410 2. Zeitraum. .1. Periode, t. Zeitabschnitt. 4. Cappel.
und widerlegte. Diese Schrift sandte er mit einem versöhnlichen Schreitenan Felix. Da dies erfolglos blieb, berief Carl eine zahlreiche Spundenach Frankfurt (794), welche diese Irrlehre abermals verdammte. Eineneue Synode in Rom unter P. Hadrian (794) bestätigte die gefaßtenBeschlüsse. Felix dagegen vcrthcidigtc seine Lehre in einem bcsondcrii Werkegegen welches Alcuin nun seine Hauptschrift richtete (nclv. bolleem yg 'Diese schickte Carl auf Alcuin's ausdrücklichen Wunsch an den P. Harrisund die fränkischen Bischöfe Paulinus, Patriarchen von Aquileja denEB. Richbod von Trier und den B. Thevdulph von Orleans, welch,letzter» zu Gegenschriften aufgefordert wurden. Unter diesen ist die des Pau-linus von Aquileja die bedeutendste. Von ihm wie von Alcuin war derAdoptianismuö als erneuerter Nestor,'an ismus Z erwiesen, mdurch vollständige Aneignung der Argumente des Cyrill von Alexandrien be-kämpft. Aber auch diese Versuche scheiterte» an dem Starrsinne und H»ch.muthe des Felix und ElipanduS.
Zur Verhütung der weitern Verbreitung des AvoptianiSmus in der spani-schen Mark sandte König Carl die Erzbischöfe Leidrad von Lyon und Ne-fried von Narbonne und den Abt Benedict von Aniane nach Urgel.Ihren Bemühungen gelang es, 20,000 Geistliche und Laien zur katholischenLehre zurückzuführcn, und selbst den B. Felix zu bestimmen, nochmals anseiner Synode zu Aachen (799) zu erscheinen. Nachdem dieser hier bTage mit Alcuin disputirt hatte, erklärte er sich endlich nach der Verlesungeiner Stelle aus Cyrill von Alexandrien unter Thränen für überwiesen, undwiderrief seinen Jrrthum auch schriftlich sconlossio lickei kolicis). Tr wardnun unter die Aufsicht des EB. Leidrad gestellt, wo er 816 starb, ohne sei-nen Jrrthum wahrhaft aufgegeben zu haben. Denn ein nach seinem Todeaufgcfundencr Zettel mit seiner Handschrift enthielt noch die Theorie desAdoptianismns, wodurch der EB. Agobard, der Nachfolger Leidrad's, zueiner neuen Gegenschrift veranlaßt ward. Carl sandte im I. 800 jenesAbgeordnete nochmals nach den vom Adoptianiömus insicirten Gegenden,und sie bewogen auch dießmal 10,000 Verirrte zum Widerrufe; nurEli-pandus widerstrebte hinter der maurischen Schutzwehr allen Bemühungendes edlen Alcuin. Dennoch ging der Adoptianismus mit seinen Hauptver-tretern unter; Elipandus starb um 810. Der Streit hatte übrigens darineinen bedeutenden Erfolg, daß die fränkischen Bischöfe veranlaßt wurden,einen dogmatischen Gegenstand speculativzubebandelnund zu diesem Zweckediefrühere dogmatische Litteratnr zu studircn. Wie umfassend und mit welchem Er-folge dies geschehen ist, zeigen besonders die betreffenden Schriften AlcuinS.
§. 174. Carl der Große.
1. Omlex Carolmus (cnth. nnnnlos, (Apitnlnria u. oyy.) sCarl'i
Gchcünschreibcr ( 844) vita Onrvli; M-nac/rue,' dezent»
bl.; l-'oet« 8'amo, auiial. cle xö8t. Lnrol. (ck'erts. kl. I. u. II)
1) ^Iten/». i-ontra b'vlie. Iib. 1. c. 11.: 8icnt blsstorinon iwpieius in Sun!Lkrislus ckivisit porsonas xraptor duns üaturas; — ita er vostru iuiioMtomerit.NL in duos e»m dividit tilios. unum yroprium, altvrum acko/>truu»u 8ivsro 6I,ristU8 v8t yrnyriuo ülius Dei kutris et adoptivno: oruo ost alter esalter. Und an einer andern Stelle: live veliin eortioeimo vos coMoscere, o nnkratroo Iiusu8 adoxtionio in Obrioto as8ortorL8. >juod <,uidijuid beatustbloxnndr. ecclos. poutilex, oznodali auctoritato impio rosyondit Reswno,vobiu respoimurum 0 LSv almqiie dubio sciatis; ijitia sjusdem erroris iwMN!chusdom veritati8 rs8pon8ionibus ds8trui (lobet.