§. 164. Umfassende kirchliche Wirksamkeit der Päpste.
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den hier frühzeitig in die Schranken der Ausübung von Functionen gewöhn-licher Priester verwiesen').
^ ,04. Umfassende kirchliche Wirksamkeit der Päpste,allgemeine Achtung, welche wir unter den Germanen gegen daSOderlMpt der Kirche finden, hat zunächst wohl ihren Grund darin, daß sehrviele Glaubcnsbotcn nach eingchvltcr Autorisation oder ausdrück-,,cherSendung von Rom den Segen des Christcnthums unter den ein--cliieii Völkerstämmcu verbreitet, und die weiteren Anordnungen in Ver-lmitmig mit dem Papste vorgeuvmmcn hatten. So erschien ihnen der römischeBischof sogleich als Vorsteher der gesammtcn Christenheit, was die Päpsteund erleuchtetsten Männer dieser Zeit auch stets vom römischenEpiskopate laut unk bestimmt auSsprachen Z. Factisch bekundete sich dieses seit§eod. Gr. in ker Achtung gegen die a p ostol isch en Vicare, welche indenmciste» Lankern oft die oberste Gerichtsbarkeit übten. Recht auffallend mußteaber die umfassende kichere Machtvollkommenheit des Oberhauptes der K.rcheerscheinen, als der B. Burchard von Würzburg und der Priester Fulrad vonSt. DenyS dem P. Zacharias in Betreff des Major Domuö P i p in unddes Königs Childerich IU. die Frage vorlegten: „ob cs nicht recht sei,taß derjenige, welcher die königl. Macht habe, auch den Titel König führe."Der Papst entschied sich mit Rücksicht auf daS in den germanischen Reichenflir den Adel bestehende Wahlrecht und die bereits von Pipin im fränkischenReiche seit längerer Zeit factisch eingenommene Stellung, nicht etwa mitVerletzung der Gesetze, sondern rechtmäßig für Pipin")-- Indemibn BonifaciuS zu Soiffons zum Könige krönen ließ (752), ward sein Welt-^ liches Reich in den Augen des Volkes durch göttlichen Spruch sanctiom'rt.Dasselbe geschah später bei Carl'ö d. Gr. Krönung zum Kaiser. Bekanntedoch sogar Voltaire: „Blos das Reich Carl's d. Gr. hatte einen Glanzooa Bildung, welcher wahrscheinlich dieFrucht derReisenach Romwar." Auf der ersten deutschen Synode (742) schwuren bereits alle Bi-schöfe d ein P ap st e kanonisch en G eh or sam'), und die zu einer Untcr-
1) Oapii. a. 799 : Idaoilt, ns Llwreplsi dpi a (juiluisdaiu doinceps Kant,
liaetsnus a nosciontikns saustvr. I^airnm st nmxnus rlpostollcorumdecretis snisgus «siiistibus ac deloctationikus inkaerentss kaetl sunt.— a. 803.:bl In. i,ui a kkoropise.vpis prosli^terl vsl diaconi aut subdlaconi sunt ordi-aali. unllatsnus in preskxteratus vsl diasoilatus aut sukdiasanatus olllotowinistrars prassmnaut. '17 I. p. 233 u. 746.)
2) Hadrian I. behauptete vom röm. Episkopate: Lodis apostolica caput> letius inunlli st (Minium Do! ssslesiarum — sujus sollisitudv dslo^ata divi-
niws cuuctis debetur osclosils; — a gua si >,nis so alissidit, tit ekristianaoroliMLs sxtvrrls. — tzuao clo Omnibus oe.closiis las kakot judisandi, noguscniPUiw liest du ejus judissre .judiei», (luorniuliliot suntentüs llFata pontiü-(>>m jus liabebit sulveudi, per guns ad unam kslri svdsiu univorsalls ocelo-iiiae enra cvullult. Ood (arniin. od. I'arm. 443 5l9. — Ttecka k'euerab.:
ijms nssciat, beatlssimum 1'otrum oniuium Xpostolorum prine.ipoin tüisso?lllownisiu. io doau. c. 13). — Akear», der größte Gelehrte sr. Zeit, schreibt ep.28. ad Dean. III.: krincops oeelosiao Kusus iinmaculatae columbas nutritor— vsrs dlgnum ssso latoor, omnom dlius groZis multitudlnom suo pastoribeetiu dlvorsis tsrrarum paseuls eonunorantsm una carltatis tldo sukjoetam ssss.
3) Schon der Umstand ist von Bedeutung, daß kein einziger SchriftstellerIch" Zeit an dieser Erklärung des Papstes den leisesten Anstoß nahm. vgl. Phil-Ups, deutsch. Gesch. Bd. I. S. 522—27.
4) Lom/tic-'r ep. 105. b. Lera««s (max. kikl. '4. XIII. p 113): vesrevt-M» autsw in nostro svnodali convontu ot eonksssi sumus tidom eatkvllemu stz