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Universalgeschichte der christlichen Kirche : Lehrbuch für akademische Vorlesungen
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375
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157. Das Christcnthum in Deutschland u. angränzcnden Ländern. 375

im der letztem nicht unerhebliche Schwierigkeiten angeregt gegen die Annahme»es römischen Taufritus, den neuen alexandrinischen O stercy clusanstatt ihres alten von 84 Jahren, sowie auch gegen die Formder Ton-doch wurde dadurch kein offener Bruch hervorgebracht. Am längstendauerte die Spannung im nördlichen Irland und in dem Kloster auf der Insele,y Zur Beseitigung derselben ward zu Streaneshall (Whitby) in Gegen-wart der northumbrischen Könige Oswio und Alchfried eine Confcrenz ge-basten auf der sich Oswio, die Autorität des römischen Bischofs anerkennend,Kr den römischen Ostcrcyclus erklärte. Doch erst durch die Bemühungen desMsAdamnan wurde der römische Cyclus im nördlichen Irland (703)und des englischen Priesters Egbert im Kloster auf Hy eingeführt, und dervereinten Kirche der Frieden wiedcrgcgeben.

§ 157 . DasCbristcnthum in Deutschland n. angränzenden Ländern.

8. .1. llornuenin sncrn st', 1. lNorrnpol. staurouc. c. 6pi8cop.pa.dn-vien8i.1 st. ll. snrilüopioc. Lnliob.j st. III. pro6rom»8 snreliiop. Kntiob.).stull. Vnul. 729. ot Visnnns 755. ,A//. LA/Is.» 8. st., 4nnnl68 occl. tstoi-m.(I. I. II. Vionnno 756 sej. 6 st. I) Rcetberg, KG. Deutschl. Gött.64648. 2 Bdc. Ib. 814.1; hier zugl. sorgfält. Angabe d. «pcciallit-lerat. üb. die cinz. Bisthnmer. (Winter, älteste KG. v. Altbapern,Oester, u. Tvrol. Landsh. 813. l Tb. (Muchar, röm. Noricum (Thl. Istältest. KG. Öcstcrr. 1 Gräy 826. (Klein, Gesck. d. Cbristcntb. in Ocsterr.u. Stcicrm. Wien. 840. 2 Bdc. (Hefcle, Gesch. d. Eins. d. Christcntb.im südwestl. Deutschst Tiib. 837.

Schon im zweiten und dritten Jahrh. war das Christcnthum in den Läntderu der Donau, Helvctien, Noricum, Rhätien und am Rheine verkünde-Mdcn (s. S. 123 ff.); es hatten sich einzelne blühende Kirchen erhoben.Die Stürme der Völkerwanderung richteten aber Städte und Kirchen zuRunde; von den wenigen übrig gebliebenen hat die Geschichte bis zumsiebenten Jahrhunderte nur Unsicheres zu berichten. Es war daher einrechtsich tbar erBeweis derFürsorgeEhristi für seineKirche,daß während dieser kriegerischen Bewegungen aus dem Eonkinente das Chri-stenllmm auf den irischen und britischen Inseln, die davon wenig berührtwurden, aufblühte, damit von liier aus die christliche Kirche in Deutsch-land, so wie auch unter den Franken von Neuem gegründet und versorgtwerden konnte *).

In Helvetien bestand in der frühesten Zeit eine bischöfliche Kirche zuBindonissa (Windisch im Cauton Aargau) als deren Bischof auf einerSynode zu Epaon (517) Bubulcus genannt wird. Nach ihm erschienGrammaticus als B. von Vindonissa auf einer Synode zu Auvergne (535)und zwei anderen zu Orleans (541 u. 49). Sein Nachfolger M arimus»erlegte das Bisthum nach Constanz. Der fränkische König Dagobert I.bestimmte den Umfang dieses Spretlgels bis gen Augsburg, Basel, Straß-burg, Lausanne und Chur. Auch zu Aventicum (Avcnche bei Bern),zuGcnf, zu Octodurum (dann Sitten) im Walliserlande, zu Chur

l; Damals wurde» 3 Arten der Tonsur unterschieden: die Tonsur Petri»der die röm., bestehend in einem kahlgcschorncm runden Platte des Hauptes; die-lonsur Pauli mit ganz gcschorncni Haupte ohne einen Kranz von HaarenM bei jener; die Tonsur L>iiiion's des Zauberers, bei den Iren und altenButen gebräuchlich, bei der nur das Vordcrthcil des Hauptes in Gestalt einesPalbmondes geschoren wurde.

.> (Die irländ. Missionäre inDcutschl. iBonncrZtschr. neue Folge. Jahrg.

p- l. S. 19-56. H. 3. S. 28-48.^