Druckschrift 
Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
Entstehung
Seite
428
Einzelbild herunterladen
 

428

2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt. 1. Capitcl.

Alexander M. erhob diesen bischöflichen Sitz zur Metropole Schwede»,(1163), dem die Bisthümcr Skara, Linköping, Strcngnäö Wü-ster ä s und später Weriö und Abo untergeordnet wurden. '

Die Normannen (Norweger) erhielten auf ihren kriegerischen Z»Wdie erste Kunde vom Christenthume'). Seit dem lOten Jahrh. wurde dieEinführung desselben von einigen Königen versucht. Harald Schöhahatte Norwegen als Oberkönig vereint und selbst in einer VolkSversammln»,geschworen, nur dem Christengotte zu opfern. Sein Sohn HakenderGute (936 um 51) war in England erzogen und getauft; als er»»»die Annahme des Christenthums beim Volke beantragte, antwortete diese,:ein neuer Gott könne zu ihm kein Vertrauen haben, wenn man die alte»Götter so leicht verließe." Da vermischte Hakon Heidnisches und Christ-liches, und starb mit dem qualvollen Bewußtsein der Verleugnung Christi.Die Liebe des Volkes für seine milde Schonung ihrer Heiligthümcr wirk,!nach seinem Tode günstig für das Christenthum, und als der dänische KönizHarald Blaatand Norwegen verräterisch an sich brachte (um W)machte er Bekehrungsversuche; doch der mächtige Norwege Hakon zerstört!mit der dänischen Herrschaft alle christlichen Stiftungen. Olav Trygve-sen (9961000) setzte mit dem sächsischen Priester Thangbrand seine«ganzen Einfluß an die Einführung des Christenthums, zertrümmerte heid-nische Götzen, bis er von seinen Feinden überwunden und gedrängt insMeer sprang. Die Nachfolger, als Statthalter des dänischen und schwedi-schen Königs, zeigten sich indifferent gegen das Evangelium. Als Norwege»dann in Olav dem Heiligen (s. 1019) wieder einen eigenen Herrschererhielt, vollendete dieser nicht ohne Gewalttätigkeit mit Hilfe englischerund deutscher Priester die Gründung der christlichen Kirche; zu Nidaro,(Drontheim) erbaute er die schöne Clcmcnskirche. Im Kampfe mit de»heidnisch Gesinnten, die sich mit den Dänen verbanden, entzündete er dieChristen zu einem förmlichen Kreuzzuge gegen Knud d. Gr.'), in dmer siel (1030). Zu seinem Grabe zu Nidaros pilgerten fromme Gemntherwie zu ein em Heiligen '). Die Verehrung für ihn und der Haß gegenausländische Herrschaft machte die Normannen dem Christenthum geneigter.Seit 1148 erhielt Norwegen das Erzbisthum Nidaros, dem die Bis-thümcr Bergen, Hammer und Stavan g cr untergeordnet wurden.

Island"), jene öde Insel, kaum 861 von den Normannen cntdeekt,ward bald ein blühender Sitz nordisch-germanischer Bildung und Litteratnr.Nach dem sächsischen Priester Fricderich (981) hat Olav Trygvesc»sich für die Christianisirung der Isländer freudig interessirt, der IsländerStefncr, der Sachse Thangbrand u. m. a. von Norwegen and diegöttliche Friedensbotschaft verkündet. Eine Volksversammlung (106V) er-klärte sich für die Annahme derselben, nachdem ihnen geheime Opfer, Aus-setzung der Kinder und Essen des Pferdefleisches zugestandcn worden. Erstallmälig überwand die Kraft des Christenthumö diese heidnischen Elemente,besonders seit Adalbert, EB. von Bremen, den Priester Jsleif zum

1) Dahlmann, Bd. II. S. 91-97.

2) Dahlmann, Bd. II. S. 122-29. vgl. Bd. I. S. 112. - 3)

Krtt'keso» s) 1241.) Ilonnslo'inxla, ml. 8i4ineninZ. Hain. 777 sg. 5 D. b; öder»v. Mohnikc. Strals. 835. H. I. v. Wächter. Lpz. 835 ff. Bd. I. II. Dahl-mann, Bd. II. S. 77 ff. 4) 2-7-?.?» Irint. ocol. lülnnrtino. Ilam

772 sg. 4 Dl. Munter, Bd. I. S. 519ff. Dahlmann, Bd.II. S. 106 -M,