§. 179. In den skandinavischen Reichen.
427
Sein Geist lebte in seinem Schüler und Nachfolger Rembert fort.Deck brachen unter Gorm dem Alten grausame Verfolgungen über diedä-iü'ckc Kircke aus: Hamburg wurde abermals verwüstet. Der Kaiserüe'innch >. erzwang von ihm Duldung des Christenthums (um 934); derW Nnni von Hamburg und Bremen (s. 918) stimmte ihn wohlwol-lend für dasselbe. Sein Sohn Harald Blaatand (Blauzahn 936—ggs ward ihm ergeben und empfing nach einem unglücklichen Kriege mitOtto l. die h. Taufe (um 965). Die Entscheidung dafür soll der deutschePriester Pop po gegeben haben, der sich erbot, die Gottheit Christi durchem Goitesurthcil zu beweisen, und am folgenden Tage wirklich eine MasseMenden Eisens mit unverletzten Händen sorttrug '). Doch empörte seinsrcudiacr Eifer für das Christenthum die heidnische Partei zu seinemSturze.Sein von den Heiden geliebter Sohn Svend (986—1014) bedrohte zwardie Biöthümcr Odensee und Roskild, entschied aber nach der EroberungEnglands den Sieg des Christcnthums in Dänemark. Sein Sohn Knudder Mächtige (1014—1030), in dem christlichen England christlich erzogen,hat zur Versöhnung beider Länder, aus eigener Ueberzeugung und aufFürbitte seiner Gemahlin Emma die christliche Kirche fest begründet, unddurch seine Pilgerreise nach Rom (1026) mit dem Mittelpunkte eng verbun-den^. Die zum Theil noch äußerlich gebliebene Bekehrung des VolkesMe durch die unter Svend E strith son (s-1076) gestifteten neuen Bis-tbümer Lund, Börglum und Viborg weiter gefördert werden. Aberim Marke des getauften Volkes schlich noch lange das heidnische Verderben,nnd der etwas ungestüme Eifer Knud des Heiligen ^) hei Eintreibungdes Zehnten kostete diesem das Leben (10. Juli 1086). Auf Ansuchen desKönig Erich ward Lund von P. Urban II. zum Erzbisthum erhoben unddie dänischen und schwedischen Bisthümer demselben untergeordnet, bis dieletzten einen eigenen Metropoliten erhielten.
In Schweden war der durch Anschar ausgcstreute Saamen der Erndteentgegen gereift. Der EB. Unni von Hamburg hatte seinen Sitz verlassen,nnd der Begründung der schwedischen Kirche ein Jahr geweiht (ff um 940).Auch seineNachsolger sendeten Missionäre, die das lebensfrohe Naturvolk derHeilsbotschaft geneigt machten, und bereits 1008 Olav Skötkonung,als den ersten christlichen König Schwedens, dem Chriftenthume zuführten.ZuSkara erstand das erste Bisthum; die letzten Reste des HeidenthumSunterdrückte König Inge (1075) mit Gewalt "). Dem Chriftenthume an-gemessener legte König Swerker (1133—55) durch Mönche des h. Ber«nard Kloster an, die auch hier die christliche Kirche befestigten. UnterErich IX., dem Heiligen (1155—60), ward das Bisthum Upsalagegründet und Heinrich, dem Apostel der Finnen, (bei denen auch daöBiSthum Randamecki, seit 1200 nach Abo verlegt) übergeben. Papst
lEc, wo es jetzt vermißt wird; die oben angeführten die Ä.
v MiMt, deren m'-mfatio vor jedem Leben der Heiligen stehen sollte,t) llä«,«. Lrem. b. s. II. 36. vgl. Gfrörcr, allgem. KG. B. 111. S. 129t ff.2) Saro (Propst in Rosktld? ff um 1204). bist. libb. XVI.
m. Ste/i/,a,rE. Lar. 644. 2 V. t'. ock. LVoks. Ual. 771. Dnn/oM/ckau. airn. occl.9»n 'lipiviEi. Hain. 741 sq. V. I. Munter, a. a. O. Bd. I. S. 214 ff.Lahlmann, Bd.I.S. 99 - 112 . - 3 ) Vgl. Dahlmann, Bd. I.S. 195-203.
" Olauäm« Oern/o'ltkm. bist. Lnsonnm dokbormugii« oeel. libb. IV. Ltoellll.M. 4. Rühs, Gesch. v. Schweb. Hal. 803. 5 Th.