krakau brachten.Ein entscheidender Schritt zur Pflanzung der christlichen Kirche geschah abererst unter dem Herzoge Mieczyslaw zur Zeit, als er die Lehnsvberhoheü

1) Vgl. Butler, Leben d. Heiligen a. d. Engl. v. Räß u. Weid. N.

VIII. S. 205-216. Von P. Hadrian VI. i. I. 1523 kanonisirt. ,

2) Die Historiker Polens u. nb. Polen: Mu'tr'nr (um IlM) cm»con. zugl. mit Vine. Xaäludelr. Osä-rui 749.. llanätlrie. Varsorr, 8-4

Oauonic. Orucov. povts-r episc. Usopolisus. ) 1480. be-sond. für seine Lebenszeit s. 1413 zuverlässig u. wichtig, in d. ält. dagegen «n-zuverlässig u. unkritisch), lri8wriu llolsuiae. IIu;-88su, rrux. Oroäscirius. brä711. II. P. k. c?,-e»ns» Varmieu8. epmc. sch 1589) kolooia, nivs äe ariNne«rsb. AS8t. llolon. Lusil. 554. äVarttSLewkeL, lri8torxa uaroäu polslriezo I»«1386), neue Ausg. Xixs. 836., Roepcll, Gesch. Polens I. Thl. Hamb, M(bis z. 14ten Jahrh.)