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2. Zeitraum, I. Periode. 2. Zeitabschnitt, i. Capitcl.
nach der Geburt tödten; das Weib mußte oft mit dem Leichname des N».ncS verbrannt werden.
Wie in der Sprache ist auch in der Religion ein gemeinsamer GM.stamm der Slaven unverkennbar. Sie war ursprünglich wohl eine der aer-manischen ähnliche Naturrcligion, später wurde die Zahl der Gottheiten aus-fallend vervielfältigt, und mehrere derselben werden von christlichen Annalistmit r ömische n Namen bezeichnet. Von einem „ höchsten Wesen am An-fang " haben stc eine dunkle Ahnung gehabt; aber nach den grob sinnM,Vorstellungen war aus demselben in den zwei Linien Bielobog und Cm,no b o g (weißem und schwarzem Gotte) ein zahlreiches Göttergeschlecht essprossen, worin der persische Dualismus bestimmt hervortritt, den Ha-nn sch im slavischen Mythus nachgewiescn hat. Der Götterdienst Wnicht nur bei den einzelnen Stämmen gleichartig, sondern es bestanden sogarCultuSverbindungen; einzelne Göttcrsitze, wie der Tempel zu Arcona aasRügen, zu Rethra u. a. hatten selbst für politisch von einander getrennteStämme gemeinsame Geltung. Der Oberpriester von Nowgorod soll mitden Priestern von Curland und Scmgallen in Verbindung gestanden habe»,Am meisten verbreitet war die Verehrung des Peru», bei Russen undMLren der Donnergott (zu Kiow und Nowgorod), des SwantcwitsznAr-cona), des Radegaft, des Gottes der Gastfreundschaft (zu Rhctra), derLebensgöttin Schiwa und der Lado, Göttin der Schönheit und Liede. Körtlichen Göttereulten waren die Polen am reichsten. Uebrigens stelltet»Natur in den verschiedenartigsten Naturkörpern ebenso viele Wohnsitze fürUntergötter, gute und böse Geister dar; daher deren Verehrung in Ha«und an Gewässern, anfangs ohne Abbildungen, und ein tief ins Leben ein-greifender Geisterglaube. Die später» Götterbilder entbehren jegliche»Kunstsinnes und haben gewöhnlich mehrere Häupter und Gesichter: Trig-law zu Stettin und Julin hat 3, Swantewit zu Arcona 4 Köpfe. ZarGewinnung der Götter wurden öfter sogar Menschenopfer dargebracht. Gro-ßen Einfluß übten bei diesen Opserculten die im hohen Ansehn stehendenPriester. Auch auf die Familien- und socialen Angelegenheiten vielfacheinwirkend, hielten sie an jedem Montage als dem der Rechtsgottheit fAme!gewidmeten Tage Gericht und schlichteten die Streitigkeiten. Dieser Umstandwirft einiges Licht auf die spätere hohe Stellung und umfassende Wirksamkeitder christlichen Priester, so wie auf ihre Bezeichnung „Fürst" illim,Xi«c!r, daher die noch jetzt übliche Bezeichnung Xioiclr öisleup, Xioair kr»-Irosrsr d. h. Fürst Bischof, Fürst Pfarrer . Das andere Leben galt als eineFortsetzung des gegenwärtigen.
tz. l81. Bekehrung slavi'cher Stämme.
D/kmarus Mn'.eeü., ArkaM. .Bremen«, s. vor §. l78. -Wmiit!(Presbyter zu Bosow ff 1170) obroiiicn 8!nvor. sä. Lungert, bub 6A.4. auch in Ts/bn. seript. Lrnns. K II. p. 537. AsssmcnM?, lOrlenetiimseeiss. uuiv. Lora. 755. 4. I—V. salutaris lux evanxcki
ste. Ts^sA/srsLreAo, sz-stsmn bistorieo-cbronolagicnm scelssiarnin slaMi-onrnnr per xroviueins varias, xruscipns kolonins, Lobsmias, I/itbuWiao.ki-ussias, Lrussins, Vlorarias ste ätstinsturum VIII lidb. IV. cootmWUistoriam scelss. a. OIw. aä a. 1650. Irnjseti 652.4. Zu beachten: Ums-tolu lllpiscoxor. Osrinnnias all llosii. xapam VIII. äs 8>,'»is allclrrist. eouvsrsis st sornm s,rebispiscoi>o st spiseopis lMrnsi. VXlflp. 253 8g. SaiNuOr. V. VI. ?. I. p. 126 sg.) Bgl. Gfrörcr, allgcmmKG. Bd. III. S. 1276 ff. Das Spccicllc üb. d. einzelnen Bist-»'mer s. im Freib. Kirchenlcrtkon unter den betreff. Namen.