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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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426
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426 2. Zeitraum. 1. Periode. 2. Zeitabschnitt, 1. Capitcl.

nein Gefährten Autbert begleitet, ging er mit Harald nach Dänen,«!(827). Zu Hadcby errichteten sie eine Schule für losgekaufteHej.densklaven, die zu künftigen Missionären gebildet werden sollten. Achschon 828 wurde Harald, der Beschützer Anschar's, abermals verwüstund damit war zunächst in Dänemark jede weitere Hoffnung für das llch-stenthum vereitelt. Für Anschar aber eröffncte sich ein anderer WirkunAkreis. Als der Kaiser Ludwig eine Gesandtschaft nach Schweden Wglschickte, schloß sich derselben An schar nach dem Tode seines GejAm«an. Hier arbeitete er durch Is? Lahr unter unsäglichen Schwierigkeit«,aber mit reichem Erfolge, indem er zahlreiche Schweden aus allen Ztändn,bekehrte und viele Kirchen errichtete. Kaiser Ludwig wollte nun den groft»Gedanken und frommen Wunsch seines Vaters ausführen, gründete dachunter Autorität P. Gregor's IV. 831 zu Hamburg ein Erzbisthum, in derAbsicht, den nordischen Missionen einen Mittelpunkt und Festigkeit zn ver-leihen. Anschar wurde EB. und päpstlicher Legat für Dänemark, Schwede«und Norwegen (834). Unter mannigfachen Unruhen im fränkischen Reicheund in Dänemark, wo König Horich dem Christenthume sehr feindselig warhatte sein glaubensvoller Eifer nur einen allmäligen Erfolg. Dabei verwüstet«!die Normannen sogar Hamburg (845); die Gemeinde zerstreute sich. A»-schar hatte fliehend nur die Reliquien gerettet und blieb, da sein erzbischöfli-cher Sprengel ohnehin arm war , auf das Kloster Turholt in Flandern an-gewiesen, das ihm der Kaiser als Zufluchtsort angewiesen hatte. Bald dar-nach verlor er auch dieses noch ; doch gestaltete sich seine Lage besser, alsLudwig der Deutsche die Bisthümer Hamburg und Bremen vereinigte (W,und Anschar dem vereinten Erzbisthume vorsetzte. Als der EB. Günthervon Cöln seine Ansprüche auf das ihm untergeordnete Biöthum Br»»fallen ließ, bestätigte auch P. Nicolaus I. die Vereinigung '). Bonjetztan war er unermüdet für das Christenthum in Dänemark und Schwede»wirksam. In erstercm Lande wußte er selbst des immer noch heidnische»Hör ich's Vertrauen zu gewinnen, und die Erlaubniß zur Verkündig»«;des Christenthums und Errichtung von Kirchen zu erlangen. Auch nachSchweden, wo die von ihm (831) gepflanzte Mission durch einen Volksauf-stand zerstört war, führte ihn nochmals sein Aposteleiser (853). Nach länge-rem Widerstande erhielt er, als das Loos darüber en tschieden halftvon König Olaf die Erlaubniß, das Evangelium zu verkünden. Zu größererHoffnung aus Bestand gründete er nochmals eine Missionsanstalt.letzten Tage verlebte er in seinem Erzbisthume unter gleicher Entbehrungund Anstrengung wie die Zeit seiner Jugend, und vorzugsweise der Bekehrungder Dänen zugcwandt. Im härenen Gewände ging er einher, erwarb durchHändearbeit und Entbehrungen die nöthigen Unterstützungen für Missronö-priester und Geschenke an heidnische Fürsten. In dieser mühevollen, aberbeglückenden Wirksamkeit verschied dieser große Apostel ) freudig und unterLobgesang (3. Febr. 865), doch mit dem ungestillten Verlangen seiner Zugesund seines Alters; den Tod der Märtyrer zu sterben ^) !

1) äs scslssins mstrvixäitiiimo Oobmisusi« i» ürswensem oiim«ullrnAurrsrrin suro ruskroimlituna xriinitivo. Uonnav 792.

2) Ncander, Dcnkw. III. 2. S. 125 ff. S t o l b er g- Kerz Th. 2b.S. 344419.

3) Anschar hinterlicß auch schriftliche Denkmale: ein äi.-rrium, die TcMteseiner Mission enthaltend, welches der Äbt Tpmo von Corvcp 12kl nach M