406 2. Zeitraum. 1. Periode. 1. Zeitabschnitt. 4. Capitcl.
thumberland) gewährte es ihm neben Andachtsübungen, liturgischen HG.lungen, Studium der h. Schrift stets die größte Freude zu lernen, zn leb»oder zu schreiben. Dadurch erwarb er sich den Ruhm des Repräsentantder Wissenschaft seiner Zeit, und welch umfassender Wissenschaft! Sterbensnoch lehrte er seine Schüler, und besiegelte seine Lehre mit der Lobpreis«»,des Vaters, Sohnes und h. Geistes (735).
tz. 172. Bemühungen Carl's d. Gr. für wissenschaftliche Bild««,TVtcmra.e«/»/ I. c. I'. II. lib. I. e. 96—100. F. Lorentz, Alcuin's Leben.829. ran 7l«r»'ercle», do iis, guno a L-erc-Io öl. tum ad prepax.ekr. tum ad smcndandnm docsudi rntionem acta sunt. Imgä. 8L sLae/rr, ds littsrnrum studiis a Oaroln öl. rsvocatis ae sckolup«^instnurata, IlsicisII». 856. Derselbe, Gcsch. d. röm. Litteratur in, tm,ling. Zcitalt. Carlsr. 840.
Das erste Interesse für wissenschaftliche Bildung im fränkischen Reichehatte der h. Bvnifacius angeregt; dann bildete sich durch Carl's d. Gr.großartige Bemühungen die zweite H auptgruppe von Gelehrten, ««dzwar von Gelehrten rein germanischen Charakters; denn die Lehrer wemhier, nicht wie in England Römer und Griechen , sondern Germanen. De»Trieb nach Wissenschaft, welche Carl erst im spätern Alter sich aneiguetewo er die nur mit dem Schwerte vertraute Hand noch zum Schreib»gewöhnte, hatte er erst in Italien empfangen. Von hier hatte er de»Petrus Pi sannS und PaulinuS, Patriarch von Aquileja (s-M),an sich gezogen, vom Hofe des Longobarden-Königs Desidcrius den gelehrte»Paul Warnefried erhalten, dem er als seinem Lehrer der griechische»Sprache großes Vertrauen schenkte, und ihm mit einiger Unterbrechung bisan dessen Tod befreundet blieb (( 799). Noch einflußreicher wurde aberder angelsächsische Mönch Alcuin, Vorsteher einer Schule zu Jork, dergrößte Gelehrte seiner Zeit. Er wurde Carl's Freund und Nathgeber,richtete die Schule an seinem Hofe (8eIroIu kalatina) von Neuem ein, mblegte im ganzen Reiche an Cathedralen und Klöstern gelehrte Schulen an)für die sieben freien Künste strivinm für Grammatik, Dialektik, Rhe-torik; giindriviom für Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie).Er starb in stiller Zurückgezogenheit als Abt im Kloster zu Tours geradeam Pfingstfeste, wie er so oft gewünscht, (804). Auch hier hatte er ei»eSchule gegründet'), aus welcher Amalarius von Trier, Rabauuivon Mainz, Hetto, Abt von Fulda, Haimo, B. von Halberstadt undSamuel von Worms hervorgingen. Jetzt und in der nächsten Zukunftblühten im fränkischen Reiche besonders noch die Schulen zu Orleans, Tou-louse, Lyon, RheimS, Corbie, Aniane, St. Germain d'Aurerre, St. Gal-len, Reichenau, Hirsau, Fulda, Utrecht, Mainz, Neu-Corbie, Trier
I I Die Errichtung dcrselb. bereits v. Carl empfohlen in einem Circularschm-den an alle BB. u. Acbtc a 788. bet Tlalrt^. D I. p. 147 sg. „constiwtio äesckolis per singnlu blpise.opia ot mouastoria. iustiluondis." (Inpitnl. öguisxr. s.789. c. 70.: — ölon solenn ssrvlis eonditiouis inknntss, Söd stiem ingöMMMtilios adgrsgent lsannuiei st mouaeki) sikigus sooisnt. ölt eet sekolno loxeutiWpnsrorenn Laut, ksalmos, notas, eautns, eompntum, grammntienm poruinzukmonastsria vsl episeopia discnnt. 8od et likros catkolieos Kon« ememlat«!kakeant, guia sasps dum Irene nirgend Leenn roxurs eupinut, per memeuä»'tos likros malo rvFnnt. (Lcrl«Ä. 1. I. p. 173.)
21 Alert/»» opp. sd. l?roksnius. Uruisk. 776 sg. 2 'I. k. bei Mr/ue I. c.ll'. 99—101. Sic cnth. 232 wichtige Briefe, Leben der Heilig., Gedichte, Ab-handlungen und verbreiten sich fast über alle Wissenschaften.