§. 177. Der Widerstreit im Oriente.
421
Simm gegen die Bilder (el>!ovnr--.«<rzioe) anbefohlen und ausgeführtfM. Johannes Damascenus, der größte Theologe seiner Zeites tz. 306.), vertheidigtc den verständigen Gebrauch der Bilder; die PäpsteGregor »- und III. protcstirtcn gegen den Vorwurf: „daß die Kircheseit Jahrhunderten Götzendienst geduldet oder begünstigt habe. Kein Christbete die Bilder wie die Heiden an, sondern verehre ste nur um der den Urbil-dern gebührenden Achtung willen *)." Eine von Gregor 111. zu Rom vcr-saunucltc zahlreiche Synode (732) belegte all eBilderfcinde mit dem Banne;die dazu gekommene politische Unzufriedenheit über die Anordnung einer neuenSteuer entzündete den Haß gegen den Kaiser noch mehr (si 741). SeinSohn Consta nt in us Copronymnö verfuhr noch unsinniger gegen dieMer und ihre Vertheidiger im Morgen- und Abendlandc, wodurch derStreit bald eine bestimmt ausgeprägte politische. Tendenz annahm. DieFreunde der Bilder waren so bedeutend, daß Art abaöd ns, der SchwagerCoustantin's, sich an ihre Spitze stellte, um den Kaiser vom Throne zu stürzen.Der Streich gelang ihm, so daß er sich zum Gegenkaiser anfwars (740) undein Beschützer der Bilder wurde. Aber in dem sich zwischen ihm und Con-stantin cntspinncndcn Kaiüpfe unterlag er, und die rohe Seele Constantin'sergötzte sich beim Pferderennen an dem Anblicke des gefesselten Artabasdusmd seiner Söhne, die er darauf blenden ließ. An den Anhängern desUnglücklichen wurde ein schreckliches Strafgericht ausgcübt. Das Edictgegen die Bildervcrchrung wurde geschärft, aber erst, nachdem der Pa-triarch von Ct. Anastasius, welcher nach einem bitter» Schimpfe seineWürde wieder erhalten, alles vorbereitet hatte, der Kaiser des Thrones sicherund der ihm geborne Sohn zum Mitregenten gekrönt war. Gerade in demgünstigen Augenblicke, wo die Langobarden den Papst bedrängten, erneuerteund verstärkte er die Verordnungen gegen die Bilder. Als nämlich die Pa-triarchcmvürde von Ct. durch den Tod des Anastasius (754) erledigt war,benutzte er diesen Umstand, um durch trügerische Hoffnungen alle Bischöfezu fesseln und den alten Plan durchzusctzcn, die Bildervcrchrung durch eineallgenieincSynod c abzuschaffen'). Die auch bald zu Ct. auf einer Synodeversammelten 338 Bischöfe waren zu knechtisch feige, um dem Tyrannen zuwidersprechen, verboten vielmehr willig die Bilder als eine Erfindung desTeufels unter schwerer Strafe, und vollendeten ihre Schmach durch Verdam-mung des ehemaligen Patr. Germanus, Gregor's von Cypern und desJohannes Damascenus. Der Papst und die drei Patriarchen desOrients verwarfen die Bestimmungen dieser Synode. Dadurch ward dieReaktion der Bildcrverehrer gegen den Kaiser zwar noch entschiedener, aberauch dessen Verfolgung grausam bis zur Zerstörung der Klöster und ihrerBibliotheken. Die Mönche mußten heirathen oder ins Exil gehen; oft
Gegen den immer von neuem wiederholten ähnl. Vorwurf hat in der Folge' bas DnAen t. feierlich erklärt: „Imaginos porro Obristi etc. in tomplis.Mesertim baden,las gt rotinen,las oisgua elebit.um bonorom et vonerationemMMieniIani, nan gno,I crodiitnr inosse aligua in iis clivinitas vvl virtus, prop-t» ,Mm sim eoleiulao, vol guo,! ab eis sit aliguicl potonebnn, vel guo,1 üilueiain imagmibus sit tixonela, voluti nlim tlobat a Kontilibus, gnao in iilolis sponieiuwi eollocabant; sog guoniain bonos, gni ois oxbibotnr. rokortur a,l proto-tz?u> gnao illao repua.os6nta.ut." etc. Löss. 25. ,l6 invoeat. venoratinue 6to.^oumtc Bcstinmlunge» über den Gebrauch der Bilder in Kirchen gab P. llr-d-u VIII. j. I. 1642.
>) Bgl. Schlosser a. a. O. S. 212.