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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum, l. Periode, l. Zeitabschnitt. 2. Capitel.

man diese Schenkung mehrfach als eine Restitution'). Und auch Mverpflichtete die Römer zum weltlichen Gehorsame gegen den Papst ). ^

Nach Pipin's Tode versuchte der Lombarde Desideriuö nochmals d«Exarchat und Rom zu erobern: da zog Carl d. Gr. bereits unterHadrian I. (77295) nach Italien. Er besiegte die Lombarden und i-Gtigte zu Rom, welches er erst nach erbetener Erlaubnis betreten hatte dHSchenkung seines Vaterö. Ja er erweiterte sie durch einzelne Provinze,,des nördlichen und Mittlern Italiens, Corsika, den DncatnSvon Spoleto und B enev e nt '), wovon die Päpste aber in der Fol«außer dem Erarchat, dem Ducatus von Rom und Spoleto factisch nichts be-saßen. Nach der Gesangennehmung des Desideriuö zerstörte Carl das Im-bardische Reich und nannte sich König der Franken und Lombarden.Als er nun unter P. Leo III. (795816) die erweiterte Schenkung seinesVaters auf das Grab des h. Petrus am Weihnachtsfeste (900) niederlegte^

1) Vgl. III sp. ml Oomiu Uipinum liegem an. 754, IroM

vsutra voluutats per ckanatr»»!-- pugiimm Iisuto I'etro sau-tuegue Do,sine st rsipublieus. oivitates st Isen rsst/tuom/a eoutirumütis zOsimi t r.p. 75). ^t,r«ak. Fluk«re»s. llsistulkum ros 8t. I'stri roel.loro »seiAwew,eonstrinxit. s. Or«? I. o. < up. 6. p. 101 8g

2) Idp. I'opuli 8eimtri8gue llom. ad Ilomin. Uipin. Us^ : .4t vero in

vestris ineUitluis upioibu8 no8 suluturis providontiu vs8lra st ammo/-ere Mo.eeUeutra vsntrcr »tuckurt, )irr»os uo« as Fr/ete-> cksüe/e eiA« Lak

7>et>'u»n, j,r,',«!spem ^xostokorum, st sumnum I)si soolosiam ec rirr»1>«w-simum st evungslieum spirituleiu pucrem vv8truin u Oso dsiro uw OomiiiNLnvstrum kuulum 8ummum koutiüesm st universalem kapain sli.

I. c. p. 141). ^

3 Auch über diese erweiterte Schenkung gibt es kein feststehendes ResultatDie Nachrichten darüber beruhen auf dem bisweilen unsicher» u. spät. Amstaßnju. dem llod. Larnl., die widersprechend sind. et. <7e Mrro« ds evneord. sucerl.et iwp. III, 11. Merkwürdig, daß schon P. Hadrian I. sich (777) bei AcheCarl auf die vcrmcintl. Schenkung Constantin's d. Gr. an P. Splvester beuchLt sicut tempnribue 8t. 8xlvs8lri a pÜ88i'mo 0on8t. LI. imp. per chus lnrxiu-tsm Usinana Istselsoia slevata atgus sxaltata S8t, et potescatsin in bis Hespe,riae partilms lar-riri dignatus sst secs novus > liristianisoiwus Lemstiudnus imperator Iri8 tempurilius 8urrexit, per guom anin a O-us smieuu! erden.Xpostolvrum prinoipis kotri larßiri dignaluü esc. Leck et cuneta aliu, Wi«per divsruos impsratorss, Oatrieion etiam et uliou Oeum timentes pro eormanimae msreeds et venia deiietorum in partidne Tsrn-eiae, 8pulst« seu beuo-vento atgue Ooroiea simul et Zalnnensi patrimonia ketro ^pnstolo eimcessisunt cast. vestris tsinporilme rsntrtnantttr." sOod Oar.dm. ll. I. p. 352)

*) Die Gerechtigkeit dieser und der obigen Schenkung ist aus den verschicdk«-sien, bisweilen naiven Gründen in Zweifel gezogen worden; vgl. Phillips. W.

II. S. 248. Außer der Aeußerung des Joh. v. Müller oben im Terte verweis!»wir bei der Wichtigkeit des Gegenstandes auf Savignp, Ld. I. S. 3i>l: ,,S»gedacht erscheint das Unternehmen gar nicht als eine Empörung gegen den recht-mäßigen Herrscher, den griech. Kaiser, welcher vielmehr selbst diese Länder wals eine Usurpation besaß: denn es ist wohl zu bemerken, daß die Griechen nichtdarauf ausgingen, in dem eroberten Italien die verlorne Hälfte des alte» Rach«wicdcrhcrzustcllen, sondern daß sie es als stemdeS erobertes Land willkürlich be-handelten, ohne ihm seine vorige Würde und Verfassung wicdcrzugebcn. Mit die-ser Ansicht ist eine Oberhoheit des fränk. Königs nicht vereinbar, die auch m daThat nicht behauptet werden kann. Der Papst selbst stellt sein Recht als Munabhängig dar u. s. w." Carl A. Menzel, Gesch. d. Deutsch. Buch. UI. tias16. Bd. I. S. 448.:Die Gerechtigkeit der Schenkung in Zweifel zu ziehe», s»so unbillig als ungereimt: seit der Wicdercrobrrung durch Bclisar und WM«ward Italien von Ct. durchaus nur als Provinz, nicht als Rcichstheil, oder, M