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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum. 1. Periode. 1. Zeitabschnitt. 2. Capitcl.

die Bestätigung des Kaisers wie im griechisch-römischen Reiche stillste,und factisch zugestanden wurde. "

Nachdem durch Bonifacius die Metropolitanverfassung mm,fränkischen Reiche war cingeführt worden, wurden auch die Vorrechte tuM etrop o liten wiederholt geltend gemacht und bestätigt; gleichwohl »eck,,derte die politische Bedeutung einzelner Bischöfe mehrfach die Ausprägung;,,'Metropolitanverbandes. Ebenso hatte Bonifacius auch die Abhaltung tufür den Metropolitanverband so wichtigen, nun fast vergessenen jährlich,,Provinzialsynoden nachdrücklich eingeschärft') ; doch erlangten Mdiese ihre frühere Bedeutung nicht wieder, da die Abhaltung derselben »der Bewilligung der Fürsten abh,ngO, und auch allmälig«den Reichstagen zusammen fielen. Endlich ward dem Gedeihen despolitansystems der steigende Einstuß des Papstes hinderlich.

Den Bischöfen wurden auch jetzt die jährlichen VisitationenPflicht gemacht, die sie in den s. g. S end g eri ch ten vollzogen. Z«Erleichterung ihres Amtes wurden die Institute der Archidiakonu,eingeführt'), während früher ihnen nur ein einziger Archidiakon a>,General-Vicar zur Seite gestanden hatte. Wahrscheinlich rührt düs,Veränderung von Heddo, B. von Straßburg her'), der für die L».theilung seiner Diöcese in sieben Archidiakonate bei P. Hadrian I.Bestätigung nachsuchte (774). Die aus dem griechisch-römischen Reih,auch zu den Germanen übcrgegangcnen Landbischöfe (s. S. 193.) M

1) Vgl. Vinter im, Gesetz, der deutschen Conc. Vd. II. S. l ff. Ae«Gregor d. Gr. hatte die Berufung von Synoden für das fränk. Reich Mn>holt dringend ancmpfotzlcn Lpp. lib. XI. ep. 5561. ep. 63.

2) 6reAor. 2'uro». bist. I'rancor. VIII, 20. Interim elios placiti nümilet Lxincopi ex )«««» LeArs Ountlnanini npn) Llutsse enseui urbeni colleaisunt. ürpeber^ Regi8 ep. ucl Ossiclerium Lpine. (um 650): Xulris »uostris proeeri>>u8 convenil, ud sine nnutra scioutia 8)'noitaIe comüliWiirexno uuntro non -ixatur, nee ael istus Ixul. Leptemb. nulln conjunctio »«-äntum ex bis, gui acl uostram stitionem psrtinere noncuutur. non in.(Lalue:. 1. I. p. 101.1

3) Die Bischöfe thciltcn itzrc Diöcesen in mehrere Districtc ieupitula rnnüij

denen je ein Archidiakon Vorstand, die jedoch in der Folge oft den dicker»gcnden Archidiakoncn an den Kathedralkirchcn untergeordnet waren, oWdiese nur Diakonc, ja oft nur Laien waren. Daher wurde oft gegen dem s»umfassende Wirksamkeit oder sogar Uebcrmuth als Laien nachdrücklich protM.Oo»o. ilaketarr. IV. rr 633 eun. 39. Xonnulli äiaeonon in tantain erungMisupsrbiam, ut so antspvnant atgue in prima loco ipsi priores stmpraeoumunt preobz'terio in 8seunela elrero eonstitutis. jLarckurn. I. III.p. 587.) Oo»e. L»rer»7en«e a. 666. can. 5. Xel suam persamun jepiscox.) »«>alitsr uisi ant areliipr68b)'ternin suum eliriAet (in coneilium); aut ni »r»prs8b)tero impossilnlitas Inerit, prs8>»)terum utilem a terga Lpiscopoiminter prsnb^terou oeelere, et guaegne in so coneilio kusrint aeta, scireet8ub8cribers. B. III. p. 1000) Oc-ns. Lerne»«« lum 630icM.ln:

ut in parocbiin nulluo laieorum arcbipr88b)ter prasponatur. jLarü!u,n. bistp. 573) 6apitul.-rrs IV. Oaroli LI. a. 803. e. 2.: vt laiei non 8>nt praem°monaeborum in manubteri», nee Ai'o/rr'ckr'aoo»r «int laiei. jLalu-:. 7

Auf der von Bonifacius 745 gehaltenen Synode wird verordnet: kraem««epwcopi, ne cupickitan arelristiaconornm 8uorum culpus nutriat, guin n>W>mostio mentitur iniguita3 8ibi. (Lonr/ac. epp. sei. II^Ärcktreem. P. löl.)D/iorna««rnr I. e. k. I. libb. II. o. 4 u. 5. .,,

4) S. Krarrckrckrei', Irint. cle I'exliss cls 8tras!>. Vol. I. p. 176. 29 l.)«^Urkunde ur. 66. Planck, Gcsch. der kirchl. Gesellschaftsv. Bd. II. S. M!l>