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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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§. 181. Bekehrung slavischer Stämme.

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Die Kroaten (Krowaten) hatten sich unter Kaiser Heraklius in demGebiete zwischen dem adriatischen Meere, der Donau und Sau niedergelassen.Als ibr Fürst Porga von Constantin Pogonatuö später christliche Missionärevcrlamte, wies dieser ihn an das Kirchenoberhaupt nach Rom. Die vonhier entsandten Glauhensboten tauften den Fürsten (670) und einen Theil

Volkes. Der Papst zügelte sie in ihren Räubereien und Angriffskriegen,und nahm ihreBesitznngen als sein Eigentbum in apostolischen Schutz; sichereKunde von kroatischen Bischöfen gibt es erst seit dem Jahre 879.

DieScrbier waren bald nach ihrer Einwanderung in Dacien, Dar-damen Dalmatien und der Seeküstc von Albanien von Heraklius zur Taufegezwungen worden. Als sie jedoch vom griechischen Reiche abfielen (827),herwarfen sie auch das Christenthum, bis sie, vom Kaiser Basilius überwun-den sich demselben abermals znwandtcn (868).

Die Karantan er, seit dem 7tcn Jahrh. inder windischen Mark (Kärn-tben, Kram und Stcpcrmark), erhielten vom Christenthmne Kunde durch ihreBerührungen mit Salzburg und ihrer Abhängigkeit vom fränkischen Reiche.Da die beiden Prinzen Karost und Chetumar eine christliche Erziehungin Bayern genossen, verband sich der letztere, zur Herrschaft gelangt (753),mit Bayern. Jetzt sandte der EB. Birgilius von Salzburg den BischofModcstnS und einige Geistliche zur Bekehrung der Karantaner, und seinNachfolger Arno den Bischof Dietrich für die benachbarten Slaven (800).Bald brach zwischen Arno und Ursus, Patriarchen von Aguileja, über dieJurisdiction in Karantanien ein Streit ans, den Carl d. Gr. dahin erle-digte (810), daß die Drau die Grenzlinie beider Bisthümer sein sollte.Seit 870 zog Adalwin, EB- von Salzburg, Karantanien in seine unmittel-bare Jurisdiction ').

Die Mähren (vom Fluß Morawa benannt) waren durch die Erobc-rungöplane Carl's d. Gr. zuerst mit dem Christenthmne bekannt geworden.Ans seinen Wunsch hatte der EB. Birgilius von Salzburg und der D. Urolfmi Paffau für die Verkündigung des Evangeliums gesorgt. Das ErzbiS-chmnLaureacum sollte nach des Papstes Bestimmung (824) die Juris-diction erhalten, sie kam aber an Passa u zurück. Doch war diese Verbin-dung mitDeutschland zu verhaßt, die Missionäre zu wenig mit der slavischenSprache vertraut, die lateinische beim Gottesdienste erschien zu fremd. Dakamen von Griechenland her Cyrillus (Constantinus) und Methodius(883), und fanden durch ihre Predigt und ihren Gottesdienst in altslavischerSprache größere Anhänglichkeit'). Während sich Cyrill in ein Klosterzunickzog, war Methodius nach Rom gegangen, und von Hadrian I?. zumBischof für Pannonien und Mähren conseerirt worden (868). Von feind-seligen Priestern des ErzbisthumS Salzburg wegen der slavischen Liturgie

1) (Priester v. Salzburg zu Ende des 9. Jahrh.) äs eonversious

Lvprivrmn ei OiireuMnoruni. (Os/els, scrstu. rsr. Lola. 4. l. p. 280.kci'jpwr. rer. Lokemieur. u. Hansls» llernumiit suera I. II. y. 103 8g.) vgl.meinmapern, Nachrichten v. Juvavia. Salzburg 784 k. Anhang S. 10.Rcttbcrg Bd. II. S. 557 ff.

7) lim Oonstaiuirü v. einem Ztgen. in w. Nam. '4. II. p. 19.

ltlerr Droekeatr« (um 1161) reecmrw 81<rvor. e. 8. sg. s,5'vk«oa»rckk«o»',reir Iluugurie. 4. III. p. 474.) vgl. Giuzel, Gesch. d. Slavcnapostel^ Methodius u. der slav. Liturgie, Lcitmcritz 857, wo zugleich die ein-