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2. Zeitraum. I. Periode, t. Zeitabschnitt. 2. Capitcl.
furchtgebictendem Ansehen, welches er einer rohen Willkür gegenüber p, s,j.ncr Erhaltung bedurfte, durch die Kirche verliehen, ihm auch gern EjMauf die Bischofswahlen, den Gang der Synoden, Theilnahnie an den S«.geeichten (Diöcesanvisitationen) und Bestätigung ihrer Beschlüsse zugch,,,deiG), zumal auch der Staat der Kirche seinen Arm lieh, damit sic amTheil ihrer Gesetzgebung vollziehen konnte.
So entstand eine theilweise g änzli ch e V ersch in el zung der Kirchund des Staates, was besonders auf den Synoden hervvrtmt, di,hier mehr Reichstagen glichen ); eben so in dem der kirchlichen Dieceim-Visitation nachgebildetcn Institute der mi 8 s i <1» m ini ei . die a»S gastlichen und weltlichen bestanden und alle Gesetze vollstreckten ). Wmci«aus Ehrfurcht vor der Kirche den Priestern als Organen Gottes und «,Rücksicht auf ihre Intelligenz ein weiteres Feld ihrer Wirksamkeit zugest«.den, so machte sich bei dem Selbstgefühl der rohen Herrschermacht, est »jgänzlicher Verkennung des theokratischen Prineips, eine höchst gefalM,Beschränkung der Unabhängigkeit und deS innern EntwickclungsgangeS duKirche geltend. Dagegen trat bei wohlwollenden Fürsten ein g eg enseiti-ges schönes Vertrauen zwischen Kirche undStaat ein, frcilihnur allmälig. Doch in dem großen Reiche Carl's d. Gr., in welchem di.Stürme der Völkerwanderung erst vollständig beschwichtigt erscheinen, m,jenes segenvolle Zusammenwirken bereits Grundgedanke der Gesetzgelmrz.
§. 162. Größerer Besitzstand der Kirche, vgl. §. 127.
Schon das fromme dankbare Gefühl altrömischer Familien hatte viclc,Kirchen der setzt germanisch gewordenen Staaten durch Vermächtnisse Am
1) Schon in der ex. 8;noä. Xurslian. I. (a. 511) all Oloclovouw rexc»heißt cö: (juia tanta all religionin eatlrol. oultnm gloriosas tläsi eura vor ereitert., m naeerrlotalig msntis alleetu saeerrlotee cle rsbus neeessoriis Noorturns in unum colligi susssritis, 8seunclum voluntatis vestras cousulUition».et titulos guos clsclistis, ea guae nobis visum sst rleüuitione rospmilioM:ita nt 8i ea, gurre no8 strrtuimus, stiam vestro reetrr 6888 srulioio eomgrolM-tur, lanti eon86N8us rogis ac clomini masori aueroritate servaiulriui mnton»ürmvt sententiam saeerrlotum. sHarckt/rr. st'. II. p. 1008>. So hatte Carld.Gr. für 813 süiif Synoden berufen: Die zu Tours versammelten BL. crllörta,am Schluffe der Verhandlung: „Wir haben die Capitcl, welche dem Kaiser sckivorgelcgt werden, annotirt." (Binterim Th. I. S. 223.)
2 > Als besond. Beispiel einer gemeinschaftlichen Wirksamkeit der Kirche und ddStaates kann die praeftrtiv ^ Synode von Mainz (813) gelten: InciMte»igitur in nomine Öonrrni eomwuni eonseusu et voluntate trrrctare xariter lestatu voras religionis, ae rls utilitats et prokeetu (Iiristianas plebis, convemlnobis, ile nv8tro eomwnni eollegio e.Ierieorum 8su laieorum tres laeere lornias sieut et teoimus. In prima autem rnrma eouseclerrml blpiscopi rm» l,»rbu8elam nntarüs, legentes atgns traetantss 8t. evangelium neo non epistoliret aetl>8 Xpostolorum. eanoues guogus etc. — «liligenti Studio porguiremei,gnibus modis statum eeelssias Oei et rbristianae plebis xrotrcore et conW-rare potuisssut. I» alia voro turma eonseclerunt Xbbates ete. — In M'viclenigus turma seclerunt oomites et sudiees, in mundanis legibus decertMlitvnlgi sii8titia8 perqnirent68 omniumgus ailvenientinw eausss dilixenler e»minantes modis, guibus poterant sustitias terminanten lLars/rcim eoac.kem1. I. x. 405.) vgl. Binterim, Gesch. der deutsch. Concilicn. Thl. I S. listh.„Beschaffenheit der gemischten Synoden" Lzmock' »mwkae.
3) Die Lapitularia reg. Vranc. et Lalrrer. Von. enthalten obenan den srEIns cle Tlmittnrcr's ffrsnc. cle Itoi/o Xndegavensis (1.1. p. U—LXbtlül
ebenso fflurutorir diss. Oe missie regiis <T. II. p. VI—XX.) auS esubd. Wirguit. Ital. med. aevi 3'. I. p. 455 8g.