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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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378
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378 2. Zeitraum. 1. Periode. 1. Zeitabschnitt, t. Capitel.

in Verbindung mit König Dagobert I. besonders segensreich (s-Unter Carl d. Gr. ward Cöln der Unterordnung von Mainz enthoben «zur Metropole erhoben. In Belgien verkündete (620) der h. Ainaud»§B. von Straßburg, das Evangelium durch Unterstützung des Königsbert; als Bischof von Mastricht (s. 646) hatte er mit seinem Kleruseinen harten Kamps zu bestehen. Er bat daher wiederholt den P. MartindaS Bisthum niederlegcn zu dürfen, nach dessen Einwilligung er im KlosmElnoneS starb (684). Mit ihm wirkten Audomar, der Stifter des Klo-sters Bertin, nachher der Irländer Livin, der die Märtyrerkrone (Märntete und derB. Eligius von Noyon.

Z. 158. Bekehrung der Friesen; Schicksale der span. Christo»,

Die Bekehrung dieses rohe» Stammes unterlag ungleich größeren Schnm-rigkeiten. Die ersten Versuche machte der treffliche Eligius') (st 05 g) Mder Angelsachse Wilfrid, B. von Jork'); von größerem Erfolge wäre«die Missionen erst dann, als Pipin von Hcristal die Friesen der fränkisch,Herrschaft unterworfen hatte. Durch diese unterstützt trat der angelsächsischPriester Wilibrord '), in Irland gebildet, nach eingeholtcr Autorisatmvon Papst SerginS (692) unter den Friesen als Missionär auf, gründmdas Bisthum Utrecht (Wiltaburg) und wurde zu Rom unter dem RaumClemens zum Bischof consecrirt (st nach 739). Einer seiner ausgezeich-netsten Gefährten, Suidbert"), hatte sich Westfriesland zur Bekehrunggewählt. Als hier die Sachsen eindrangen, mußte er fliehen, und legte msder von Pipin ihm überlassenen Rheininsel das Kloster Kaiserswerth «(st 713). Die Wirksamkeit Willibrords zog auch den EB. Wulsra»von Sens (712) in das Gebiet der den Franken noch nicht unterworfene«Friesen herbei; an der Eröffnung:als Christ werde er im Himmel nichmit seinen heidnischen Landsleuten Zusammenkommen," scheiterte die Taufedes wilden Fürsten Radbot. Als nach dessen Tode (719) Carl Märtelauch dieses Gebiet der Friesen unterjochte, konnte Willibrord, der in sein«apostolischen Eifer sogar bis nach Dänemark vorgedrungen war, mitgre-ßerem Erfolge das Bekchrungswcrk betreiben (st 739).

Der Heldcnmuth Carls setzte auch dem übermächtigen Eroberungs-und Unterdrückungsgcistc des Islam ein Ziel, der die Araber zu Fanatismusund Eroberungssucht entflammte. Durch schnell folgende Siege bemächtigte«sic sich Syriens, Palästinas, Aegyptens, Persiens, und unter de» Oin-majaden (707) unterwarfen sie sich auch die nordwestlichen afrikanische»Provinzen. Sogar das christliche Europa war nun ernstlich von der Herr-schaft des Halbmondes bedroht. Unter der Negierung des WcstgotbenkönigsWitiza(70110) wählte nämlich eine unzufriedene mächtige Partei daGroßen Nu der ich; die Söhne des Witiza sammt ihrem Anhänge verban-den sich gegen ihn und riesen die Araber aus Afrika herbei. Musa, Statt-halter von Mauretanien, sandte Tarik mit einem Heere, welches den Me-rich besiegte, worauf er selbst das westgothische Reich zerstörte und Spanienbis auf den nördlichen Theil eroberte (71214). Unter dem Statthalter

11 Ncandcr, Dcnkw. 111, 1. S. 108 ff. Die Lcbcnsbcschr. v. seinem Sch«-lcr Andocn exi, ilex. 1', II.). 2) Vita 8t. IVillriäi ab lÄläio eomcrP.

0 . 27. vgl. Leä!a l'snooaä. b. 0 . V. 10. 3) Alcuin's Leben Willibrordsi«Mrärkk. netu 88. ms. 8.11en. snoe. III. U, 1. ;>. 601. Ncttberg, Bd.I1 S-äst.

4) Äecka I. 0 . V, 12. vgl. Lo/Znack, aetn.88. all 1. m.blartü. stBinterli«,üb. EB. Willibrord (Katholik 830. Bd. 36. S. 9. Bd. 37. S. 1-lb-st