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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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2. Zeitraum, i. Periode, t. Zeitabschnitt. I. Capitel.

(Nhätien) und zu Basel bestanden bischöfliche Kirchen, die aber wöhrchder Völkerwanderung größtenteils besonders von den Hunnen und Ali.mannen zerstört wurden, welche letzter» sich hier und in den angrenzendGebieten festgesetzt hatten.

War schon das unter Thcodorich erlassene al emannische Gesetztdie heidnischen Alemannen ein Xpe^öv') gewesen söizz

so wurde die Unterwerfung derselben durch die Schlacht bei Zülpich UMdie Herrschaft der Franken, so wie endlich die Verlegung des BiGuMVindoniffa nach Consta nz, in das Herz von Alemannien, noch eiliflußm..cher für die Christianisirung dieses Volksstammeö. Nun traten auch üb-liche Missionäre unter ihnen auf. Der Irländer Fridolin kamFranken an den Oberrhcin (511) und stiftete das Kloster Söcking»oberhalb Basel. Im Breisgau verkündete das Evangelium Trudpeijsüdlich von Freiburg und weiter nördlich in Schultern u. A. (s- 643). An,Bodensee war besonders thätig der Ire Columba» (611), welcher KsKloster Luxeu in den Vogesen gestiftet batte ^); von da vertrieben kamin diese Gegenden, zog dann nach Italien und starb im Kloster Bobln«(615). Von seinen mitgebrachten 12 Gefährten war Gall KranMhalber in der Schweiz zurückgeblieben, und legte in einer wilden Gegendam Flüßchen Steinach den Grund zu dem nachherigen so segenreich wirkendenKloster St. Galten '). Die bischöfliche Würde von Constanz, so wieds»Amt eines Abtes von Luxeuil wies er von sich ab. Er starb zu Arbon wch-scheinlich am 16. October 646 '). Später gründete Pirmin das beriihmleKloster Reichenau auf einer Insel im Bodensee (724), und der heil. Bv-nifacius vollendete die Christianisirung dieser Gegenden. Auch in Oesterreich und Bayern waren schon frühzeitig in den römischen Municchal-städten Kirchen gegründet worden, namentlich zu Salzburg iluvemssPassau (castrs Hstsvu), zu Lorch (Ogurksoum), zu RegcnsburgsUsAinum), zu Petau in Steiermark (kotsvium), zu Sabiona (Säben-Brixcn) und Trient, welche sämmtlich in der Völkerwanderung zerstör!oder beschädigt wurden. Von Neuem verkündete der belgische Bischof sta-ßionsrius) ValentinuS in Passau den Heiden und Arianern diekchol.Lehre (440). Nachdem ihn die Heiden schnöde verworfen, ging er mit Be-willigung Leo's d. Gr. nach Tyrol, wo er nach erfolgreicherem Wirke» bkKrone der Gerechtigkeit empfing. Bald darauf trat in Pannonien und No-ricum jene wunderbare Erscheinung des h. Severin auf, selbst den bark-rischen Fürsten Ehrfurcht einflößend. Besonders die Gegenden von Wik»und Passau wurden durch seine Wirksamkeit geheiligt, und die dortigr«Einwohner haben an seinen Wundern und Weißagungen die Mach!eines höhern Wesens erkannt (s 482). Besonders litten durch dieMkerzüge die Bisthümer Salzburg, Regensburg und die Metropole Lorch).

1) Hcscle I. e. S. 211-40. Rettbcrg Bd. II. S. 23-29.

2) Vita. 6oluiul>ani v. sm. Schüler Jonas bei 7>7-rbr7lo« I. inlrabeit äs Loluiubaiio. ImZkl. Latav. 839-

3) Vgl. Hefelc S. 304 ff. Rettbcrg Bd. II. S. 110 ff.

4) Die älteste LebenSbcschrcib. in serixtor. rsr. (lsrin. 1. III.. bcartni.

v. IVala/, K--«So, vita 8t. llalli. MrrürAo», aota 88. orck. 8t. Len. Mk.II.); d. Predigt Gall's zu Constanz b. der Consccrirung des Johannes bei ba/ia»a.bibl. L. XII. p. 751 ; über die schwank. Bestimmung d. Todesjahres vgl. PcfcttS. 296304. Rettbcrg, Bd.1I. S. 45 ff. 5) Vgl. loct. anchM

D III. k. II. Sch ne gras, Gcsch. d. Domes v. Regensb. 2Thle. Rcgcnsb. 8N