§. 159. Wirksamkeit des h. Bonisacius.
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Abd errhaman, der sogar das Abend- mit dem Morgenlande verbindenn>ollte drangen die Araber in Burgund und Aquitanien ein, und hatten schonSüdfr'ankrcich bis zur Loire unterworsen, als Carl Märtel sie beiPoiticrs (732) gänzlich besiegte und ihre Macht in Frankreich brach. InSvimicn waren die Christen unter den Arabern sNorsral>e8) eine geduldeteSekte immer mit Mißtrauen behandelt, und mußten bisweilen einen sehrdrückenden Zins entrichten '). In den asturis ch en und biscaischenGe-hirgcn hatten sich aber die Christen (718) gegen die arabische Herrschaft er-beben; es bilden sich allmälig unabhängige Grafschaften und Königreiche.
§. 159. Wirksamkeit des h. Bonisacius.
Wm/ac» cigi. oü. IV. L'e-'ram«.-,'. No-runt. 605 u. 629. max. dilil. 1. XIII.p. 70 s«i- oä. II^Ärckticei», Uogunt. 789 I. ocl. tVr/e«, Oxvu. 846. 2 "I.;sämmkl. Briefe deutsch mit dem Leben des h. Bouifaz. Fulda 842. Ill-M-t/aicki <um 783) ot vita 8t. llauit. (um 1100) riet»
88. 0. 8t. Lcnoä. 3. II. III.; Lottauck/ ^.cta 88. m. .Inn. 3'. 1. p. 452s>).); O'anr«« lvct. uuti(). 3. II. k. I.; monum. 3. II. p. 331 8g.)
52, rar« re8 Xloguntiacus. Nogunt. 604. cko/ranne«. 3rel. 722. ch*S ei-tcrs, Bonisacius, Apost. der Deutschen. Mainz 845. s-R c i n c r d i n g,der hl. Bonisacius, Wnrzb. 855. Rcltberg Bd. II. S. 307—372.s-B interim, Gcsch. der deutsch. Conc. Bd. II.
Die verschiedenen einzelnen Versuche, das Christenthum in Deutsch-land zu begründen, würden ohne ein vereinigendes kirchliches Band fürdie Folge nicht ihre volle Wirkung hcrvorgebracht haben. Hiefür berief Gotteinen Mann, der durch Kraft, Milde, Besonnenheit und unbesiegter Aus-dauer nicht nur der kathol. Kirche Deutschlands einen festen Organis-mus verlieh, und durch inniges Anschließen an, das römischeOberhaupt ihren ferneren Bestand sicherte, sondern auch das Panier desKreuzes Christi unter mehreren germanischen Stämmen aufpflanzte, denendasselbe bis dahin unbekannt geblieben war. Es war der angelsächsischePriester Winfried, geboren zu Kirtvn (680). In den zwei blühendstenenglischen Klöstern Eree st er und Nutcscelle hatte er seine geistigeErziehung und Bildung erhalten. Als ihm sein Beruf, die Bekehrung heid-nischer Völker, klar geworden, unternahm er (716) die erste Missivnsreisezur Bekehrung der Friesen. Der ungünstige Erfolg schreckte ihn keines-wegs ab, vielmehr ging er bald, dem Beispiele der frühern angelsächsischenMissionäre folgend , vom B. Daniel von Winchester empfohlen, nach Rom,um sich vom P. Gregor II. für die Bekehrung heidnischer Völker autori-siren ^) zu lassen (718). InThüringen trat er zuerst auf, um sich vor-läufig in dem Lande seiner zukünftigen Hauptwirksamkeit zu orientiren. Ansdie Nachricht von dem Tode des Königs Radbot ging er abermals (719) zuden Friesen, und bewies bei dem B. Willibrord von Utrecht seine be-geisterte Hingabe für die katholische Kirche und vollbrachte unter Mitwirkungder fränkischen Dynastie Großes. Bei seiner Rückkehr nach Hessen undThüringen (722) gewann er den fürstlichen Knaben Gregor, einenSprossen Dagobert III. für den Dienst der Kirche, und taufte er die Orts-vorstehcr Detdig und Dierols zu Amöneburg in Oberhessen, worauf erdaselbst ein Kloster gründete. Auf seinen Bericht an P. Gregor ward erabermals nach Rom berufen (723). Nachdem er das Glaubensbekenntnis;abgelegt und d er römischen Kirche den E id der Trcu e geschworen *), wurde
1) Aschbach, Gcsch. der Ommaijaden in Spanien. Frkf. 829 ff. 2 Bdc.
2) Diese Autorisation bei I3ÄrÄtwe«r sp. 2, bei ez>. 1 18.
*) Dieser Eid bei Ot/cka 116. I. eux. 19. Kromitto o^o lZonitllcius voi grutiu